Impetigo in pregnancy
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Impetigo ist eine ansteckende bakterielle Hautinfektion. Sie verursacht rote Bläschen und honiggelbe Krusten auf der Haut. In der Schwangerschaft ist es wichtig, die Infektion frühzeitig zu behandeln, um Komplikationen zu vermeiden.
Wichtige Fakten
- Impetigo wird durch Bakterien verursacht, die in die Haut eindringen.
- Die Infektion ist sehr ansteckend, vor allem bei direktem Hautkontakt.
- In der Schwangerschaft kann eine Behandlung mit Antibiotika erfolgen, die für das ungeborene Kind unbedenklich sind.
- Ohne Behandlung kann die Infektion sich ausbreiten oder zu Nierenproblemen führen.
Impetigo ist eine häufige Hautinfektion, besonders bei Kindern. In der Schwangerschaft tritt sie seltener auf, ist aber nicht ungewöhnlich.
Sie kann Menschen jeden Alters betreffen, aber Schwangere sind nicht häufiger betroffen als andere Erwachsene. Allerdings kann die Infektion in der Schwangerschaft besondere Vorsicht erfordern.
Symptome
- Plötzliche Verschlechterung des Allgemeinzustands mit hohem Fieber
- Atemnot oder schneller Herzschlag
- Verwirrtheit oder Benommenheit
- Rötung, die sich schnell auf einen großen Hautbereich oder in die Tiefe ausdehnt
- Wenn Ihr normales Befinden in der Schwangerschaft stark beeinträchtigt ist – rufen Sie 112.
- ⚠Wenn die Hautwunden sehr schmerzhaft werden oder sich eitrige Blasen bilden
- ⚠Wenn Sie Fieber haben (über 38,5 °C)
- ⚠Wenn Sie geschwollene und schmerzende Lymphknoten in der Nähe der Infektion bemerken
- ⚠Wenn sich die Infektion innerhalb von 24 Stunden deutlich ausbreitet
Häufige Symptome
- Rote Flecken oder Bläschen, die schnell aufplatzen und honiggelbe Krusten bilden
- Juckreiz um die betroffenen Stellen
- Hautausschlag im Gesicht, an Armen oder Beinen
- Leichte Schwellung der umliegenden Haut
Symptome bei Kindern
- Impetigo tritt bei Kindern häufig im Gesicht auf, besonders um Mund und Nase.
- Die Bläschen können sich schnell ausbreiten, wenn sie aufgekratzt werden.
- Kinder können auch Fieber oder geschwollene Lymphknoten haben.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Erwachsenen kann die Haut dünner sein, sodass die Wunden langsamer heilen.
- Es besteht ein höheres Risiko für Komplikationen wie eine Ausbreitung in tiefere Hautschichten (Zellulitis).
- Die Symptome sind ähnlich wie bei jüngeren Erwachsenen.
Ursachen
Hauptursachen
- Bakterien – meist Staphylococcus aureus oder Streptococcus pyogenes – dringen durch kleine Risse oder Kratzer in die Haut ein.
- Die Bakterien werden durch direkten Kontakt mit infizierten Wunden oder durch kontaminierte Gegenstände (Handtücher, Bettwäsche) übertragen.
Risikofaktoren
- Schwangerschaft kann das Immunsystem leicht schwächen, sodass Infektionen etwas häufiger auftreten können.
- Hautverletzungen wie Insektenstiche oder Schürfwunden erhöhen das Risiko.
- Mangelnde Hygiene oder feuchte, warme Umgebung begünstigen die Ausbreitung.
- Enge Gemeinschaftseinrichtungen (z. B. Krabbelgruppen) fördern die Übertragung.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei den oben genannten Notfall- oder dringenden Symptomen, vor allem wenn Sie schwanger sind.
- Wenn Sie rote, eiternde oder sich schnell ausbreitende Hautwunden haben
- Wenn Sie Fieber oder starke Schmerzen an der Infektionsstelle haben
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei Verdacht auf Impetigo, auch wenn die Symptome mild sind – lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme beraten.
- In der Schwangerschaft ist immer eine ärztliche Abklärung zu empfehlen, um eine sichere Behandlung zu wählen.
Diagnose
Der Arzt erkennt Impetigo meist anhand des typischen Aussehens der Hautveränderungen. Er fragt auch nach Ihren Symptomen und ob Sie Kontakt zu infizierten Personen hatten.
Mögliche Untersuchungen
- In der Regel ist keine spezielle Untersuchung nötig.
- Bei Unsicherheit oder wenn die Infektion schwer verläuft, kann ein Abstrich von einer Wunde gemacht werden. Dieser wird im Labor untersucht, um die genauen Bakterien zu bestimmen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Diagnose ist schnell gestellt. Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, welche Behandlung für Sie und Ihr Baby am sichersten ist. Die Behandlung folgt den medizinischen Leitlinien, wie z. B. der AWMF-Leitlinie zu Hautinfektionen.
Behandlung
Impetigo wird mit Antibiotika behandelt. In der Schwangerschaft gibt es Antibiotika, die nach ärztlicher Absprache sicher eingenommen werden können. Die Behandlung dauert meist 5 bis 10 Tage.
Selbsthilfe zu Hause
- Halten Sie die betroffenen Hautstellen sauber und trocken.
- Vermeiden Sie es, an den Krusten zu kratzen oder zu zupfen.
- Waschen Sie Ihre Hände gründlich, besonders nach dem Berühren der Wunden.
- Benutzen Sie separate Handtücher und Bettwäsche, um eine Ansteckung von Familienmitgliedern zu vermeiden.
Medizinische Behandlungen
Der Arzt wird ein Antibiotikum verschreiben, das in der Schwangerschaft als sicher gilt. Häufig wird eine antibiotische Salbe für die Haut verwendet. Bei größeren oder schwereren Infektionen kann ein Antibiotikum als Tablette oder Saft nötig sein. Die genaue Wahl des Medikaments wird mit Ihrem Frauenarzt abgestimmt. Nehmen Sie die Antibiotika genau nach Anweisung ein, auch wenn die Symptome bereits nachlassen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist bei Impetigo in der Regel nicht nötig. Nur bei sehr seltenen Komplikationen wie Abszessen (Eiteransammlungen) kann eine kleine Öffnung erforderlich sein, um den Eiter abzuleiten.
Leben mit der Erkrankung
Sie können Ihren Alltag mit Impetigo gut meistern. Wichtig ist, die Hygiene zu beachten, um andere nicht anzustecken. Vermeiden Sie engen Körperkontakt mit Ihren Mitmenschen, bis die Krusten abgeheilt sind. Waschen Sie sich regelmäßig die Hände.
Tipps für den Alltag
- Bis die Infektion abgeklungen ist, sollten Sie auf gemeinsame Nutzung von Handtüchern, Waschlappen oder Rasierern verzichten.
- Wechseln Sie täglich Ihre Bettwäsche und Kleidung.
- Vermeiden Sie öffentliche Einrichtungen wie Schwimmbäder oder Fitnessstudios, bis die Wunden verheilt sind.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die Heilung. Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeit. Leichte Bewegung ist in Ordnung, solange Sie sich wohl fühlen – vermeiden Sie jedoch anstrengende Aktivitäten, die die Wunden aufscheuern könnten.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Impetigo kann unangenehm sein, vor allem wenn sie im Gesicht auftritt. Das kann belastend sein. Sprechen Sie mit Ihrem Partner oder Ihrer Familie. In der Schwangerschaft können Sie sich auch an Ihre Hebamme wenden, wenn Sie sich wegen der Infektion Sorgen machen.
Vorbeugung
Sie können das Risiko einer Impetigo-Infektion senken, indem Sie Ihre Haut sauber und trocken halten. Vermeiden Sie es, an Insektenstichen oder kleinen Verletzungen zu kratzen. Waschen Sie sich regelmäßig die Hände, besonders nach dem Kontakt mit öffentlichen Oberflächen.
Impfungen
Es gibt keinen Impfstoff gegen Impetigo. Einige Impfungen (z. B. gegen Windpocken) können jedoch helfen, Hautverletzungen zu vermeiden, die als Eintrittspforte dienen könnten.
Früherkennungsprogramme
Es gibt kein spezielles Screening auf Impetigo in der Schwangerschaft. Achten Sie auf Hautveränderungen und suchen Sie bei Verdacht Ihren Arzt auf.
Komplikationen
Unbehandelt
- Ausbreitung der Infektion auf umliegende Haut (Zellulitis)
- Bildung von Abszessen (Eiteransammlungen unter der Haut)
- Entzündung der Nieren (Poststreptokokken-Glomerulonephritis) – dies ist selten, aber ernst
- In sehr seltenen Fällen kann eine Blutvergiftung (Sepsis) entstehen
Langzeitprognose
Mit der richtigen Behandlung heilt Impetigo in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen vollständig ab. Die Prognose ist sehr gut. In der Schwangerschaft ist bei frühzeitiger Behandlung weder für Sie noch für Ihr Baby ein erhöhtes Risiko zu erwarten. Narben sind selten, können aber bei starkem Kratzen entstehen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2026
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