heart at night
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Herzbeschwerden in der Nacht sind Symptome wie Schmerzen, Druckgefühl, Herzrasen oder Atemnot, die vor allem nachts oder im Liegen auftreten. Sie können auf eine Herzerkrankung hinweisen, müssen aber nicht immer gefährlich sein.
Wichtige Fakten
- Viele Menschen haben gelegentlich nachts Herzklopfen oder leichte Beschwerden.
- Wenn die Beschwerden regelmäßig auftreten oder mit Atemnot einhergehen, sollten Sie ärztlichen Rat suchen.
- Herzbeschwerden in der Nacht können ein Zeichen für eine Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), Durchblutungsstörungen oder Herzrhythmusstörungen sein.
Ja, vorübergehende Herzsensationen in der Nacht sind recht häufig. Allerdings sollten anhaltende oder starke Symptome ernst genommen werden.
Menschen jeden Alters können betroffen sein. Häufiger sind ältere Menschen, Menschen mit Bluthochdruck, Diabetes oder bereits bekannten Herzerkrankungen.
Symptome
- Starke, anhaltende Brustschmerzen oder -druck
- Plötzliche Atemnot, die nicht nachlässt
- Bewusstlosigkeit oder Ohnmacht
- Schmerzen, die in Arme, Kiefer oder Rücken ausstrahlen
- ⚠Neu aufgetretene Brustschmerzen in der Nacht
- ⚠Zunehmende Kurzatmigkeit
- ⚠Herzrasen, das länger als einige Minuten anhält
Häufige Symptome
- Brustschmerzen oder -druck in der Nacht
- Herzrasen oder unregelmäßiger Herzschlag
- Kurzatmigkeit, die im Liegen schlimmer wird
- Aufwachen mit Atemnot (paroxysmale nächtliche Dyspnoe)
- Schweißausbrüche oder Übelkeit
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern seltener, aber möglich: Herzrasen nachts, Brustschmerzen, Ohnmachtsgefühl. Meist harmlos, aber ärztlich abklären lassen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Häufiger und ernster zu nehmen: Schmerzen in der Brust, Atemnot im Liegen, geschwollene Beine (Ödeme), allgemeine Schwäche.
Ursachen
Hauptursachen
- Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)
- Verengung der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit)
- Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien)
- Schlafapnoe
- Angst- oder Panikstörungen
Risikofaktoren
- Hoher Blutdruck
- Hohe Cholesterinwerte
- Rauchen
- Diabetes
- Übergewicht
- Bewegungsmangel
- Stress
- Familienvorbelastung
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Sofort den Notruf 112 wählen bei starken Brustschmerzen oder Atemnot.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei wiederkehrenden leichten Beschwerden, Herzrasen oder nächtlichem Schwitzen einen Termin beim Hausarzt vereinbaren.
Diagnose
Der Arzt bespricht Ihre Symptome und führt eine körperliche Untersuchung durch. Oft werden weitere Tests veranlasst, um die Ursache zu finden.
Mögliche Untersuchungen
- Elektrokardiogramm (EKG) – Aufzeichnung der Herzströme
- Langzeit-EKG (Holter) – über 24 Stunden
- Herzultraschall (Echokardiogramm)
- Belastungs-EKG (z.B. auf dem Fahrrad)
- Blutuntersuchungen auf Herzenzyme
- Schlafuntersuchung bei Verdacht auf Schlafapnoe
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind meist schmerzfrei. Sie können ambulant durchgeführt werden, manche erfordern einen kurzen Krankenhausaufenthalt.
Behandlung
Die Behandlung hängt von der Ursache ab. Ziel ist es, die Symptome zu lindern und das Risiko für Folgeerkrankungen zu senken.
Selbsthilfe zu Hause
- Schlafen Sie mit erhöhtem Oberkörper (z.B. mehr Kissen)
- Vermeiden Sie schwere Mahlzeiten vor dem Schlafengehen
- Reduzieren Sie Stress und Koffein am Abend
- Achten Sie auf ein gesundes Körpergewicht
- Bewegen Sie sich regelmäßig an der frischen Luft
Medizinische Behandlungen
Je nach Ursache kommen Medikamente zum Einsatz, die z.B. den Blutdruck senken, das Herz entlasten oder den Herzrhythmus stabilisieren. Bei verengten Herzkranzgefäßen kann ein Eingriff wie eine Herzkatheteruntersuchung oder das Einsetzen eines Stents notwendig sein. Bei schweren Herzrhythmusstörungen kann ein Herzschrittmacher oder ein implantierbarer Defibrillator helfen. Ihr Arzt wird die für Sie geeignete Behandlung besprechen.
Wann kommt eine Operation infrage?
In manchen Fällen, z.B. bei schweren Verengungen der Herzkranzgefäße oder Klappenerkrankungen, kann eine Operation erforderlich sein. Das ist aber eher selten.
Leben mit der Erkrankung
Achten Sie auf Ihren Körper. Notieren Sie, wann und wie oft die Beschwerden auftreten. Besprechen Sie alle Veränderungen mit Ihrem Arzt.
Tipps für den Alltag
- Gesunde Ernährung (wenig Salz, wenig Fett)
- Regelmäßige Bewegung nach Absprache mit dem Arzt
- Rauchen aufgeben
- Alkohol nur in Maßen
- Entspannungstechniken wie Yoga oder Atemübungen
Ernährung und Bewegung
Eine herzgesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und ungesättigten Fettsäuren ist empfehlenswert. Bewegung wie Spazierengehen, Radfahren oder Schwimmen für 30 Minuten an den meisten Tagen hilft dem Herzen. Besprechen Sie Ihr Bewegungsprogramm vorab mit Ihrem Arzt.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Herzbeschwerden in der Nacht können Ängste auslösen, vor allem wenn sie unerwartet auftreten. Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt oder einem Psychologen. Auch Entspannungsübungen und der Austausch mit Angehörigen helfen.
Vorbeugung
Nicht immer, aber ein gesunder Lebensstil senkt das Risiko deutlich. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, Bewegung, Nichtrauchen und Stressvermeidung.
Früherkennungsprogramme
Regelmäßige Check-ups beim Hausarzt, auch wenn Sie beschwerdefrei sind, können frühzeitig Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder hohe Cholesterinwerte erkennen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Herzinfarkt
- Schlaganfall
- Verschlechterung der Herzinsuffizienz
- Schwere Herzrhythmusstörungen
- Plötzlicher Herztod
Langzeitprognose
Mit der richtigen Diagnose und Behandlung können die meisten Menschen mit nächtlichen Herzbeschwerden ein normales Leben führen. Die Prognose hängt von der Ursache ab. Regelmäßige ärztliche Kontrollen und ein gesunder Lebensstil verbessern die Aussichten deutlich.
Unterstützung finden
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.