Osteoporosis living in teenagers
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Osteoporose ist eine Erkrankung, bei der die Knochen an Dichte verlieren und brüchig werden. Bei Jugendlichen kommt sie sehr selten vor und ist meist die Folge einer anderen Grunderkrankung oder bestimmter Medikamente.
Wichtige Fakten
- Osteoporose bei Jugendlichen ist sehr selten.
- Sie tritt oft als sekundäre Folge einer anderen Erkrankung auf (z.B. Zöliakie, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen).
- Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung der Ursache kann die Knochengesundheit verbessern.
Nein, Osteoporose ist bei Jugendlichen ausgesprochen selten. Die meisten Fälle sind auf eine Grunderkrankung oder Behandlung zurückzuführen.
Betroffen sind Jugendliche, die an chronischen Krankheiten leiden (z.B. Rheuma, Essstörungen, Mukoviszidose) oder die längerfristig bestimmte Medikamente einnehmen, vor allem Kortison.
Symptome
- Verdacht auf einen Knochenbruch nach einem Sturz oder Unfall.
- Plötzliche, starke Rückenschmerzen, die auf einen Wirbelbruch hindeuten.
- Taubheitsgefühl oder Lähmungserscheinungen – sofort den Notruf 112 wählen.
- ⚠Anhaltende Knochenschmerzen ohne erkennbare Ursache.
- ⚠Schwierigkeiten beim Gehen oder Bewegen.
- ⚠Wiederholte Brüche ohne starke Gewalteinwirkung.
Häufige Symptome
- Osteoporose verursacht oft erst dann Symptome, wenn ein Knochenbruch auftritt.
- Rückenschmerzen können auf einen Wirbelbruch hindeuten.
- Verminderte Körpergröße oder eine gekrümmte Haltung sind möglich.
Symptome bei Kindern
- Knochenbrüche ohne starke Gewalteinwirkung (z.B. nach einem leichten Sturz).
- Schmerzen im Rücken oder in den Knochen, die nicht nachlassen.
- Wachstumsverzögerung oder Kleinwuchs.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Dieser Abschnitt bezieht sich nicht auf Jugendliche. Bei älteren Erwachsenen kann Osteoporose allerdings zu Brüchen an Hüfte, Wirbelsäule und Handgelenk führen.
Ursachen
Hauptursachen
- Bei Jugendlichen ist die häufigste Ursache eine andere Erkrankung (sekundäre Osteoporose), z.B. Zöliakie, Morbus Crohn, Nierenerkrankungen oder Essstörungen wie Anorexia nervosa.
- Langfristige Einnahme von Kortisonpräparaten (Glukokortikoiden) kann die Knochen schwächen.
- Selten liegt eine genetische Störung zugrunde, wie bei der Osteogenesis imperfecta (Glasknochenkrankheit).
Risikofaktoren
- Chronische Darmerkrankungen, Nierenerkrankungen oder Rheuma.
- Essstörungen mit Untergewicht und Nährstoffmangel.
- Bewegungsmangel oder Bettlägerigkeit über längere Zeit.
- Mangel an Kalzium und Vitamin D in der Ernährung.
- Rauchen oder übermäßiger Alkoholkonsum (im Jugendalter selten, aber schädlich).
- Familienanamnese: Osteoporose bei Eltern oder Geschwistern.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Nach einem Knochenbruch, der ohne große Gewalt entstanden ist.
- Bei plötzlichen, starken Rückenschmerzen oder Bewegungsunfähigkeit.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie bei Ihrem Kind eine Verzögerung des Wachstums oder wiederholte Knochenbrüche bemerken.
- Bei bestehender Grunderkrankung, die das Knochenrisiko erhöht (z.B. Rheuma oder Zöliakie).
- Falls das Kind untergewichtig ist oder eine Essstörung hat.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch eine Kombination aus Anamnese (Fragen zu Beschwerden und Risikofaktoren), körperlicher Untersuchung und speziellen Messungen der Knochendichte.
Mögliche Untersuchungen
- Knochendichtemessung (Dual-Röntgen-Absorptiometrie, DXA): Ein schmerzfreier Test, der die Knochendichte misst. Bei Kindern und Jugendlichen gibt es spezielle alters- und geschlechtsspezifische Referenzwerte.
- Blutuntersuchungen: Um Kalzium, Vitamin D, Nieren- und Leberwerte sowie Hinweise auf Grunderkrankungen zu prüfen.
- Röntgenaufnahmen: Bei Verdacht auf Wirbelbrüche.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind in der Regel schmerzfrei und dauern nur kurz. Ihr Kind wird vor der Knochendichtemessung gebeten, still zu liegen. Der Arzt oder die Ärztin wird ausführlich mit Ihnen und Ihrem Kind über die Ergebnisse und mögliche nächste Schritte sprechen.
Behandlung
Bei Jugendlichen steht die Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung im Vordergrund. Zusätzlich können Maßnahmen zur Stärkung der Knochen helfen.
Selbsthilfe zu Hause
- Ausreichende Zufuhr von Kalzium (z.B. aus Milchprodukten, grünem Gemüse, Mineralwasser) und Vitamin D (durch Sonnenlicht oder nach ärztlicher Empfehlung).
- Regelmäßige körperliche Aktivität, vor allem Gewichtsbelastung (z.B. Laufen, Springen, Tanzen).
- Vermeidung von Rauchen und Alkohol.
- Sturzprophylaxe: Sicheres Schuhwerk, Ordnung im Haushalt, bei Sehschwierigkeiten zum Augenarzt gehen.
Medizinische Behandlungen
In manchen Fällen können Ärzte Medikamente verschreiben, die den Knochenaufbau fördern oder den Knochenabbau bremsen – zum Beispiel Bisphosphonate (Medikamente, die die Knochenfestigkeit erhöhen). Die Behandlung wird immer individuell abgestimmt und engmaschig kontrolliert. Bitte fragen Sie Ihren Arzt nach den für Ihr Kind geeigneten Optionen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist in der Regel nicht nötig. Sie kann nur bei bestimmten Brüchen (z.B. stabilisierende Eingriffe am Oberschenkel) erforderlich werden, wird aber selten bei Jugendlichen durchgeführt.
Leben mit der Erkrankung
Osteoporose im Jugendalter erfordert eine gute Anpassung des Alltags. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Kalzium und Vitamin D. Regelmäßige Bewegung – aber ohne Risiko für Stürze – ist sehr wichtig. Ihr Kind sollte auch in der Schule oder beim Sport auf eine gute Haltung achten.
Tipps für den Alltag
- Genügend Zeit an der frischen Luft für die Vitamin-D-Bildung.
- Vermehrte Bewegung: Am besten 30 Minuten pro Tag, z.B. Schwimmen, Radfahren oder Tanzen.
- Verzicht auf Rauchen und Alkohol.
- Achten Sie auf ein gesundes Körpergewicht – weder Untergewicht noch starkes Übergewicht belastet die Knochen.
Ernährung und Bewegung
Eine knochenfreundliche Ernährung enthält viel Kalzium (Milch, Joghurt, Käse, Brokkoli, Mandeln) und Vitamin D (fetter Fisch, Eier, angereicherte Lebensmittel). Bei Bedarf kann der Arzt Ergänzungsmittel empfehlen. Bewegung mit Gewichtsbelastung – wie Laufen, Springen, Walken – ist der beste Trainingsreiz für die Knochen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Diagnose kann bei Jugendlichen Ängste auslösen oder das Selbstbild beeinträchtigen. Es ist wichtig, offen über die Erkrankung zu sprechen und das Kind zu unterstützen. Bei anhaltender Niedergeschlagenheit oder sozialem Rückzug kann eine psychologische Beratung helfen. In akuten Krisen können Sie die Telefonseelsorge (kostenlos, rund um die Uhr) unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 anrufen.
Vorbeugung
Eine primäre Osteoporose bei Jugendlichen ist meist nicht verhinderbar, da sie durch eine zugrunde liegende Erkrankung ausgelöst wird. Allerdings können Sie mit einer gesunden Lebensweise (ausgewogene Ernährung, viel Bewegung, kein Rauchen) die Knochengesundheit fördern und Brüchen vorbeugen.
Impfungen
Es gibt keine Impfung gegen Osteoporose.
Früherkennungsprogramme
Ein allgemeines Screening auf Osteoporose bei Jugendlichen wird nicht empfohlen. Bei Risikogruppen (z.B. Kinder mit chronischen Erkrankungen oder Langzeit-Kortison-Therapie) kann eine Knochendichtemessung sinnvoll sein. Besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.
Komplikationen
Unbehandelt
- Wiederholte Knochenbrüche, die zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen.
- Wirbelbrüche mit dauerhaften Rückenschmerzen oder einer Verkrümmung der Wirbelsäule.
- Wachstumsstörungen durch Brüche in den Wachstumsfugen.
- Psychische Belastung durch Einschränkungen im Alltag.
Langzeitprognose
Wenn die Ursache der Osteoporose erkannt und behandelt wird, ist die Aussicht meist gut. Viele Jugendliche können ihre Knochendichte verbessern, vor allem wenn sie sich gesund ernähren und bewegen. Auch mit einer chronischen Grunderkrankung lässt sich die Knochengesundheit durch eine gute Behandlung und Begleitung oft stabilisieren. Es gibt also Grund zur Hoffnung – eine enge Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt ist der Schlüssel.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2026
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