Impetigo in older adults
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Impetigo ist eine ansteckende bakterielle Hautinfektion. Sie verursacht rote Bläschen, die aufplatzen und eine goldgelbe Kruste bilden. Die Infektion tritt oft im Gesicht und an den Händen auf.
Wichtige Fakten
- Impetigo wird durch Bakterien verursacht, meist Staphylokokken oder Streptokokken.
- Sie ist sehr ansteckend, besonders bei direktem Hautkontakt.
- Die Behandlung ist gut möglich, meist mit antibiotischen Salben oder Tabletten.
Impetigo tritt vor allem bei Kindern auf, kann aber auch ältere Erwachsene betreffen, insbesondere wenn die Haut geschädigt ist oder das Immunsystem geschwächt ist.
Ältere Erwachsene mit empfindlicher Haut, mit chronischen Hauterkrankungen (wie Ekzemen), mit Diabetes oder mit einem geschwächten Immunsystem sind häufiger betroffen.
Symptome
- Fieber über 39 °C oder Schüttelfrost
- Rasche Ausbreitung von Rötungen und Schwellungen
- Starke Schmerzen an der Infektionsstelle
- Anzeichen einer Blutvergiftung (Sepsis): Verwirrtheit, schnelle Atmung, sehr hohes oder niedriges Fieber
- ⚠Wenn sich die Haut um die Wunde herum stark rötet und heiß anfühlt (möglicherweise eine Cellulitis)
- ⚠Wenn die Krusten nach einigen Tagen Behandlung nicht besser werden
- ⚠Wenn sich die Infektion auf andere Körperstellen ausbreitet
Häufige Symptome
- Rote Flecken, die sich zu Bläschen entwickeln
- Bläschen platzen auf und bilden dicke, honiggelbe Krusten
- Juckreiz um die betroffenen Stellen herum
- Hautrötung und leichte Schwellung
Symptome bei Kindern
- Häufig im Gesicht, besonders um Mund und Nase
- Krusten können sich wie eine Maske ausbreiten
- Kinder können sich durch Kratzen an anderen Stellen anstecken
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Erwachsenen tritt Impetigo oft an Armen oder Beinen auf
- Die Infektion kann sich schneller ausbreiten, wenn die Haut dünner oder verletzt ist
- Die Heilung kann langsamer verlaufen als bei jüngeren Menschen
Ursachen
Hauptursachen
- Bakterien, meist Staphylococcus aureus oder Streptococcus pyogenes, gelangen durch eine kleine Verletzung in die Haut.
- Die Bakterien vermehren sich und verursachen die typischen Bläschen und Krusten.
Risikofaktoren
- Hautverletzungen wie Schnitte, Schürfwunden oder Insektenstiche
- Bestehende Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte
- Geschwächtes Immunsystem, z. B. durch Diabetes, Krebsbehandlung oder hohes Alter
- Enge Lebensgemeinschaften wie Pflegeheime, wo Bakterien leicht übertragen werden können
- Warmes, feuchtes Klima oder mangelnde Hygiene
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Fieber oder allgemeinem Krankheitsgefühl
- Wenn die Rötung schnell größer wird oder stark schmerzt
- Wenn Sie an Diabetes oder einem geschwächten Immunsystem leiden
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie eine gelbe Kruste auf der Haut bemerken, die nicht von selbst abheilt
- Wenn Juckreiz oder Unwohlsein auftreten
Diagnose
Der Arzt oder die Ärztin erkennt Impetigo meist schon durch das typische Aussehen der Hautveränderungen. Er fragt nach Ihren Symptomen und möglichen Risikofaktoren.
Mögliche Untersuchungen
- In der Regel ist keine Probe nötig. Nur wenn die Behandlung nicht wirkt oder die Infektion besonders schwer ist, kann ein Abstrich von der Wunde gemacht werden, um die genauen Bakterien zu bestimmen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Nach der Diagnose bespricht die Ärztin mit Ihnen die Behandlung, die meist zu Hause erfolgen kann.
Behandlung
Die Behandlung zielt darauf ab, die Bakterien abzutöten und die Ausbreitung der Infektion zu stoppen. Je nach Schweregrad kommen antibiotische Salben oder Tabletten zum Einsatz.
Selbsthilfe zu Hause
- Halten Sie die betroffenen Stellen sauber und trocken.
- Waschen Sie Ihre Hände gründlich, besonders nach dem Berühren der Wunden.
- Vermeiden Sie Kratzen – schneiden Sie die Fingernägel kurz und tragen Sie ggf. Baumwollhandschuhe nachts.
- Bedecken Sie die Wunden mit einem lockeren Verband, um andere nicht anzustecken.
- Wechseln Sie Handtücher, Bettwäsche und Kleidung täglich und waschen Sie sie bei 60 °C.
Medizinische Behandlungen
Der Arzt oder die Ärztin verschreibt in der Regel eine antibiotische Creme (topisches Antibiotikum), die mehrmals täglich auf die Wunden aufgetragen wird. Bei ausgedehnter Infektion oder Schwäche des Immunsystems kann eine orale Antibiotikatherapie (Tabletten) nötig sein. Die Behandlung sollte konsequent über die verordnete Dauer erfolgen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist bei Impetigo nicht nötig.
Leben mit der Erkrankung
Impetigo heilt normalerweise innerhalb von ein bis zwei Wochen ab, wenn Sie die Behandlung befolgen. Achten Sie auf gute Hygiene, um eine Weiterverbreitung zu verhindern.
Tipps für den Alltag
- Waschen Sie Ihre Hände häufig mit Seife und warmem Wasser.
- Vermeiden Sie Hautkontakt mit anderen Personen, bis die Wunden verkrustet und trocken sind.
- Teilen Sie keine Handtücher, Kleidung oder Rasierer.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Vitaminen und ausreichend Trinken unterstützt die Heilung. Leichte Bewegung an der frischen Luft ist in Ordnung, solange Sie sich wohl fühlen und die Wunden bedeckt sind.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Manche Menschen schämen sich wegen der sichtbaren Hautveränderungen oder fühlen sich unsicher. Es ist wichtig zu wissen, dass die Infektion behandelbar ist. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder vertrauten Personen darüber.
Vorbeugung
Ja, durch gute Hygiene und sorgfältige Wundversorgung können Sie das Risiko senken. Waschen Sie sich regelmäßig die Hände, reinigen Sie kleine Verletzungen sofort und decken Sie Wunden ab.
Impfungen
Es gibt keine Impfung gegen Impetigo.
Früherkennungsprogramme
Ein regelmäßiges Screening ist nicht notwendig. Bei Verdacht auf eine Infektion sollten Sie frühzeitig einen Arzt aufsuchen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Cellulitis (tiefe Hautentzündung mit Rötung und Schwellung)
- Sepsis (Blutvergiftung) – selten, aber lebensbedrohlich
- Nierenschäden (Poststreptokokken-Glomerulonephritis) – möglich, aber selten bei rechtzeitiger Behandlung
Langzeitprognose
Mit der richtigen Behandlung heilt Impetigo in den meisten Fällen vollständig und ohne Narbenbildung ab. Die Prognose ist gut, besonders wenn Sie frühzeitig einen Arzt aufsuchen. Auch Komplikationen wie Cellulitis sind in der Regel gut behandelbar.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2026
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