Prostate enlargement living in adults
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Prostatavergrößerung (auch benigne Prostatahyperplasie genannt) ist eine gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse. Sie ist kein Krebs und beeinträchtigt bei vielen Männern das Wasserlassen.
Wichtige Fakten
- Betrifft etwa jeden zweiten Mann über 50 Jahre.
- Kann häufigen Harndrang und schwachen Harnstrahl verursachen.
- Die Erkrankung ist behandelbar und beeinträchtigt die Lebenserwartung nicht.
Ja, sie ist eine der häufigsten Erkrankungen bei älteren Männern. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko.
Hauptsächlich Männer ab etwa 50 Jahren. Sie tritt fast nie bei jüngeren Männern oder Kindern auf.
Symptome
- Sie können plötzlich gar nicht mehr urinieren (akuter Harnverhalt).
- Sie haben starke Schmerzen im Unterbauch oder in der Leistengegend.
- Sie bemerken Blut im Urin (rosarot oder sichtbar rot).
- Rufen Sie sofort den Notruf 112 oder suchen Sie die nächste Notaufnahme auf.
- ⚠Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
- ⚠Fieber oder Schüttelfrost
- ⚠Plötzlicher, sehr starker Harndrang, aber nur wenig Urin kommt
- ⚠Suchen Sie noch am selben Tag Ihren Hausarzt oder einen Urologen auf.
Häufige Symptome
- Häufiger Harndrang, auch nachts
- Schwacher oder unterbrochener Harnstrahl
- Das Gefühl, die Blase nicht vollständig entleeren zu können
- Plötzlicher, starker Harndrang
- Nachtröpfeln nach dem Wasserlassen
Symptome bei Kindern
- Nicht zutreffend – eine Prostatavergrößerung tritt nur bei erwachsenen Männern auf.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Männern sind die Beschwerden oft ausgeprägter, insbesondere nächtliches Wasserlassen und das Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung. Die Stärke der Symptome kann schwanken.
Ursachen
Hauptursachen
- Mit zunehmendem Alter verändert sich der Hormonhaushalt – das männliche Hormon Testosteron wird umgewandelt, was das Wachstum der Prostata anregen kann.
- Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt, aber die altersbedingten hormonellen Veränderungen spielen die Hauptrolle.
Risikofaktoren
- Alter (über 50 Jahre)
- Familiäre Veranlagung (Vater oder Bruder betroffen)
- Übergewicht
- Bewegungsmangel
- Ungesunde Ernährung
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlichem Harnverhalt (können nicht urinieren) – sofort Notruf 112.
- Bei sichtbarem Blut im Urin – umgehend ärztliche Hilfe suchen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie regelmäßig nachts aufwachen müssen, um zu urinieren.
- Wenn der Harnstrahl schwächer wird oder das Wasserlassen Schmerzen bereitet.
- Wenn Sie das Gefühl haben, die Blase nicht vollständig zu entleeren.
Diagnose
Der Arzt wird zunächst nach Ihren Beschwerden fragen und eine körperliche Untersuchung durchführen. Dazu gehört auch die Tastuntersuchung der Prostata (digitale rektale Untersuchung). Diese ist schnell und in der Regel schmerzarm.
Mögliche Untersuchungen
- Urinuntersuchung – um eine Infektion auszuschließen
- Bluttest – Bestimmung des PSA-Werts (Prostata-spezifisches Antigen)
- Ultraschall der Blase und der Prostata – um die Größe zu messen und Restharn zu erkennen
- Uroflowmetrie – Messung der Harnstrahlstärke
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind meist innerhalb von 20–30 Minuten abgeschlossen. Sie müssen dafür nicht nüchtern sein. Ihr Arzt wird die Ergebnisse mit Ihnen besprechen und erklären.
Behandlung
Die Behandlung hängt davon ab, wie stark die Beschwerden sind und wie sehr sie Ihren Alltag beeinträchtigen. Oft helfen bereits Änderungen im Lebensstil und Medikamente. Wenn nötig, gibt es auch operative Verfahren.
Selbsthilfe zu Hause
- Trinken Sie abends weniger, um nächtliches Wasserlassen zu reduzieren.
- Entleeren Sie Ihre Blase immer vollständig – nehmen Sie sich Zeit.
- Gehen Sie bei Harndrang gleich zur Toilette, warten Sie nicht zu lange.
- Vermeiden Sie koffeinhaltige Getränke und Alkohol, da sie die Blase reizen können.
Medizinische Behandlungen
Es gibt verschiedene Medikamente, die die Prostata entspannen oder verkleinern. Welches Mittel für Sie geeignet ist, entscheidet Ihr Arzt. Sie werden in der Regel als Tabletten eingenommen. Auch pflanzliche Präparate können helfen, aber sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn Medikamente nicht ausreichen oder Komplikationen wie wiederholte Harnwegsinfektionen auftreten, kann ein operativer Eingriff infrage kommen. Der häufigste ist die transurethrale Resektion der Prostata (kurz TURP). Dabei wird überschüssiges Gewebe durch die Harnröhre entfernt – ohne äußere Schnitte.
Leben mit der Erkrankung
Planen Sie gegebenenfalls mehr Toilettenpausen ein, wenn Sie unterwegs sind. Viele Männer nutzen spezielle Vorlagen (Inkontinenzprodukte) für den Fall von Tröpfeln. Das Gefühl der Kontrolle zu behalten, hilft – sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt.
Tipps für den Alltag
- Bewegen Sie sich regelmäßig – das fördert die Durchblutung und kann Beschwerden lindern.
- Halten Sie ein gesundes Körpergewicht.
- Trainieren Sie Ihren Beckenboden – das stärkt die Blasenkontrolle.
Ernährung und Bewegung
Eine ballaststoffreiche Ernährung (Vollkorn, Obst, Gemüse) beugt Verstopfung vor, die die Blase zusätzlich belasten kann. Trinken Sie ausreichend (etwa 1,5–2 Liter pro Tag), aber verteilt über den Tag. Vermeiden Sie stark gewürzte Speisen, die die Blase reizen können.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Beschwerden können belasten – Schlafmangel durch nächtlichen Harndrang, Schamgefühle oder Sorge um die Gesundheit sind häufig. Es ist völlig normal, sich manchmal unsicher zu fühlen. Reden Sie mit Ihrem Arzt oder einer Vertrauensperson. Bei ernsthafter psychischer Belastung wenden Sie sich an eine Beratungsstelle oder einen Psychotherapeuten.
Vorbeugung
Eine Prostatavergrößerung lässt sich nicht mit Sicherheit verhindern, aber ein gesunder Lebensstil kann das Risiko senken. Dazu gehören regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und ein normales Körpergewicht.
Impfungen
Nicht zutreffend.
Früherkennungsprogramme
Männern ab 45 Jahren wird empfohlen, jährlich zur Vorsorgeuntersuchung beim Urologen zu gehen – auch ohne Beschwerden. Dabei wird unter anderem die Prostata getastet und der PSA-Wert gemessen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Harnwegsinfektionen durch Restharn in der Blase
- Blasensteine
- Schädigung der Nieren durch Rückstau des Urins
- Akuter Harnverhalt (Notfall)
Langzeitprognose
Mit der richtigen Behandlung lassen sich die Beschwerden meist gut lindern. Die Prostatavergrößerung ist eine gutartige Erkrankung, die die Lebenserwartung nicht verkürzt. Die meisten Männer können ihren Alltag ohne große Einschränkungen fortsetzen.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 21. Juli 2026
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