Kidney stones prevention living in older adults
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Nierensteine sind harte, steinähnliche Gebilde, die sich in den Nieren bilden. Sie entstehen, wenn bestimmte Stoffe im Urin zu konzentriert sind und auskristallisieren. Im Alter steigt das Risiko, da sich die Nierenfunktion verändert und manche Menschen weniger trinken.
Wichtige Fakten
- Nierensteine treten bei älteren Menschen häufiger auf als bei jüngeren.
- Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme.
- Die richtige Ernährung kann das Risiko für neue Steine senken.
Ja, Nierensteine sind insgesamt häufig und treten bei etwa 5–10 % der Menschen einmal im Leben auf. Bei älteren Erwachsenen (über 60) steigt die Häufigkeit aufgrund von Stoffwechselveränderungen und Begleiterkrankungen.
Nierensteine betreffen Männer etwas häufiger als Frauen. Mit zunehmendem Alter nimmt das Risiko zu, besonders bei Menschen mit Bluthochdruck, Diabetes oder Gicht.
Symptome
- Plötzlich auftretende, unerträgliche Schmerzen (Kolik) im Rücken oder Bauch
- Fieber über 38,5 °C, Schüttelfrost oder Übelkeit/Erbrechen
- Kein Urin mehr lassen können
- ⚠Blut im Urin, auch wenn keine Schmerzen bestehen
- ⚠Anhaltende Schmerzen, die nach einigen Stunden nicht nachlassen
- ⚠Schmerzen zusammen mit Übelkeit oder Erbrechen
Häufige Symptome
- Starke, wellenförmige Schmerzen im unteren Rücken oder in der Seite
- Schmerzen, die in den Unterbauch oder die Leiste ausstrahlen
- Blut im Urin (rosa, rot oder braun)
- Häufiger Harndrang oder schmerzhaftes Wasserlassen
Ursachen
Hauptursachen
- Zu wenig trinken – der Urin wird konzentrierter und Kristalle bilden sich leichter.
- Bestimmte Stoffe im Urin, wie Kalzium, Oxalat oder Harnsäure, sind zu hoch konzentriert.
- Veränderungen im Säure-Basen-Haushalt des Urins.
Risikofaktoren
- Alter – nach dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko.
- Übergewicht und Bewegungsmangel.
- Ernährung mit viel Salz, tierischem Eiweiß und oxalatreichen Lebensmitteln (z. B. Spinat, Rhabarber).
- Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Gicht oder wiederholte Harnwegsinfekte.
- Bestimmte Medikamente (z. B. manche entwässernde Mittel oder Kalziumpräparate) – bitte mit Ihrem Arzt besprechen.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Sie haben starke, plötzliche Schmerzen im Rücken oder Bauch, die nicht nachlassen.
- Sie sehen Blut im Urin.
- Sie können kaum noch Wasser lassen oder haben Fieber.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Sie hatten schon einmal einen Nierenstein und möchten Rückfälle vermeiden.
- Sie haben häufige Harnwegsinfekte oder andere Beschwerden beim Wasserlassen.
- Sie möchten Ihre Ernährung oder Flüssigkeitszufuhr im Alter anpassen.
Diagnose
Der Arzt stellt die Diagnose meist durch eine Kombination aus einem Gespräch (Anamnese), einer körperlichen Untersuchung und bildgebenden Verfahren.
Mögliche Untersuchungen
- Ultraschall (Sonographie) – schmerzfrei und ohne Strahlung, zeigt Steine in Niere und Harnleiter.
- CT-Untersuchung (Computertomographie) – sehr genau, aber mit etwas Strahlenbelastung.
- Urinuntersuchung – auf Blut, Kristalle oder Anzeichen einer Infektion.
- Blutuntersuchung – um die Nierenfunktion und den Kalzium- oder Harnsäurespiegel zu prüfen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind in der Regel ambulant und dauern je nach Methode 15–60 Minuten. Vor einem CT müssen Sie nüchtern sein. Ihr Arzt erklärt Ihnen die Vorbereitung genau.
Behandlung
Die Behandlung hängt von der Größe, Lage und Zusammensetzung des Steins ab. Viele kleine Steine gehen von selbst ab – oft mit Hilfe von Schmerzmitteln und viel Trinken. Größere Steine benötigen eine medizinische Behandlung, um Komplikationen zu vermeiden.
Selbsthilfe zu Hause
- Trinken Sie 2–3 Liter Flüssigkeit pro Tag (am besten Wasser oder ungesüßter Tee).
- Bewegen Sie sich – Spazierengehen oder leichte Bewegung fördert das Abgehen kleiner Steine.
- Bei Schmerzen helfen Wärme (z. B. Wärmflasche) und entspannte Körperhaltung.
Medizinische Behandlungen
Medikamente können helfen, Schmerzen zu lindern oder den Stein aufzulösen (z. B. bei Harnsäuresteinen). Eine Stoßwellentherapie (ESWL) zertrümmert Steine mit Schallwellen von außen. Bei größeren Steinen kann eine Harnleiterspiegelung (Ureterorenoskopie) oder ein Eingriff über einen winzigen Hautschnitt (PCNL) nötig sein. Ihr Arzt entscheidet individuell, welche Methode für Sie am besten ist.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation wird nur bei sehr großen Steinen (über 2 cm), bei Steinen, die nicht abgehen, oder bei Komplikationen wie einer Nierenstauung empfohlen.
Leben mit der Erkrankung
Nach einem Stein ist es wichtig, die Ursachen anzugehen, um Rückfälle zu vermeiden. Viele ältere Menschen können ihren Alltag ohne Einschränkungen gestalten, wenn sie auf ausreichende Flüssigkeit achten und regelmäßig zur Nachkontrolle gehen.
Tipps für den Alltag
- Trinken Sie über den Tag verteilt – stellen Sie sich Wasserflaschen sichtbar hin.
- Reduzieren Sie Salz in der Ernährung (maximal 5–6 g pro Tag).
- Essen Sie weniger tierisches Eiweiß (Fleisch, Wurst) und mehr pflanzliche Kost.
- Vermeiden Sie zu viel oxalatreiche Lebensmittel wie Spinat, Rhabarber, Nüsse oder Schokolade – aber nicht ganz streichen, sondern in Maßen genießen.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Vollkornprodukten und etwas Obst ist empfehlenswert. Tägliche Bewegung, wie Spazierengehen oder leichte Gymnastik, hilft dem Stoffwechsel und beugt Steinen vor. Auch das Gewicht im Normalbereich zu halten, ist ein wichtiger Faktor.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Das Wissen um ein erhöhtes Steinrisiko kann manchmal belastend sein. Es ist jedoch ganz normal, sich Sorgen zu machen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Ängste – meist lässt sich durch einfache Maßnahmen viel erreichen.
Vorbeugung
Ja, bei den meisten Menschen lassen sich Nierensteine durch ausreichendes Trinken und eine angepasste Ernährung verhindern oder die Zahl der Rückfälle deutlich senken. Bei einigen Formen kann der Arzt auch Medikamente verschreiben, die die Steinbildung hemmen.
Früherkennungsprogramme
Eine allgemeine Vorsorgeuntersuchung auf Nierensteine wird nicht empfohlen. Wenn Sie jedoch Risikofaktoren haben (z. B. frühere Steine, bestimmte Stoffwechselerkrankungen), kann Ihr Arzt in regelmäßigen Abständen einen Ultraschall oder eine Urinanalyse durchführen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Harnstauung mit Nierenschädigung (Hydronephrose)
- Wiederholte Harnwegsinfekte bis hin zur Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis)
- Abnahme der Nierenfunktion bis zum Nierenversagen – vor allem bei älteren Menschen mit Vorerkrankungen
Langzeitprognose
Mit der richtigen Vorbeugung und Behandlung ist die Prognose sehr gut. Die meisten Menschen bleiben dauerhaft beschwerdefrei. Bei älteren Erwachsenen ist es besonders wichtig, Begleiterkrankungen gut zu behandeln und regelmäßig ärztliche Kontrollen wahrzunehmen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 21. Juli 2026
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.