PCOS living day to day in older adults
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom) ist eine hormonelle Störung, die den Eisprung und die Fruchtbarkeit beeinflusst. Auch nach den Wechseljahren kann es noch Auswirkungen auf den Stoffwechsel haben.
Wichtige Fakten
- PCOS betrifft etwa 5 bis 15 von 100 Frauen im gebärfähigen Alter.
- Die Symptome können sich nach den Wechseljahren verändern, aber die Erkrankung bleibt ein Leben lang bestehen.
- Eine gesunde Lebensweise hilft, die Langzeitrisiken wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken.
Ja, PCOS gehört zu den häufigsten hormonellen Störungen bei Frauen. Auch wenn es oft mit jüngeren Jahren in Verbindung gebracht wird, leben viele Frauen auch im höheren Alter damit.
PCOS betrifft vor allem Frauen im gebärfähigen Alter. Die Erkrankung verschwindet nach den Wechseljahren nicht, sondern verändert sich: Die Menstruation hört auf, aber Stoffwechselprobleme und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben bestehen.
Symptome
- Sehr starke, plötzliche Unterleibsschmerzen, die nicht nachlassen
- Starke, unkontrollierbare Blutungen (auch nach den Wechseljahren)
- ⚠Anhaltende, unklare Blutungen nach den Wechseljahren
- ⚠Neu auftretende, starke Schmerzen im Bauch- oder Brustbereich
- ⚠Zeichen einer schweren Depression oder Gedanken an Selbstverletzung
Häufige Symptome
- unregelmäßige oder ausbleibende Monatsblutungen
- vermehrte männliche Hormone (Androgene)
- vermehrter Haarwuchs im Gesicht oder an anderen Stellen
- Akne oder fettige Haut
- Gewichtszunahme oder Schwierigkeiten, Gewicht zu verlieren
Symptome bei Kindern
- Bereits in der Pubertät können unregelmäßige Monatsblutungen auftreten.
- Starkes Übergewicht (Adipositas) kann ein frühes Zeichen sein.
- Vermehrte Körperbehaarung und Akne kommen schon bei Jugendlichen vor.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Nach den Wechseljahren bleiben oft ein erhöhter Blutzucker (Insulinresistenz) und ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestehen.
- Das Haarwachstum kann nachlassen, aber auch andere Hautveränderungen wie dunkle, samtige Stellen (Akanthose) können sichtbar sein.
- Die Stimmung kann durch hormonelle Schwankungen oder die chronische Belastung beeinträchtigt sein.
Ursachen
Hauptursachen
- Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Eine familiäre Veranlagung (Gene) spielt eine wichtige Rolle.
- Eine Insulinresistenz, bei der die Zellen nicht mehr richtig auf das Hormon Insulin reagieren, ist sehr häufig.
Risikofaktoren
- Übergewicht oder Adipositas
- Familiäre Vorbelastung (Mutter oder Schwester mit PCOS)
- Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung
- Bestimmte Stoffwechselerkrankungen, wie Typ-2-Diabetes
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Starke, plötzliche Schmerzen im Unterleib oder im Beckenbereich
- Sehr starke Blutungen, die mehrere Tage anhalten oder die Sie in Ihrem Alltag einschränken
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie unregelmäßige Blutungen haben oder die Regel ganz ausbleibt
- Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihr Gewicht zu halten, oder unerwünscht viel Körperbehaarung bemerken
- Zur regelmäßigen Kontrolle Ihres Blutzuckers und Ihres Herz-Kreislauf-Risikos
- Wenn Sie sich durch die Symptome belastet fühlen oder Ihre Stimmung stark schwankt
Diagnose
Die Diagnose stellt eine Ärztin oder ein Arzt – meist eine Frauenärztin oder ein Endokrinologe. Sie stützt sich auf Ihre Krankengeschichte, körperliche Untersuchung und bestimmte Laborwerte.
Mögliche Untersuchungen
- Blutuntersuchung: Bestimmung der Hormone (z. B. Testosteron, LH/FSH) und des Blutzuckers
- Ultraschall (Sonographie) der Eierstöcke: um vergrößerte Eierstöcke mit vielen kleinen Follikeln zu erkennen
- Ein oraler Glukosetoleranztest (zuckerhaltiges Getränk, dann Blutzuckermessung) – zur Prüfung einer Insulinresistenz oder eines beginnenden Diabetes
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind in der Regel schmerzfrei und dauern etwa eine Stunde. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird die Ergebnisse mit Ihnen besprechen und gemeinsam mit Ihnen einen Behandlungsplan entwickeln.
Behandlung
Die Behandlung von PCOS zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und das Risiko für Langzeitfolgen zu senken. Sie besteht meist aus einer Kombination aus Selbsthilfe, ärztlicher Behandlung und bei Bedarf Psychotherapie.
Selbsthilfe zu Hause
- Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten
- Bewegen Sie sich regelmäßig – mindestens 30 Minuten pro Tag, z. B. Spazierengehen, Radfahren oder Schwimmen
- Versuchen Sie, Ihr Gewicht im gesunden Bereich zu halten oder überschüssige Kilos langsam zu verlieren
- Sorgen Sie für ausreichend Schlaf und Stressabbau (z. B. durch Entspannungsübungen oder Yoga)
Medizinische Behandlungen
Ärztinnen und Ärzte können verschiedene Medikamente verschreiben, die auf die individuellen Beschwerden abgestimmt sind. Dazu gehören Mittel, die den Hormonhaushalt regulieren oder die Insulinresistenz verbessern. Nach den Wechseljahren steht oft die Behandlung von Stoffwechselproblemen im Vordergrund. Jede medikamentöse Therapie sollte immer mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden.
Wann kommt eine Operation infrage?
Operative Eingriffe sind bei PCOS im höheren Alter selten nötig. In manchen Fällen kann ein kleiner Eingriff an den Eierstöcken (z. B. Ovarian Drilling) erwogen werden, dies wird aber nur in speziellen Situationen und nach sorgfältiger Abwägung durchgeführt.
Leben mit der Erkrankung
PCOS begleitet ein Leben lang, aber mit guten Gewohnheiten können Sie die Symptome meist gut kontrollieren. Planen Sie regelmäßige ärztliche Kontrollen ein, vor allem für Blutzucker, Blutdruck und Cholesterin. Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst und für Dinge, die Ihnen Freude bereiten.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige Bewegung – am besten eine Mischung aus Ausdauer- und Krafttraining
- Gesunde, vollwertige Ernährung mit wenig Zucker und Weißmehlprodukten
- Gewichtsmanagement – auch kleine Erfolge helfen
- Rauchen vermeiden und Alkohol nur in Maßen genießen
- Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt und Hausarzt
Ernährung und Bewegung
Eine Ernährung mit einem niedrigen glykämischen Index (wenig Zucker, viele Ballaststoffe) kann helfen, den Blutzucker stabil zu halten. Kombinieren Sie das mit regelmäßiger Bewegung – das verbessert die Insulinempfindlichkeit und das allgemeine Wohlbefinden.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
PCOS kann das Selbstwertgefühl und die Stimmung belasten – zum Beispiel durch Gewichtszunahme, Haarwuchs oder Sorgen um die Gesundheit. Es ist völlig normal, sich manchmal überfordert zu fühlen. Suchen Sie sich bei Bedarf Unterstützung – ein offenes Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt kann der erste Schritt sein. Bei akuten psychischen Krisen wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge (0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222) oder rufen Sie bei einem Notfall die 112.
Vorbeugung
PCOS lässt sich nicht verhindern, da die Veranlagung angeboren ist. Durch einen gesunden Lebensstil können Sie jedoch das Auftreten von Symptomen und Begleiterkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Problemen deutlich hinauszögern oder abschwächen.
Früherkennungsprogramme
Regelmäßige Kontrollen Ihres Blutzuckers, Blutdrucks und Ihrer Blutfette sind sinnvoll, um frühzeitig auf Stoffwechselstörungen reagieren zu können. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, in welchen Abständen diese Untersuchungen für Sie empfohlen werden.
Komplikationen
Unbehandelt
- Erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes
- Erhöhtes Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Möglicherweise ein leicht erhöhtes Risiko für Gebärmutterschleimhautkrebs (aufgrund von unregelmäßigen Blutungen, die nicht behandelt werden)
- Psychische Belastungen wie Angststörungen oder Depressionen
Langzeitprognose
Mit einer guten medizinischen Begleitung und einem gesunden Lebensstil können die meisten Frauen mit PCOS ein langes, gesundes und erfülltes Leben führen. Die Erkrankung erfordert Aufmerksamkeit, aber sie ist gut behandelbar. Lassen Sie sich nicht entmutigen – Sie können viel für Ihre Gesundheit tun. Falls Sie sich unsicher fühlen, holen Sie sich ärztlichen Rat.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 21. Juli 2026
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