Psoriasis in pregnancy
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Psoriasis ist eine chronische Hauterkrankung, bei der die Haut rote, schuppige Stellen bildet. Während einer Schwangerschaft kann sich die Psoriasis verändern: Bei manchen Frauen wird sie besser, bei anderen schlechter.
Wichtige Fakten
- Psoriasis ist nicht ansteckend.
- Eine Schwangerschaft kann den Verlauf der Psoriasis beeinflussen.
- Die Behandlung muss während der Schwangerschaft besonders sorgfältig ausgewählt werden.
Psoriasis bei Schwangeren ist nicht sehr häufig, aber auch nicht selten. Etwa 1-3 % der Schwangeren haben Psoriasis.
Es betrifft Frauen im gebärfähigen Alter, die bereits Psoriasis haben. Auch Frauen, die erstmals während der Schwangerschaft Symptome bemerken, können betroffen sein.
Symptome
- Plötzliche Rötung der gesamten Haut mit Fieber (Verdacht auf pustulöse Psoriasis)
- Starke Schmerzen oder Schwellungen der Gelenke
- Verschlechterung des Allgemeinzustands
- ⚠Starker Juckreiz, der den Schlaf stört
- ⚠Sehr ausgedehnte Hautveränderungen, die sich schnell ausbreiten
- ⚠Schmerzen in den Gelenken (Arthritis psoriatica)
Häufige Symptome
- Rote, schuppige Hautstellen (Plaques) an Ellenbogen, Knien, Kopfhaut oder am ganzen Körper.
- Juckreiz
- Trockene, rissige Haut
- Verdickte oder geriffelte Nägel
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern ist Psoriasis meist weniger stark ausgeprägt.
- Oft treten kleine, punktförmige rote Flecken auf (sogenannte Psoriasis guttata).
- Die Symptome können mit der Pubertät zunehmen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Erwachsenen kann die Haut dünner werden, was die Behandlung beeinflusst.
- Hautstellen können dicker sein und länger bestehen bleiben.
- Ältere Menschen haben oft auch andere Erkrankungen, die die Behandlung erschweren.
Ursachen
Hauptursachen
- Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt.
- Eine Kombination aus genetischer Veranlagung und dem Abwehrsystem (Immunsystem) spielt eine Rolle.
- Hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft können die Psoriasis beeinflussen.
Risikofaktoren
- Stress
- Infektionen (z. B. Mandelentzündung)
- Hautverletzungen (z. B. Kratzer, Sonnenbrand)
- Rauchen
- Übergewicht
- Bestimmte Medikamente (z. B. Betablocker, Malaria-Medikamente)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei starkem Juckreiz oder Schmerzen
- Bei schnell zunehmenden Hautveränderungen
- Bei Gelenkschmerzen, die länger als eine Woche anhalten
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie Psoriasis haben und eine Schwangerschaft planen, sprechen Sie mit Ihrem Hautarzt oder Ihrer Hautärztin.
- Bei bekannten Psoriasis in der Schwangerschaft sollten Sie regelmäßig zur Vorsorge gehen.
- Wenn Sie neue Hautveränderungen bemerken, die nicht verschwinden.
Diagnose
Die Diagnose stellt der Arzt oder die Ärztin meist durch eine gründliche Untersuchung der Haut. Da Psoriasis typische Hautstellen zeigt, ist die Diagnose oft einfach.
Mögliche Untersuchungen
- In seltenen Fällen kann eine kleine Hautprobe (Biopsie) entnommen werden, um die Diagnose zu bestätigen.
- Bei Gelenkbeschwerden kann eine Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung sinnvoll sein.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt oder die Ärztin fragt nach Ihren Symptomen, nach der Familienanamnese und nach möglichen Auslösern. Sie sollten alle Medikamente nennen, die Sie einnehmen, auch pflanzliche oder rezeptfreie.
Behandlung
Die Behandlung der Psoriasis in der Schwangerschaft zielt darauf ab, die Haut zu beruhigen, ohne dem ungeborenen Kind zu schaden. Daher werden bevorzugt äußerliche Behandlungen (topische Therapien) eingesetzt.
Selbsthilfe zu Hause
- Täglich eincremen mit rückfettenden, duftstofffreien Cremes oder Salben
- Vermeiden Sie starkes Kratzen
- Kurze lauwarme Bäder mit Badeöl
- Stress vermeiden und für Entspannung sorgen
- Auf Nikotin und Alkohol verzichten
Medizinische Behandlungen
Bei leichter Psoriasis reichen oft äußerliche Mittel wie Kortisonhaltige Cremes oder Salben, die vom Arzt oder der Ärztin verschrieben werden. In der Schwangerschaft werden bestimmte Kortisonpräparate bevorzugt, die weniger in die Blutbahn gelangen. Auch UVB-Lichttherapie kann sicher eingesetzt werden. Nur in schweren Fällen und unter strenger ärztlicher Kontrolle kommen systemische (den ganzen Körper betreffende) Medikamente infrage. Die Auswahl der Behandlung erfolgt immer nach Abwägung von Nutzen und Risiken für Mutter und Kind.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kommt bei Psoriasis in der Schwangerschaft nicht vor.
Leben mit der Erkrankung
Viele Frauen mit Psoriasis haben während der Schwangerschaft keine größeren Einschränkungen. Achten Sie auf eine gute Hautpflege und vermeiden Sie Auslöser. Bei Schüben können Sie sich an Ihren Hautarzt oder Ihre Hautärztin wenden.
Tipps für den Alltag
- Ausreichend Schlaf und Entspannung
- Regelmäßige Bewegung (z. B. Schwimmen, Spazierengehen)
- Hautfreundliche Kleidung aus Baumwolle oder atmungsaktiven Stoffen
- Sonnenschutz, da Sonnenbrand die Psoriasis verschlechtern kann
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten kann das allgemeine Wohlbefinden unterstützen. Es gibt keine spezielle Diät gegen Psoriasis. Bewegung hilft, Stress abzubauen und das Gewicht zu kontrollieren – das kann die Psoriasis positiv beeinflussen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Psoriasis kann das Selbstbewusstsein belasten, besonders während der Schwangerschaft, wenn der Körper sich verändert. Es ist normal, sich manchmal unsicher zu fühlen. Suchen Sie bei Bedarf professionelle Unterstützung – Ihr Frauenarzt oder Ihre Frauenärztin kann Ihnen helfen.
Vorbeugung
Psoriasis lässt sich nicht verhindern, da sie genetisch bedingt ist. Sie können jedoch Auslöser vermeiden, um Schübe zu reduzieren.
Impfungen
Es gibt keine Impfung gegen Psoriasis. Die üblichen Impfungen in der Schwangerschaft (z. B. Grippe, Keuchhusten) sind in Absprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin möglich.
Früherkennungsprogramme
Ein spezielles Screening auf Psoriasis gibt es nicht. Regelmäßige Hautuntersuchungen durch den Hautarzt oder die Hautärztin sind sinnvoll.
Komplikationen
Unbehandelt
- Bei Vernachlässigung kann sich die Psoriasis ausbreiten und die Haut stark entzünden.
- Selten kann es zu einer pustulösen Psoriasis kommen, die auch für das ungeborene Kind gefährlich werden kann.
- Gelenkentzündungen (Psoriasisarthritis) können unbehandelt zu dauerhaften Schäden führen.
Langzeitprognose
Die meisten Schwangerschaften mit Psoriasis verlaufen ohne Komplikationen. Die Psoriasis bessert sich häufig nach der Geburt. Mit einer guten Betreuung durch Hautärztin und Frauenärztin lässt sich die Erkrankung in der Regel gut kontrollieren.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.