Osteoarthritis living in teenagers
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Arthrose (auch Gelenkverschleiß genannt) ist eine Erkrankung, bei der der Knorpel in den Gelenken dünner wird und sich abnutzt. Der Knorpel ist die glatte Schicht, die die Knochenenden schützt und für reibungslose Bewegungen sorgt. Wenn er beschädigt ist, können die Knochen aneinander reiben, was Schmerzen, Steifheit und Schwellungen verursacht. Bei Teenagern ist Arthrose sehr selten und tritt meist nur nach einer Verletzung oder bei angeborenen Gelenkproblemen auf.
Wichtige Fakten
- Arthrose bei Teenagern ist sehr selten – sie betrifft vor allem ältere Menschen.
- Die häufigste Ursache bei Jugendlichen ist eine frühere Gelenkverletzung, zum Beispiel durch Sport oder einen Unfall.
- Eine frühzeitige Behandlung hilft, die Beschwerden zu lindern und das Gelenk zu schonen.
Nein, Arthrose ist bei Teenagern ungewöhnlich. Sie kommt viel häufiger bei Menschen über 50 Jahren vor. Bei jungen Menschen spricht man oft von einer sekundären Arthrose, die durch andere Grunderkrankungen oder Verletzungen ausgelöst wird.
Arthrose in der Jugend betrifft vor allem Teenager, die früher eine schwere Gelenkverletzung hatten (zum Beispiel am Knie oder Sprunggelenk), die mit angeborenen Fehlstellungen der Gelenke geboren wurden oder die stark übergewichtig sind. Auch Jugendliche, die intensiv Leistungssport mit hoher Gelenkbelastung treiben, haben ein leicht erhöhtes Risiko.
Symptome
- Das Gelenk ist plötzlich sehr stark geschwollen und heiß, ohne dass Sie eine Verletzung hatten.
- Sie können das Gelenk gar nicht mehr bewegen oder es gibt ein Knacken mit starkem Schmerz.
- Nach einem Unfall oder Sturz mit Gelenkschmerzen und deutlicher Fehlstellung.
- ⚠Die Gelenkschmerzen werden immer schlimmer und lassen sich auch mit Ruhe nicht bessern.
- ⚠Das Gelenk ist über Tage hinweg geschwollen und warm.
- ⚠Sie haben Fieber zusammen mit Gelenkschmerzen – das kann auf eine Infektion hinweisen.
Häufige Symptome
- Schmerzen im betroffenen Gelenk, vor allem nach Belastung oder am Ende des Tages
- Steifheit, besonders morgens oder nach längerem Sitzen
- Schwellung des Gelenks
- Eingeschränkte Beweglichkeit, zum Beispiel das Knie nicht vollständig strecken können
- Ein knirschendes oder knackendes Gefühl bei Bewegung
Symptome bei Kindern
- Schmerzen im Knie, in der Hüfte oder im Sprunggelenk, die nach dem Sport schlimmer werden
- Schwierigkeiten bei Aktivitäten, die früher leicht fielen, wie Laufen, Treppensteigen oder Ballsport
- Gelenke, die sich warm anfühlen oder geschwollen aussehen
- Vermeiden von Bewegung oder Sport wegen Schmerzen
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Menschen entwickelt sich Arthrose meist schleichend über Jahre hinweg ohne eine bestimmte Verletzung.
- Die Schmerzen sind oft in mehreren Gelenken gleichzeitig und können auch in Ruhe auftreten.
- Die Steifheit hält bei Erwachsenen oft länger an und bessert sich nach Bewegung.
Ursachen
Hauptursachen
- Eine frühere Verletzung des Gelenks, wie ein Bänderriss, eine Knochenfraktur oder eine Kniescheibenverrenkung.
- Angeborene Fehlstellungen, zum Beispiel X- oder O-Beine, die die Belastung auf das Gelenk ungleich verteilen.
- Erkrankungen, die den Knorpel direkt schädigen, wie entzündliche Gelenkerkrankungen in der Kindheit.
- Starkes Übergewicht, das zu einer erhöhten Druckbelastung auf die Gelenke führt.
Risikofaktoren
- Leistungssport mit hohen Gelenkbelastungen (z. B. Fußball, Handball, Leichtathletik)
- Mehrfache Verletzungen desselben Gelenks
- Übergewicht
- Angeborene Gelenkfehlstellungen
- Eine familiäre Vorbelastung für Arthrose
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlicher, starker Schwellung eines Gelenks ohne klaren Grund.
- Wenn das Gelenk nach einem Sturz oder Unfall unnatürlich geformt ist oder Sie es nicht belasten können.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Gelenkschmerzen länger als zwei Wochen anhalten, auch wenn sie sich mal bessern.
- Wenn Sie Ihren Alltag nicht mehr wie gewohnt ausüben können, z. B. in der Schule oder beim Sport.
- Wenn Sie ein Knacken oder Reiben im Gelenk bemerken, das mit Beschwerden verbunden ist.
Diagnose
Der Arzt oder die Ärztin wird zuerst mit Ihnen über Ihre Beschwerden, Verletzungen und Ihren Alltag sprechen. Danach wird das Gelenk untersucht: ob es geschwollen, warm oder beweglich ist. Mit bestimmten Bewegungstests kann die Funktion geprüft werden.
Mögliche Untersuchungen
- Röntgenaufnahmen des betroffenen Gelenks – damit kann man den Gelenkspalt und mögliche Knochenveränderungen sehen.
- Magnetresonanztomographie (MRT) – diese gibt ein genaues Bild vom Knorpel und anderen Weichteilen. Sie wird eingesetzt, wenn der Verdacht auf Knorpelschäden besteht.
- Blutuntersuchungen – manchmal um andere Erkrankungen wie entzündliche Rheumaformen auszuschließen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Der Arzt oder die Ärztin wird mit Ihnen besprechen, ob eine Arthrose vorliegt oder ob die Schmerzen eine andere Ursache haben, wie Wachstumsschmerzen oder Überlastung. Sie erhalten dann eine klare Erklärung und Empfehlungen für das weitere Vorgehen.
Behandlung
Die Behandlung einer Arthrose bei Teenagern zielt darauf ab, die Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten und ein Fortschreiten der Gelenkabnutzung zu verlangsamen. Meist kommen konservative (nicht-operative) Methoden zum Einsatz. Eine Operation ist nur in sehr seltenen und schweren Fällen nötig.
Selbsthilfe zu Hause
- Das Gelenk bei akuten Schmerzen schonen, aber nicht völlig ruhigstellen – sanfte Bewegung ist wichtig.
- Kühlen bei akuten Schwellungen, Wärme bei Muskelverspannungen.
- Gelenkschonende Sportarten ausüben, wie Schwimmen, Radfahren oder Nordic Walking.
- Auf ein gesundes Körpergewicht achten, um die Gelenke zu entlasten.
- Dehn- und Kräftigungsübungen für die Muskulatur um das Gelenk herum.
Medizinische Behandlungen
Medikamente können eingesetzt werden, um Schmerzen und Entzündungen zu lindern. Dazu gehören schmerzlindernde und entzündungshemmende Mittel, die als Tabletten oder als Salbe auf die Haut aufgetragen werden. Physiotherapie hilft, die Muskulatur zu stärken und die Beweglichkeit zu verbessern. In manchen Fällen werden spezielle Einlagen oder Bandagen verordnet, um das Gelenk zu entlasten. Die genaue Behandlung wird immer individuell mit dem Arzt abgestimmt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kommt nur in Betracht, wenn alle anderen Behandlungen ausgeschöpft sind und die Beschwerden das tägliche Leben stark einschränken. Bei Teenagern wird ein Gelenkersatz oder korrigierende Eingriffe am Knochen sehr selten durchgeführt. Stattdessen versucht man, das Gelenk so lange wie möglich zu erhalten.
Leben mit der Erkrankung
Mit Arthrose in der Jugend kann man gut leben, wenn man das Gelenk nicht überfordert. Es ist wichtig, auf die Signale des Körpers zu hören – bei Schmerzen eine Pause einlegen. Im Alltag können kleine Anpassungen helfen, wie bequeme Schuhe zu tragen, Treppen langsam zu gehen oder das Gewicht gleichmäßig zu verteilen.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige Bewegung mit gelenkschonenden Aktivitäten, wie Schwimmen oder Yoga.
- Vermeiden von Sportarten mit abrupten Stopps und Sprüngen (z. B. Basketball, Fußball), wenn das Gelenk schmerzt.
- Ausreichend Schlaf, um die Gelenke zu regenerieren.
- Bei Übergewicht: eine ausgewogene Ernährung, um die Gelenke zu entlasten.
Ernährung und Bewegung
Eine gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und ungesättigten Fettsäuren kann entzündungshemmend wirken. Vitamin D und Calcium sind wichtig für die Knochengesundheit, aber fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel benötigen. Bei Bewegung gilt: hören Sie auf Ihren Körper – sanftes Ausdauertraining und Kräftigungsübungen sind am besten.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Chronische Schmerzen können belastend sein und zu Frustration oder Niedergeschlagenheit führen. Es ist völlig normal, sich manchmal traurig oder ärgerlich zu fühlen. Sprechen Sie mit Ihren Eltern, Freunden oder einem Schulpsychologen darüber. Wenn die Gedanken an Ihre Gesundheit Sie sehr belasten, suchen Sie professionelle Hilfe.
Vorbeugung
Eine direkte Vorbeugung von Arthrose ist nicht immer möglich, da sie oft durch Verletzungen oder angeborene Faktoren entsteht. Aber Sie können das Risiko senken: Schützen Sie Ihre Gelenke beim Sport (Aufwärmen, gutes Schuhwerk), vermeiden Sie Übergewicht und stärken Sie die Muskulatur rund um die Gelenke. Wenn Sie bereits eine Gelenkverletzung hatten, nehmen Sie die Reha ernst.
Impfungen
Es gibt keine Impfung gegen Arthrose. Impfungen gegen andere Krankheiten sind aber allgemein wichtig, um Gelenkentzündungen durch Infektionen zu vermeiden – fragen Sie Ihren Kinder- und Jugendarzt.
Früherkennungsprogramme
Ein spezielles Screening für Arthrose bei Jugendlichen gibt es nicht. Bei angeborenen Gelenkfehlstellungen oder nach schweren Verletzungen wird Ihr Arzt regelmäßig die Gelenkfunktion kontrollieren, um einen Verschleiß früh zu erkennen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Zunehmende Schmerzen, die auch in Ruhe auftreten.
- Fortschreitende Zerstörung des Knorpels und dauerhafte Bewegungseinschränkung.
- Muskelschwäche durch Schonhaltung, die das Gelenk weiter destabilisiert.
- Im schlimmsten Fall – aber sehr selten bei jungen Menschen – eine Gelenkversteifung.
Langzeitprognose
Die meisten Teenager mit Arthrose können dank moderner Behandlung ein aktives, erfülltes Leben führen. Mit den richtigen Maßnahmen wie Physiotherapie, angepasster Bewegung und Gewichtskontrolle lassen sich die Beschwerden oft gut in den Griff bekommen. Wichtig ist, sich nicht entmutigen zu lassen und das Gelenk zu pflegen. Die Forschung macht stetig Fortschritte, sodass auch langfristig die Lebensqualität erhalten bleibt.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V. ↗ · Deutschland
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.