Lactose intolerance living in adults
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Laktoseintoleranz bedeutet, dass der Körper den Milchzucker (Laktose) nicht richtig verdauen kann. Das führt zu Beschwerden im Magen-Darm-Bereich.
Wichtige Fakten
- Die Symptome treten meist 30 Minuten bis 2 Stunden nach dem Verzehr von Milchprodukten auf.
- Viele Erwachsene haben einen Laktasemangel.
- Laktoseintoleranz ist nicht dasselbe wie eine Milchallergie.
Ja, Laktoseintoleranz ist weit verbreitet. In Deutschland haben etwa 15 % der Erwachsenen eine Laktoseintoleranz.
Sie kann in jedem Alter auftreten, betrifft aber häufiger Erwachsene. Menschen mit einer familiären Vorbelastung haben ein höheres Risiko.
Symptome
- Starke Bauchschmerzen, die nicht nachlassen
- Blut im Stuhl
- Hohes Fieber mit Bauchschmerzen
- ⚠Anhaltender Durchfall mit Austrocknung
- ⚠Starke Übelkeit und Erbrechen
Häufige Symptome
- Blähungen
- Bauchschmerzen
- Durchfall
- Übelkeit
- Völlegefühl
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern können zusätzlich Reizbarkeit, Wachstumsverzögerungen oder Hautausschläge auftreten.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Erwachsenen können die Symptome durch eine verminderte Produktion des Enzyms Laktase verstärkt werden.
Ursachen
Hauptursachen
- Die häufigste Ursache ist ein Mangel des Enzyms Laktase, das im Dünndarm für die Spaltung von Laktose zuständig ist.
- Dieser Mangel kann angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln.
Risikofaktoren
- Zunehmendes Alter
- Erkrankungen des Dünndarms wie Zöliakie oder Morbus Crohn
- Bestrahlungen oder Operationen im Bauchbereich
- Familiäre Veranlagung
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn die Bauchschmerzen sehr stark sind oder von Fieber, Erbrechen oder Durchfall begleitet werden.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie wiederholt nach dem Verzehr von Milchprodukten Beschwerden haben.
- Wenn Sie eine Laktoseintoleranz vermuten.
Diagnose
Der Arzt oder die Ärztin wird zunächst ein Gespräch mit Ihnen führen und Ihre Symptome erfragen. Anschließend können Tests durchgeführt werden.
Mögliche Untersuchungen
- Wasserstoff-Atemtest (H2-Atemtest): Sie trinken eine Laktoselösung, und dann wird der Wasserstoffgehalt in Ihrer Atemluft gemessen.
- Blutzuckertest: Nach dem Trinken der Laktoselösung werden Blutzuckerwerte gemessen.
- Genetischer Test: In manchen Fällen wird eine Blutprobe auf bestimmte Gene untersucht.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Tests sind in der Regel schmerzfrei und dauern etwa 2 bis 3 Stunden. Sie sollten vor dem Test mindestens 8 Stunden nüchtern sein.
Behandlung
Die Behandlung der Laktoseintoleranz besteht hauptsächlich darin, die Aufnahme von Laktose zu reduzieren. Das bedeutet nicht, dass Sie vollständig auf Milchprodukte verzichten müssen. Viele Menschen vertragen kleine Mengen gut.
Selbsthilfe zu Hause
- Führen Sie ein Ernährungstagebuch, um herauszufinden, welche Mengen Sie vertragen.
- Wählen Sie laktosereduzierte oder laktosefreie Produkte.
- Probieren Sie fermentierte Milchprodukte wie Joghurt oder Käse, die oft besser vertragen werden.
Medizinische Behandlungen
Es gibt Enzympräparate (Laktase-Tabletten), die Sie vor dem Essen mit Laktose einnehmen können. Diese helfen, die Laktose zu verdauen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach geeigneten Produkten. Medikamente ersetzen jedoch keine Ernährungsanpassung.
Leben mit der Erkrankung
Mit einer angepassten Ernährung können Sie die Beschwerden meist gut vermeiden. Achten Sie auf versteckte Laktose in Fertigprodukten, Brot, Wurst oder Süßigkeiten.
Tipps für den Alltag
- Lesen Sie Lebensmittelverpackungen genau.
- Informieren Sie sich über laktosefreie Alternativen.
- Planen Sie Mahlzeiten, wenn Sie auswärts essen.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung ohne Milchprodukte ist möglich. Achten Sie auf ausreichend Kalzium und Vitamin D. Gute Kalziumquellen sind grünes Gemüse, Nüsse, kalziumreiches Mineralwasser und laktosefreie Milchprodukte. Bewegung an der frischen Luft fördert die Vitamin-D-Bildung.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Diagnose kann anfangs belastend sein, vor allem wenn Sie gerne Milchprodukte essen. Mit der Zeit gewöhnen Sie sich jedoch an die Umstellung. Eine positive Einstellung und Unterstützung durch Familie und Freunde helfen.
Vorbeugung
Laktoseintoleranz lässt sich nicht verhindern, da sie meist genetisch bedingt ist. Sie können jedoch durch eine bewusste Ernährung Beschwerden vermeiden.
Komplikationen
Unbehandelt
- Mangelernährung, insbesondere Kalzium- und Vitamin-D-Mangel
- Knochenschwund (Osteoporose) bei langfristigem Verzicht auf Milchprodukte ohne ausreichenden Ersatz
- Verschlechterung der Lebensqualität durch anhaltende Beschwerden
Langzeitprognose
Mit einer angepassten Ernährung und gegebenenfalls der Verwendung von Laktase-Präparaten können die meisten Menschen mit Laktoseintoleranz ein beschwerdefreies Leben führen. Wichtig ist, auf eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen zu achten.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2026
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