Impetigo in teenagers
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Impetigo ist eine ansteckende Hautinfektion, die durch Bakterien verursacht wird. Sie zeigt sich meist als rote Bläschen oder Krusten, die oft im Gesicht, an den Händen oder anderen Körperstellen auftreten. Die Infektion ist harmlos, aber sehr ansteckend.
Wichtige Fakten
- Impetigo wird durch Bakterien (Streptokokken oder Staphylokokken) verursacht.
- Sie tritt häufig bei Kindern und Jugendlichen auf, besonders nach kleinen Hautverletzungen.
- Die Infektion ist hochansteckend, klingt aber mit der richtigen Behandlung meist folgenlos ab.
Ja, Impetigo ist eine der häufigsten bakteriellen Hautinfektionen im Kindes- und Jugendalter.
Sie betrifft vor allem Kinder und Jugendliche, die in engem Kontakt mit anderen sind, zum Beispiel in der Schule oder im Sportverein.
Symptome
- Wenn die Infektion sich plötzlich stark ausbreitet oder Fieber über 38,5 °C auftritt
- Wenn die Haut geschwollen und sehr schmerzhaft wird (Anzeichen einer tiefen Gewebeentzündung)
- Wenn der Teenager sehr müde, verwirrt oder benommen wirkt (Hinweis auf eine Blutvergiftung)
- ⚠Wenn die Krusten nach einigen Tagen nicht besser werden oder sich vergrößern
- ⚠Wenn Rötung oder Schwellung um die Bläschen zunimmt
- ⚠Wenn der Juckreiz so stark ist, dass er den Schlaf stört
Häufige Symptome
- Rote, nässende Bläschen, die nach kurzer Zeit aufplatzen und honiggelbe Krusten bilden
- Leichter Juckreiz oder Brennen an den betroffenen Stellen
- Hautausschlag im Gesicht (besonders um Mund und Nase), an den Händen oder Armen
Symptome bei Kindern
- Oft kleine, gelbe Krusten, die wie eingetrockneter Honig aussehen.
- Bläschen treten häufig im Gesicht und an den Händen auf.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Jugendlichen können die Bläschen größer werden und sich weiter ausbreiten.
- Seltener als bei Kindern, aber möglich, besonders bei schlechter Wundversorgung.
Ursachen
Hauptursachen
- Bakterien: Meist Streptococcus pyogenes oder Staphylococcus aureus.
- Die Bakterien gelangen durch kleine Verletzungen oder wunde Stellen in die Haut.
Risikofaktoren
- Hautverletzungen wie Schürfwunden, Insektenstiche oder trockene Haut mit Rissen
- Enge Gemeinschaften wie Schulen, Sportvereine oder Jugendgruppen
- Schlechte Hygiene (seltenes Händewaschen, gemeinsame Handtücher)
- Warme oder feuchte Umgebung, die das Bakterienwachstum fördert
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Fieber oder wenn sich die Hautinfektion trotz Behandlung verschlechtert
- Wenn die Bläschen große Flächen bedecken oder sehr schmerzhaft sind
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn honiggelbe Krusten oder Bläschen auftreten, die nicht von selbst abheilen
- Wenn der Verdacht auf eine ansteckende Hautinfektion besteht
Diagnose
Der Arzt oder die Ärztin erkennt Impetigo meist durch einen Blick auf die betroffene Haut. Die typischen honiggelben Krusten sind ein deutliches Zeichen.
Mögliche Untersuchungen
- Meist ist keine weitere Untersuchung nötig.
- Manchmal wird ein Abstrich von der Wunde gemacht, um die Bakterien genau zu bestimmen (nur bei ungewöhnlich schwerem Verlauf).
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt wird sich die Haut ansehen und nach Ihren Symptomen fragen. Oft reicht das für die Diagnose aus. Bei Unsicherheit kann ein Abstrich helfen.
Behandlung
Impetigo wird in der Regel mit einer antibiotischen Behandlung versorgt – entweder als Salbe oder bei stärkerer Ausbreitung als Tablette. Ziel ist es, die Bakterien zu beseitigen und die Heilung zu beschleunigen.
Selbsthilfe zu Hause
- Die betroffenen Stellen sauber halten und vorsichtig mit Wasser und milder Seife waschen.
- Nicht an den Krusten kratzen – das verschlimmert die Infektion und kann Narben hinterlassen.
- Einweichen der Krusten mit warmem Wasser kann die Entfernung erleichtern (nach ärztlicher Anweisung).
- Eigene Handtücher, Waschlappen und Bettwäsche verwenden, um andere nicht anzustecken.
Medizinische Behandlungen
Der Arzt oder die Ärztin kann eine antibiotische Salbe verschreiben, die Sie mehrmals täglich auftragen. Wenn die Infektion großflächig oder schwer ist, werden Antibiotika als Tablette oder Saft gegeben. Es ist wichtig, die Behandlung exakt nach Anweisung durchzuführen, auch wenn die Haut schon besser aussieht. Keine rezeptfreien Cremes oder Hausmittel ohne vorherige Absprache verwenden.
Wann kommt eine Operation infrage?
Chirurgische Eingriffe sind bei Impetigo nicht nötig.
Leben mit der Erkrankung
Solange die Krusten oder Bläschen noch nicht vollständig abgeheilt sind, besteht Ansteckungsgefahr. Bleiben Sie in dieser Zeit zu Hause, vermeiden Sie engen Körperkontakt mit anderen und decken Sie die Stellen mit Pflastern ab (wenn es die Haut verträgt). Nach etwa 24 bis 48 Stunden Behandlung ist die Ansteckungsgefahr meist deutlich geringer.
Tipps für den Alltag
- Händewaschen nach dem Berühren der Hautstellen – am besten mit Desinfektionsmittel.
- Keine gemeinsamen Handtücher, Rasierer oder Sportausrüstung teilen.
- Kratzvermeidung: Kurze Fingernägel, eventuell leichte Handschuhe zum Schlafen.
- Bei Teilnahme am Sport: Vorher mit dem Arzt klären, ob der Kontaktsport erlaubt ist.
Ernährung und Bewegung
Keine spezielle Diät nötig. Leichte Bewegung an der frischen Luft ist in Ordnung, solange Sie sich kräftig fühlen. Vermeiden Sie Schwitzen in engen Sportkleidern, da Feuchtigkeit die Heilung stören kann.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Viele Teenager schämen sich wegen der sichtbaren Krusten oder haben Angst vor Ablehnung durch Freunde. Das ist normal. Sprechen Sie mit einer vertrauten Person darüber. Denken Sie daran: Die Infektion ist vorübergehend und heilt gut ab. Sollten die Gedanken sehr bedrückend sein, können Sie sich an eine Schulpsychologin oder einen Jugendarzt wenden.
Vorbeugung
Ja, durch gute Hygiene: Regelmäßiges Händewaschen, saubere Handtücher und Bettwäsche, kleine Hautverletzungen sofort versorgen. Im Fall einer Ansteckung: Schnelle Behandlung und Abstand zu anderen bis zur Heilung.
Impfungen
Es gibt keine Impfung gegen Impetigo. Allerdings kann die jährliche Grippeimpfung helfen, das Immunsystem zu stärken, um Hautinfektionen vorzubeugen.
Früherkennungsprogramme
Kein spezielles Screening nötig. Bei auffälligen Hautveränderungen zum Arzt gehen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Die Infektion kann sich auf andere Körperstellen ausbreiten.
- In seltenen Fällen kann eine tiefere Hautentzündung (Zellulitis) oder eine Entzündung der Nieren (Post-Streptokokken-Glomerulonephritis) auftreten.
- Sehr selten: Blutvergiftung (Sepsis) oder rheumatisches Fieber.
Langzeitprognose
Mit der richtigen Behandlung heilt Impetigo in der Regel vollständig ab, ohne Narben zu hinterlassen. Die Prognose ist sehr gut – nach einer Woche sind die meisten Infektionen abgeheilt, und die Haut erholt sich. Eine frühzeitige Behandlung minimiert das Risiko von Komplikationen.
Unterstützung finden
Internationale Organisationen
- Weltgesundheitsorganisation (WHO) – Informationen zu Hauterkrankungen
Lokale Organisationen
- Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V. · Deutschland
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2026
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