IVF overview for patients
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die In-vitro-Fertilisation (IVF) ist eine Methode der künstlichen Befruchtung. Dabei werden eine Eizelle und Samenzellen außerhalb des Körpers in einem Labor zusammengebracht. Nach der Befruchtung wird der Embryo in die Gebärmutter eingesetzt. Ziel ist eine Schwangerschaft.
Wichtige Fakten
- IVF wird meist bei unerfülltem Kinderwunsch eingesetzt, wenn andere Behandlungen nicht geholfen haben.
- Die Erfolgswahrscheinlichkeit hängt stark vom Alter der Frau und der Ursache der Unfruchtbarkeit ab.
- Eine IVF-Behandlung besteht aus mehreren Schritten: Hormonstimulation, Eizellentnahme, Befruchtung im Labor und Embryotransfer.
Ja, viele Paare suchen eine IVF-Behandlung. In Deutschland wird jede etwa 50. Geburt mit Hilfe von künstlicher Befruchtung erreicht.
IVF betrifft Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Ursachen können bei der Frau, beim Mann oder bei beiden liegen. Auch alleinstehende Frauen oder Paare mit genetischen Erkrankungen können IVF nutzen.
Symptome
- starke Unterleibsschmerzen nach der Eizellentnahme
- sehr starke Blutung aus der Scheide
- Ohnmacht oder Kreislaufprobleme
- ⚠Fieber nach dem Embryotransfer
- ⚠anhaltende Übelkeit und Erbrechen
- ⚠Schwellung und Schmerzen im Bauch (Überstimulationssyndrom)
Häufige Symptome
- lange Zeit erfolgloser Kinderwunsch (meist über ein Jahr)
- unregelmäßiger oder ausbleibender Eisprung
- veränderte Samenqualität beim Mann
- verstopfte Eileiter
Ursachen
Hauptursachen
- Veränderungen an Eileitern: verklebt oder fehlend
- Hormonelle Störungen: kein oder seltener Eisprung
- Eingeschränkte Samenqualität: zu wenige oder bewegungsunfähige Spermien
- Endometriose: gutartige Wucherung der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter
Risikofaktoren
- Alter der Frau über 35 Jahre
- Rauchen und Übergewicht
- Frühere Operationen an den Eileitern
- Erbliche Faktoren für Unfruchtbarkeit
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn nach einem Jahr regelmäßigem ungeschütztem Geschlechtsverkehr keine Schwangerschaft eintritt
- Bei Frauen über 40 Jahren schon nach sechs Monaten
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei bekanntem Risiko (z. B. Endometriose, frühere Chemotherapie) schon vor dem Versuch einer Schwangerschaft
Diagnose
Bevor eine IVF empfohlen wird, prüft der Arzt oder die Ärztin die Ursache der Unfruchtbarkeit. Dazu gehören Untersuchungen der Frau und des Mannes.
Mögliche Untersuchungen
- Bluttest auf Hormone (z. B. FSH, AMH, Östradiol)
- Ultraschall der Eierstöcke und Gebärmutter
- Samenanalyse beim Mann (Spermiogramm)
- Eileiterdurchlässigkeitsprüfung (Hysterosalpingografie oder Laparoskopie)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind meist schmerzarm oder schmerzfrei. Der Arzt oder die Ärztin erklärt jeden Schritt. Nach der Diagnose besprechen Sie gemeinsam den Behandlungsplan.
Behandlung
Die IVF ist selbst eine Behandlung. Sie umfasst eine Hormonbehandlung, um mehrere Eizellen reifen zu lassen, die Entnahme der Eizellen unter Kurznarkose, die Befruchtung im Labor (auf Wunsch auch mit ICSI, also direkter Injektion eines Spermiums in die Eizelle) und das Einsetzen eines Embryos in die Gebärmutter (Embryotransfer). Oft ist mehr als ein Zyklus nötig.
Selbsthilfe zu Hause
- Stress reduzieren durch Entspannungsübungen oder Gespräche
- Gesunde Ernährung und normales Körpergewicht anstreben
- Verzicht auf Rauchen und Alkohol
- Auf ausreichend Schlaf achten
Medizinische Behandlungen
Der Arzt oder die Ärztin verordnet Hormonspritzen (z. B. FSH, LH) zur Stimulation der Eierstöcke. Vor der Eizellentnahme wird die Reifung durch ein weiteres Hormon ausgelöst. Nach dem Embryotransfer kann Gelbkörperhormon (Progesteron) gegeben werden, um die Gebärmutterschleimhaut zu unterstützen. Alle Präparate werden individuell angepasst.
Wann kommt eine Operation infrage?
In manchen Fällen ist eine Operation nötig, z. B. um verklebte Eileiter zu öffnen oder Myome (gutartige Muskelknoten in der Gebärmutter) zu entfernen. Das entscheidet der Facharzt oder die Fachärztin.
Leben mit der Erkrankung
Eine IVF-Behandlung ist zeitintensiv und kann den Alltag beeinflussen. Die Hormonspritzen werden oft selbst verabreicht. Häufige Arzttermine sind nötig. Es kann zu körperlichen und emotionalen Belastungen kommen.
Tipps für den Alltag
- Bewegung ohne Überanstrengung (z. B. Spazierengehen, Yoga)
- Geduld und realistische Erwartungen entwickeln
- Paargestalt stärken: offen über Gefühle sprechen
- Zeit für Hobbys und Erholung nehmen
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten kann die Fruchtbarkeit fördern. Leichte Bewegung wie Schwimmen oder Radfahren ist empfehlenswert. Übermäßiger Sport sollte vermieden werden.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Der unerfüllte Kinderwunsch und die Behandlung sind emotional fordernd. Gefühle wie Trauer, Wut, Angst oder Scham sind normal. Eine psychologische Begleitung kann sehr hilfreich sein.
Vorbeugung
Unfruchtbarkeit lässt sich nicht immer verhindern. Ein gesunder Lebensstil – normalgewichtig, nicht rauchen, wenig Alkohol – kann die Fruchtbarkeit erhalten. Manche Ursachen wie genetische Fehler sind nicht beeinflussbar.
Früherkennungsprogramme
Es gibt keine Vorsorgeuntersuchung für Unfruchtbarkeit. Ein Kinderwunsch-Check-Up bei Frauen und Männern vor dem 35. Lebensjahr kann helfen, Risiken früh zu erkennen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Unfruchtbarkeit an sich ist keine Krankheit, die Folgeschäden verursacht. Aber der Kinderwunsch bleibt unerfüllt, was psychisch belasten kann.
Langzeitprognose
Die IVF ist eine wirksame Möglichkeit, den Kinderwunsch zu erfüllen. Die Erfolgsraten liegen pro Zyklus zwischen 10 und 40 Prozent, abhängig vom Alter der Frau und der Ursache. Bei Misserfolg kann man weitere Zyklen oder andere Methoden (z. B. Eizellspende) in Betracht ziehen. Auch wenn es nicht klappt, gibt es Wege der Trauerbegleitung und Alternativen wie Adoption. Bleiben Sie hoffnungsvoll und suchen Sie sich Unterstützung.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.