Impetigo in infants
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Impetigo ist eine ansteckende Hautinfektion, die durch Bakterien verursacht wird. Sie tritt oft bei Säuglingen und Kleinkindern auf und zeigt sich als rote, nässende Bläschen oder Krusten, die wie Honig aussehen.
Wichtige Fakten
- Impetigo wird durch Bakterien verursacht und ist sehr ansteckend.
- Sie tritt häufig im Gesicht, an Armen und Beinen auf.
- Die Behandlung mit Antibiotika hilft in der Regel schnell und beugt Komplikationen vor.
Ja, Impetigo ist eine der häufigsten bakteriellen Hautinfektionen bei Säuglingen und Kleinkindern.
Besonders betroffen sind Säuglinge und Kinder unter 6 Jahren. Aber auch Erwachsene können sich anstecken.
Symptome
- Das Kind hat hohes Fieber (über 39°C) und wirkt sehr krank
- Das Kind atmet schwer oder ist ungewöhnlich schläfrig
- Es treten plötzliche Schwellungen im Gesicht oder an den Händen auf
- ⚠Die Hautinfektion breitet sich trotz Behandlung schnell aus
- ⚠Es bilden sich große, schmerzhafte Blasen
- ⚠Das Kind hat starke Schmerzen oder Fieber über 38°C
Häufige Symptome
- Rote Flecken, die zu Bläschen werden
- Honiggelbe Krusten auf der Haut
- Juckreiz oder leichte Schmerzen an den betroffenen Stellen
Symptome bei Kindern
- Bläschen platzen leicht und hinterlassen nässende Krusten
- Oft im Bereich um Mund und Nase
- Kinder kratzen sich, was die Ausbreitung fördert
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Seltener, aber möglich bei Hautverletzungen oder geschwächtem Immunsystem
- Bläschen können größer sein und tiefer in die Haut gehen
Ursachen
Hauptursachen
- Bakterien: meistes Staphylococcus aureus (goldener Staphylokokkus)
- Seltener Streptokokken der Gruppe A
- Übertragung durch direkten Hautkontakt oder kontaminierte Gegenstände wie Handtücher oder Spielzeug
Risikofaktoren
- Hautverletzungen wie Kratzer, Insektenstiche oder Schnitte
- Schlechte Hygiene oder enge Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. Kita)
- Warmes, feuchtes Wetter
- Geschwächte Immunabwehr
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Säuglingen unter 3 Monaten mit Hautausschlag
- Wenn das Kind sehr unruhig ist, nicht trinken will oder Fieber hat
- Wenn sich Rötungen und Schwellungen um die Bläschen herum schnell ausbreiten
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei ersten Anzeichen von Impetigo (rote Flecken mit Krusten)
- Wenn andere Kinder in der Familie ähnliche Hautveränderungen zeigen
Diagnose
Der Arzt oder die Ärztin erkennt Impetigo meist schon am typischen Aussehen der Hautveränderungen. Oft reicht die Untersuchung mit dem bloßen Auge aus.
Mögliche Untersuchungen
- In manchen Fällen wird ein Abstrich von den Bläschen gemacht, um die Bakterienart zu bestimmen.
- Selten ist eine Blutuntersuchung nötig.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist kurz und schmerzlos. Der Arzt tastet die Haut ab und schaut sich die Bläschen genau an. Bei Unsicherheit kann ein Abstrich gemacht werden, der im Labor untersucht wird.
Behandlung
Die Behandlung von Impetigo zielt darauf ab, die Bakterien zu beseitigen und die Ausbreitung zu stoppen. In leichten Fällen reicht eine lokale Behandlung mit einer antibiotischen Salbe. Bei schwereren Fällen oder wenn viele Hautstellen betroffen sind, wird ein Antibiotikum als Saft oder Tablette verordnet.
Selbsthilfe zu Hause
- Hygiene: Häufiges Händewaschen mit Seife
- Bläschen nicht aufkratzen, sondern mit einem sauberen Tuch abdecken
- Einmal täglich mit einer milden, desinfizierenden Lösung reinigen (nach ärztlicher Empfehlung)
- Eigene Handtücher, Waschlappen und Bettwäsche verwenden
- Fingernägel kurz schneiden, um Kratzen zu vermeiden
Medizinische Behandlungen
Ärztlich wird eine antibiotische Creme oder Salbe auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Bei ausgedehnter Infektion kann ein orales Antibiotikum (zum Einnehmen) notwendig sein. Die Behandlung dauert in der Regel 5 bis 7 Tage. Wichtig: die Therapie immer zu Ende führen, auch wenn die Haut schon besser aussieht.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist bei Impetigo in der Regel nicht nötig.
Leben mit der Erkrankung
Solange die Haut infiziert ist, sollten enge Körperkontakte mit anderen Kindern vermieden werden. Das Kind kann meist zu Hause bleiben, bis die Bläschen verkrustet sind und der Arzt oder die Ärztin grünes Licht gibt.
Tipps für den Alltag
- Täglicher Wechsel von Handtüchern und Bettwäsche
- Getrennte Aufbewahrung von Kleidung und Waschutensilien
- Regelmäßiges Lüften der Räume
Ernährung und Bewegung
Eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse stärkt das Immunsystem. Bei Bedarf kann stillende Mütter ihre Ernährung anpassen – am besten mit der Hebamme oder dem Arzt besprechen. Leichte Bewegung an der frischen Luft ist erlaubt, wenn keine Ansteckungsgefahr mehr besteht.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Impetigo kann bei Säuglingen und Kindern Juckreiz und Unwohlsein verursachen. Bei älteren Kindern kann die sichtbare Hautveränderung zu Scham oder Zurückgezogenheit führen. Eltern sollten das Kind beruhigen und erklären, dass die Infektion heilbar ist.
Vorbeugung
Ja, durch gute Hygiene lässt sich das Risiko einer Ansteckung verringern. Dazu gehört regelmäßiges Händewaschen, saubere Hautpflege und das Vermeiden von Hautverletzungen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Ausbreitung der Infektion auf andere Hautstellen
- Entzündung des umliegenden Gewebes (Zellulitis)
- In seltenen Fällen kann die Infektion auf die Nieren übergehen (Poststreptokokken-Glomerulonephritis) – dies zeigt sich durch Blut im Urin oder geschwollene Augenlider
Langzeitprognose
Mit der richtigen Behandlung heilt Impetigo in der Regel folgenlos innerhalb von 7 bis 10 Tagen ab. Komplikationen sind selten, wenn die Therapie frühzeitig beginnt. Die Haut kann danach noch kurzzeitig gerötet sein, aber dauerhafte Narben bleiben meist aus.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Kinderarzt oder Hausarzt vor Ort · Deutschland
- Gesundheitsamt des Landkreises · Deutschland
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2026
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.