Fibromyalgia living in infants
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Fibromyalgie ist eine Erkrankung, die mit weit verbreiteten Schmerzen im ganzen Körper, Müdigkeit und Schlafstörungen einhergeht. Die Schmerzen sind nicht auf eine bestimmte Verletzung oder Entzündung zurückzuführen, sondern das Gehirn verarbeitet Schmerzsignale verstärkt. Wichtig zu wissen: Fibromyalgie tritt bei Säuglingen (Babys unter einem Jahr) nicht auf. Die Erkrankung wird erst bei älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen diagnostiziert.
Wichtige Fakten
- Fibromyalgie betrifft vor allem Erwachsene und selten Kinder – Säuglinge haben diese Erkrankung nicht.
- Die genaue Ursache ist unbekannt, es spielen wahrscheinlich mehrere Faktoren zusammen.
- Die Diagnose erfolgt durch ein Arztgespräch und den Ausschluss anderer Erkrankungen.
- Die Behandlung zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern – eine Heilung ist bisher nicht möglich.
Fibromyalgie ist bei Erwachsenen relativ häufig (etwa 2 von 100 Menschen), bei Kindern und Jugendlichen ist sie selten. Bei Säuglingen kommt sie nicht vor.
Fibromyalgie tritt am häufigsten bei Frauen zwischen 30 und 50 Jahren auf. Kinder und Jugendliche können betroffen sein – aber nur selten vor der Pubertät. Bei Säuglingen wird die Diagnose nicht gestellt.
Symptome
- Plötzliche, sehr starke Schmerzen in der Brust mit Atemnot – kann auf Herzinfarkt hinweisen (Notruf 112).
- Starke Schmerzen, die mit einer Lähmung oder Sprachstörung einhergehen – möglicher Schlaganfall.
- Gedanken an Selbstmord oder sich selbst zu verletzen.
- ⚠Neue oder sich plötzlich verschlimmernde Schmerzen, die nicht aufhören.
- ⚠Hohes Fieber mit Schmerzen – könnte auf eine Infektion hinweisen.
- ⚠Starke Bauchschmerzen bei einem Säugling – immer umgehend ärztlich abklären lassen.
Häufige Symptome
- Ausgedehnte Schmerzen an vielen Stellen des Körpers, die länger als drei Monate anhalten.
- Müdigkeit und Erschöpfung – oft schon nach dem Aufwachen.
- Schlafstörungen, unerholsamer Schlaf.
- Konzentrations- und Gedächtnisprobleme („Fibro-Nebel“).
- Steifheit am Morgen.
- Überempfindlichkeit gegenüber Berührung, Lärm oder Licht.
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern äußert sich Fibromyalgie ähnlich wie bei Erwachsenen: weit verbreitete Schmerzen, Müdigkeit, Schlafprobleme.
- Kinder können auch über Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder Angst klagen.
- Bei Säuglingen treten diese Symptome nicht auf – Schmerzen bei Babys haben fast immer eine andere Ursache (z. B. Infektion, Ohrenschmerzen, Koliken).
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Erwachsenen können die Symptome mit anderen altersbedingten Schmerzzuständern (wie Arthrose) verwechselt werden.
- Oft kommen Gangunsicherheit, Stürze oder Verstimmung hinzu.
Ursachen
Hauptursachen
- Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass das Gehirn und das Nervensystem Schmerzreize anders verarbeiten („Schmerzverstärkung“).
- Möglicherweise spielen erbliche Faktoren eine Rolle.
- Häufig geht ein auslösendes Ereignis voraus, wie eine Infektion, ein Unfall, eine Operation oder starker Stress.
Risikofaktoren
- Weibliches Geschlecht (Frauen sind häufiger betroffen).
- Alter zwischen 30 und 50 Jahren.
- Andere chronische Schmerzerkrankungen wie Rheuma oder Arthrose.
- Psychische Belastungen, wie Angststörungen oder Depressionen.
- Familiäre Vorbelastung (Fibromyalgie bei Verwandten).
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn ein Säugling oder Kleinkind unerklärliche Schmerzen zeigt – z. B. ständiges Schreien, Anspannung, Stillverweigerung – sofort einen Kinderarzt aufsuchen.
- Bei Erwachsenen: wenn die Schmerzen sehr stark sind oder Sie sich verzweifelt fühlen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie über mehrere Monate immer wieder Schmerzen an verschiedenen Körperstellen haben, ohne ersichtliche Ursache.
- Wenn Sie unter Schlafstörungen oder anhaltender Müdigkeit leiden.
- Wenn Sie Konzentrationsprobleme bemerken.
Diagnose
Die Diagnose wird hauptsächlich durch ein ausführliches Arztgespräch und eine körperliche Untersuchung gestellt. Der Arzt erkundigt sich nach der Dauer und Art der Schmerzen, der Befindlichkeit und möglichen Auslösern. Es gibt keinen spezifischen Labortest für Fibromyalgie. Die Diagnose wird gestellt, wenn die Schmerzen länger als drei Monate anhalten und eine bestimmte Anzahl von Körperregionen schmerzhaft ist (nach den Kriterien der AWMF-Leitlinie).
Mögliche Untersuchungen
- Blutuntersuchungen, um andere Erkrankungen (z. B. Rheuma, Schilddrüsenprobleme, Infektionen) auszuschließen.
- Körperliche Untersuchung auf Druckpunkte (sogenannte Tender Points) – wird heute aber seltener verwendet.
- Manchmal Fragebögen zur Selbstbeurteilung der Schmerzen und Symptome.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt wird Sie gründlich befragen und eine körperliche Untersuchung machen. Es kann sein, dass Sie nach Hause geschickt werden mit der Bitte, ein Schmerztagebuch zu führen. Die Diagnose braucht Zeit, weil andere Erkrankungen ausgeschlossen werden müssen. Lassen Sie sich nicht entmutigen – eine klare Diagnose ist der erste Schritt zu einer guten Behandlung.
Behandlung
Die Behandlung von Fibromyalgie ist ganzheitlich und zielt auf die Linderung der Symptome ab. Es gibt keine Medikamente, die die Krankheit heilen können. Eine Kombination aus Bewegung, Verhaltenstherapie und Schmerzmanagement hilft den meisten Betroffenen. Medikamente werden nur eingesetzt, wenn andere Maßnahmen nicht ausreichen – und dann immer in Absprache mit dem Arzt.
Selbsthilfe zu Hause
- Regelmäßige, sanfte Bewegung: Spazierengehen, Schwimmen, Yoga oder leichte Dehnübungen – am besten jeden Tag.
- Entspannungstechniken: Progressive Muskelentspannung, autogenes Training, Meditation.
- Guter Schlaf: Feste Schlafzeiten, entspannendes Abendritual, kein Bildschirm kurz vor dem Schlafengehen.
- Stress vermeiden oder bewältigen: z. B. durch Hobbys, Pausen, Gespräche.
Medizinische Behandlungen
Ärzte können verschiedene Therapieansätze empfehlen, zum Beispiel Physiotherapie, psychologische Unterstützung (kognitive Verhaltenstherapie) bei Schmerzbewältigung. In manchen Fällen werden auch bestimmte Medikamente eingesetzt, die auf die Nervenschmerzverarbeitung wirken – die Auswahl erfolgt individuell. Die Behandlung sollte immer von einem Arzt begleitet werden. Bei Kindern wird besonders zurückhaltend mit Medikamenten umgegangen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Operationen sind bei Fibromyalgie in der Regel nicht angezeigt. In ganz seltenen Fällen kann eine Operation bei Begleiterkrankungen (z. B. Bandscheibenvorfall) nötig sein – das wird dann gesondert besprochen.
Leben mit der Erkrankung
Das Leben mit Fibromyalgie erfordert Geduld und eine gute Struktur. Planen Sie Ihren Tag realistisch, bauen Sie Ruhepausen ein. Hören Sie auf Ihren Körper und überfordern Sie sich nicht. Ein Schmerztagebuch kann helfen, Auslöser und hilfreiche Maßnahmen zu erkennen.
Tipps für den Alltag
- Aktiv bleiben, aber nicht übertreiben – das Prinzip „langsam steigern“ hilft.
- Schlafhygiene: feste Schlafenszeiten, bequeme Matratze, kühles Schlafzimmer.
- Stress reduzieren: setzen Sie Prioritäten, lernen Sie Nein zu sagen.
- Austausch mit anderen Betroffenen (Selbsthilfegruppen, Online-Foren).
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten kann unterstützend wirken. Es gibt keine spezielle Fibromyalgie-Diät. Bewegen Sie sich regelmäßig, aber sanft – das ist das Wichtigste. Auch leichte Kraftübungen können die Muskulatur stärken und Schmerzen lindern. Bei Kindern: altersgerechte Bewegungsspiele, kein Zwang.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Chronische Schmerzen belasten die Psyche. Ängste, Reizbarkeit und depressive Verstimmungen sind häufig. Es ist wichtig, diese Gefühle ernst zu nehmen und sich Hilfe zu holen – zum Beispiel durch psychologische Beratung oder Gespräche mit vertrauten Menschen. Bei Gedanken an Selbstmord: sofort den Notruf 112 oder die Telefonseelsorge (kostenlos, 24/7) anrufen.
Vorbeugung
Fibromyalgie lässt sich nicht sicher verhindern, da die genauen Ursachen nicht vollständig bekannt sind. Ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung, gutem Schlaf und Stressbewältigung kann jedoch das Risiko senken, anhaltende Schmerzsyndrome zu entwickeln.
Impfungen
Es gibt keinen Impfstoff gegen Fibromyalgie. Standardimpfungen gemäß STIKO-Empfehlung sollten aber wahrgenommen werden, um Infektionen zu vermeiden, die einen Krankheitsschub auslösen könnten.
Früherkennungsprogramme
Es gibt kein Routine-Screening auf Fibromyalgie, da es keinen einfachen Test gibt. Bei anhaltenden, unklaren Schmerzen sollte man jedoch frühzeitig einen Arzt aufsuchen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Verschlechterung der Schmerzen und Zunahme der Erschöpfung.
- Einschränkungen im Alltag: z. B. weniger Sozialkontakte, Berufsunfähigkeit.
- Entwicklung von Angststörungen oder Depressionen.
- Teufelskreis: Schmerzen führen zu Schonung, Schonung verschlechtert die Muskelfunktion und verstärkt die Schmerzen.
Langzeitprognose
Fibromyalgie ist nicht heilbar, aber die Symptome lassen sich in den meisten Fällen gut lindern. Viele Betroffene führen mit der richtigen Behandlung und Selbsthilfe ein erfülltes Leben. Wichtig: Sie sind nicht allein. Es gibt wirksame Strategien, um die Schmerzen in den Griff zu bekommen. Bei Kindern und Jugendlichen kann die Erkrankung sogar von selbst wieder besser werden. Die Prognose ist insgesamt günstig, wenn man frühzeitig handelt.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 27. Juli 2026
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