Leben mit Plantarfasziitis bei Säuglingen
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Plantarfasziitis ist eine schmerzhafte Entzündung der Plantarfaszie – das ist eine dicke, sehnenähnliche Gewebeschicht an der Fußsohle. Sie verbindet die Ferse mit den Zehen und stützt das Fußgewölbe. Bei Säuglingen und Kleinkindern kommt diese Erkrankung nur sehr selten vor. Meist tritt sie bei Erwachsenen auf.
Wichtige Fakten
- Die Plantarfasziitis ist eine häufige Ursache für Fersenschmerzen bei Erwachsenen, besonders bei Läufern und Menschen, die viel stehen.
- Bei Säuglingen und Kindern ist die Erkrankung extrem selten. Fußschmerzen in diesem Alter haben meist andere Ursachen.
- Die gute Nachricht: In den meisten Fällen heilt die Plantarfasziitis mit konservativen Maßnahmen wie Ruhe, Dehnung und angepasstem Schuhwerk aus.
Nein, Plantarfasziitis ist bei Säuglingen und Kleinkindern sehr selten. Sie tritt hauptsächlich bei Erwachsenen zwischen 40 und 60 Jahren auf.
Betroffen sind meist Erwachsene, aber auch sportlich aktive Jugendliche. Bei Säuglingen tritt die Erkrankung praktisch nicht auf. Sollte ein Kind Fersenschmerzen haben, steckt fast immer etwas anderes dahinter, etwa ein Wachstumsschub oder eine Fußfehlstellung.
Symptome
- Plötzliche starke Schmerzen im Fuß oder in der Ferse ohne erkennbare Ursache
- Unfähigkeit, den Fuß zu bewegen oder darauf zu stehen
- Fuß sieht verfärbt (blau/weiß) oder fühlt sich taub an
- ⚠Starke Schwellung oder Rötung rund um die Ferse
- ⚠Fieber zusammen mit Fußschmerzen
- ⚠Schmerzen, die das Laufen unmöglich machen
Häufige Symptome
- Stechender Schmerz an der Ferse, besonders morgens bei den ersten Schritten
- Schmerz, der nachlässt, wenn man sich bewegt, aber nach längerem Sitzen oder Stehen wiederkehrt
- Schmerzen, wenn man die Zehen nach oben zieht
Symptome bei Kindern
- Schmerzen beim Auftreten, die das Kind zum Humpeln bringen
- Klagen über Schmerzen in der Ferse oder der Fußsohle
- Schwierigkeiten beim Barfußlaufen oder beim Tragen von Schuhen
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Chronische Fersenschmerzen, die den Alltag einschränken
- Schmerzen, die bis ins Sprunggelenk ausstrahlen können
- Steifheit und Schwellung an der Ferse
Ursachen
Hauptursachen
- Überlastung der Plantarfaszie durch langes Gehen, Laufen oder Stehen
- Zu enge oder schlecht gedämpfte Schuhe
- Verkürzte Wadenmuskulatur oder Achillessehne
Risikofaktoren
- Alter: Die Erkrankung tritt häufiger bei Erwachsenen auf
- Übergewicht: Mehr Belastung für die Füße
- Bestimmte Sportarten mit viel Laufen oder Springen
- Fußfehlstellungen wie Plattfüße oder Hohlfüße
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Kind humpelt länger als eine Woche
- Fuß schwillt an oder wird warm
- Kind verweigert das Laufen oder Gehen
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Fersenschmerzen halten länger als zwei Wochen an
- Morgendliche Schmerzen bessern sich nicht nach einigen Wochen
- Schmerzen beeinträchtigen den Alltag oder den Sport
Diagnose
Der Arzt stellt die Diagnose meist durch ein Gespräch über die Symptome (Anamnese) und eine körperliche Untersuchung. Dabei tastet er die Fußsohle ab und prüft die Beweglichkeit.
Mögliche Untersuchungen
- Drucktest: Der Arzt drückt auf die schmerzhafte Stelle an der Ferse
- Ultraschall: Kann die verdickte Plantarfaszie sichtbar machen
- Röntgen: Wird eingesetzt, um andere Ursachen wie Knochensporne auszuschließen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist in der Regel schmerzfrei. Der Arzt wird Sie bitten, einige Übungen mit dem Fuß zu machen. Manchmal ist eine Überweisung zum Orthopäden nötig.
Behandlung
Die Behandlung der Plantarfasziitis zielt darauf ab, die Entzündung zu lindern und die Belastung der Fußsohle zu verringern. In den meisten Fällen reichen konservative Maßnahmen aus.
Selbsthilfe zu Hause
- Ruhen Sie den Fuß und vermeiden Sie Aktivitäten, die Schmerzen auslösen
- Kühlen Sie die schmerzende Stelle mehrmals täglich für 10–15 Minuten
- Dehnen Sie sanft die Wade und die Fußsohle
- Tragen Sie gut gedämpfte, gut sitzende Schuhe
- Massieren Sie die Fußsohle mit einem Tennisball oder einer Faszienrolle
Medizinische Behandlungen
Wenn die Selbsthilfe nicht ausreicht, kann der Arzt physikalische Therapie (z. B. Dehnübungen, Ultraschall) oder eine vorübergehende Ruhigstellung mit einer Nacht-Lagerungsschiene empfehlen. In hartnäckigen Fällen werden Verfahren wie Stoßwellentherapie oder Kortison-Injektionen angewendet. Operative Eingriffe sind selten notwendig.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kommt nur dann in Frage, wenn alle anderen Behandlungen über Monate erfolglos geblieben sind. Dabei wird ein Teil der Plantarfaszie durchtrennt, um die Spannung zu verringern.
Leben mit der Erkrankung
Im Alltag können Sie die Beschwerden durch angepasstes Schuhwerk und regelmäßiges Dehnen lindern. Vermeiden Sie langes Gehen auf harten Böden oder Barfußlaufen auf Fliesen.
Tipps für den Alltag
- Wechseln Sie zu Schuhen mit guter Dämpfung und Fußgewölbestütze
- Vermeiden Sie Übergewicht durch eine ausgewogene Ernährung
- Bauen Sie Pausen in lange Steh- oder Gehphasen ein
Ernährung und Bewegung
Eine entzündungshemmende Ernährung (z. B. mit viel Obst, Gemüse und Omega-3-Fettsäuren) kann unterstützen. Geeignete Sportarten sind Schwimmen, Radfahren oder Krafttraining, die den Fuß nicht belasten.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Chronische Schmerzen können belastend sein und zu Frustration oder Angst vor Bewegung führen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn die Schmerzen Sie seelisch belasten.
Vorbeugung
Ja, Sie können das Risiko für Plantarfasziitis senken: Tragen Sie gut sitzende, gedämpfte Schuhe, dehnen Sie regelmäßig Ihre Waden und Fußmuskeln, und steigern Sie die Trainingsbelastung langsam.
Impfungen
entfällt
Früherkennungsprogramme
entfällt
Komplikationen
Unbehandelt
- Chronische Schmerzen, die den Alltag beeinträchtigen
- Verspannungen in Wade, Knie oder Hüfte durch Schonhaltung
- Entwicklung von Fersensporn (Knochenauswuchs an der Ferse)
Langzeitprognose
Bei rechtzeitiger Behandlung ist die Prognose sehr gut. Die meisten Menschen werden innerhalb von 6 bis 12 Monaten beschwerdefrei. Auch wenn es Geduld braucht: Die Plantarfasziitis heilt in aller Regel von selbst oder mit konservativer Therapie aus.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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