Hiatus hernia living in teenagers
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Zwerchfellbruch (auch Hiatushernie genannt) ist eine schwache Stelle im Zwerchfell – dem großen Muskel, der Brust- und Bauchhöhle trennt. Dadurch kann ein Teil des Magens nach oben in die Brust rutschen. Das kann Sodbrennen und andere Beschwerden verursachen.
Wichtige Fakten
- Eine Hiatushernie ist bei Teenagern deutlich seltener als bei Erwachsenen.
- Sie entsteht oft durch angeborene Schwäche des Zwerchfells oder durch Druck im Bauch.
- Viele Betroffene haben kaum Beschwerden oder nur gelegentlich Sodbrennen.
Nein, eine Hiatushernie ist bei Teenagern eher selten. Die meisten Fälle treten erst im mittleren oder höheren Erwachsenenalter auf.
Sie kann Jugendliche beider Geschlechter betreffen, besonders wenn sie übergewichtig sind, unter starkem Husten leiden oder schwere Lasten heben. Auch eine angeborene Bindegewebsschwäche kann eine Rolle spielen.
Symptome
- Plötzliche, starke Schmerzen in der Brust oder im Oberbauch
- Atemnot oder Erstickungsgefühl
- Erbrechen von Blut oder kaffeesatzartigem Erbrochenem
- Schwarzer, teerartiger Stuhl (Zeichen einer Blutung)
- ⚠Sehr starkes Sodbrennen, das mit Hausmitteln nicht nachlässt
- ⚠Schmerzen beim Schlucken oder das Gefühl, dass Essen stecken bleibt
- ⚠Übelkeit und Erbrechen über mehrere Tage
Häufige Symptome
- Sodbrennen (brennendes Gefühl hinter dem Brustbein)
- Saures Aufstoßen (vor allem nach dem Essen oder im Liegen)
- Druck- oder Völlegefühl im Oberbauch
- Schluckbeschwerden (weniger häufig)
Symptome bei Kindern
- Bei Säuglingen und Kleinkindern sind Hiatushernien sehr selten. Falls doch, zeigen sie sich oft durch häufiges Erbrechen nach dem Essen und Gedeihstörungen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Menschen kann eine Hiatushernie stärkere Beschwerden verursachen, wie chronisches Sodbrennen, saures Aufstoßen und Schluckbeschwerden.
Ursachen
Hauptursachen
- Angeborene Schwäche des Bindegewebes im Bereich des Zwerchfells
- Erhöhter Druck im Bauchraum, z.B. durch Übergewicht, chronischen Husten oder schweres Heben
Risikofaktoren
- Übergewicht oder starkes Übergewicht (Adipositas)
- Rauchen
- Bestimmte Sportarten, die den Bauchdruck stark erhöhen (z.B. schweres Gewichtheben)
- Chronische Verstopfung oder Husten
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Starke Brustschmerzen oder Atemnot – hier sofort den Notruf 112 wählen
- Blut erbrechen oder schwarzer Stuhl
- Schluckbeschwerden, die das Essen unmöglich machen
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wiederkehrendes Sodbrennen, das den Alltag beeinträchtigt
- Das Gefühl, dass Essen in der Speiseröhre stecken bleibt
- Fragen zur richtigen Ernährung und Lebensweise bei einer Hiatushernie
Diagnose
Die Diagnose wird meist von einer Magen-Darm-Ärztin oder einem Magen-Darm-Arzt (Gastroenterologe) gestellt. Nach einem ausführlichen Gespräch über die Beschwerden kann eine Spiegelung der Speiseröhre und des Magens (Ösophagogastroduodenoskopie) Klarheit bringen.
Mögliche Untersuchungen
- Magenspiegelung (Gastroskopie) – dabei wird ein dünner Schlauch mit Kamera über den Mund in die Speiseröhre und den Magen eingeführt
- Röntgenuntersuchung mit Schluck von Kontrastmittel (Bariumbreischluck)
- Manchmal: Druckmessung in der Speiseröhre (Manometrie) oder Säuremessung (pH-Metrie)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Vor einer Magenspiegelung müssen Sie mehrere Stunden nüchtern bleiben. Die Untersuchung wird meist unter einer kurzen Vollnarkose oder starken Beruhigung durchgeführt – Sie spüren also nichts. Nach der Untersuchung können Sie nach kurzer Erholung nach Hause gehen.
Behandlung
Die Behandlung einer Hiatushernie richtet sich nach den Beschwerden. Bei leichten Symptomen reichen oft schon Änderungen im Lebensstil. Reichen diese nicht aus, kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Medikamente verschreiben, die die Magensäure reduzieren. In sehr seltenen Fällen, wenn die Hernie groß ist oder Komplikationen drohen, kann eine Operation nötig sein.
Selbsthilfe zu Hause
- Kleinere, häufigere Mahlzeiten essen
- Nach dem Essen nicht sofort hinlegen – mindestens 2–3 Stunden warten
- Fettige, scharfe, süße oder säurehaltige Speisen meiden, wenn sie Beschwerden auslösen
- Mit erhöhtem Oberkörper schlafen (z.B. ein Keilkissen oder ein hochgestelltes Kopfende des Bettes)
- Übergewicht abbauen
- Nicht rauchen
Medizinische Behandlungen
Wenn Selbsthilfemaßnahmen nicht ausreichen, können Arzneimittel eingesetzt werden, die die Magensäure neutralisieren (Antazida) oder die Säureproduktion blockieren (Protonenpumpenhemmer). Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird das passende Medikament und die richtige Dosierung für Sie auswählen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kommt nur infrage, wenn die Beschwerden trotz aller Maßnahmen sehr stark sind, wenn die Hernie sehr groß ist oder wenn Komplikationen wie eine Einklemmung (Inkarzeration) oder Blutungen auftreten. Der Eingriff wird meist minimalinvasiv (laparoskopisch, also durch kleine Schnitte) durchgeführt.
Leben mit der Erkrankung
Mit einer Hiatushernie zu leben bedeutet, auf die eigenen Körpersignale zu achten. Viele Jugendliche haben kaum Einschränkungen und können ihren Alltag ganz normal gestalten. Mit einfachen Anpassungen beim Essen und Schlafen lassen sich Beschwerden meist gut in den Griff bekommen.
Tipps für den Alltag
- Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Vollkorn und magerem Eiweiß
- Vermeiden Sie sehr große Mahlzeiten und essen Sie langsam
- Trinken Sie ausreichend Wasser, aber nicht zu viel zu den Mahlzeiten
- Bewegen Sie sich regelmäßig, aber vermeiden Sie Übungen, die den Bauch stark pressen (z.B. schweres Gewichtheben)
- Schlafen Sie mit erhöhtem Oberkörper
Ernährung und Bewegung
Eine gesunde, ballaststoffreiche Ernährung hilft, Verstopfung und Übergewicht zu vermeiden – beides belastet das Zwerchfell. Leichte Bewegung wie Spazierengehen, Radfahren oder Schwimmen tut gut. Vor intensiverem Sport sollten Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt sprechen, welche Übungen unbedenklich sind.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Chronische Beschwerden wie Sodbrennen oder das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, können belasten. Manche Jugendliche fühlen sich unsicher oder haben Angst vor dem Sport oder vor dem Essen in der Schulkantine. Es ist wichtig, mit vertrauten Personen oder einem Arzt darüber zu sprechen. Bei starker Belastung kann eine psychologische Beratung helfen.
Vorbeugung
Nicht jede Hiatushernie lässt sich verhindern, vor allem wenn sie angeboren ist. Aber Sie können das Risiko für Beschwerden senken: Halten Sie ein gesundes Körpergewicht, vermeiden Sie Rauchen, heben Sie schwere Lasten mit geradem Rücken und beugen Sie chronischer Verstopfung vor.
Früherkennungsprogramme
Es gibt keine routinemäßige Früherkennung für Hiatushernien. Wenn bei Ihnen in der Familie Zwerchfellbrüche oder schwere Refluxkrankheiten bekannt sind, sprechen Sie Ihren Arzt im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung darauf an.
Komplikationen
Unbehandelt
- Entzündung der Speiseröhre (Refluxösophagitis) durch ständigen Säurekontakt
- Narbenbildung und Verengung der Speiseröhre (Striktur)
- Geschwüre in der Speiseröhre, die bluten können
- In sehr seltenen Fällen: Veränderung der Schleimhaut (Barrett-Ösophagus), was das Risiko für Speiseröhrenkrebs leicht erhöht – dies tritt bei Teenagern extrem selten auf
Langzeitprognose
Die allermeisten Jugendlichen mit einer Hiatushernie haben nur leichte Beschwerden, die sich mit einfachen Maßnahmen gut kontrollieren lassen. Mit einer gesunden Lebensweise und regelmäßiger ärztlicher Kontrolle können die meisten ein völlig normales Leben führen. Ernsthafte Komplikationen sind selten, besonders wenn die Symptome frühzeitig behandelt werden.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2026
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