Rosacea in older adults
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Rosacea (sprich: ro-sa-ze-a) ist eine häufige Hauterkrankung, die vor allem das Gesicht betrifft. Die Haut wird rot, es können Äderchen sichtbar werden und manchmal entstehen kleine, eitrige Pickelchen. Rosacea ist nicht ansteckend und nicht gefährlich, kann aber das Wohlbefinden beeinträchtigen.
Wichtige Fakten
- Rosacea betrifft meist Erwachsene zwischen 30 und 50 Jahren, kann aber auch im höheren Alter auftreten.
- Die genaue Ursache ist nicht bekannt, aber bestimmte Faktoren wie Sonne, Stress oder scharfes Essen können die Symptome verschlimmern.
- Rosacea ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Mit der richtigen Pflege und Behandlung lassen sich die Beschwerden meist gut kontrollieren.
Ja, Rosacea ist eine häufige Hauterkrankung. In Deutschland haben etwa 2 bis 5 von 100 Menschen Rosacea. Bei älteren Erwachsenen ist sie etwas seltener als bei Menschen mittleren Alters, aber dennoch nicht selten.
Rosacea kann jede Person treffen, am häufigsten aber Menschen mit heller Haut und blonden Haaren. Bei älteren Erwachsenen tritt sie oft in der Form auf, dass die Haut dauerhaft gerötet ist und sichtbare Äderchen (Teleangiektasien) zeigt.
Symptome
- Plötzliche, starke Sehverschlechterung oder Sehverlust
- Starke Schmerzen im Auge mit Rötung und Lichtempfindlichkeit (kann auf eine Hornhautentzündung hinweisen)
- ⚠Wenn die Augensymptome (Trockenheit, Rötung, Brennen) nicht innerhalb weniger Tage besser werden
- ⚠Wenn sich die Hautveränderungen stark verschlimmern oder nässen
Häufige Symptome
- Rötungen im Gesicht, besonders auf Wangen, Nase, Stirn und Kinn
- Sichtbare, feine Blutgefäße (Äderchen) auf der Haut
- Kleine, rote Pickel oder Pusteln (ähnlich wie Akne, aber ohne Mitesser)
- Spannungsgefühl oder Brennen der Haut
- Trockene, schuppige Stellen im Gesicht
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern ist Rosacea sehr selten. Sollte ein Kind ähnliche Symptome haben, ist es meist eine andere Hauterkrankung wie z. B. Neurodermitis.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Erwachsenen ist die Haut oft dünner, sodass die Rötungen und Äderchen deutlicher hervortreten.
- Häufig sind die Augen betroffen (Augenrosacea): Sie können trocken, gerötet oder gereizt sein.
- Die Haut kann dauerhaft geschwollen und verdickt sein, besonders die Nase (Rhinophym, auch „Knollennase“ genannt).
Ursachen
Hauptursachen
- Die genaue Ursache von Rosacea ist nicht vollständig geklärt.
- Man nimmt an, dass eine Störung der Blutgefäße, der Hautbarriere und des Immunsystems eine Rolle spielt.
- Auch eine Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Hautkeimen (Milben der Gattung Demodex) wird diskutiert.
Risikofaktoren
- Helle Haut, blonde Haare, blaue Augen
- Familiäre Veranlagung (Rosacea kommt häufiger in Familien vor)
- Höheres Lebensalter (für bestimmte Formen wie Rhinophym)
- Bestimmte Auslöser: Sonnenlicht, Hitze, Kälte, Wind, scharfes Essen, Alkohol, Stress, heiße Bäder, bestimmte Hautpflegeprodukte
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei starken Augenschmerzen, Sehstörungen oder anhaltender Augenrötung
- Wenn sich die Hautveränderungen plötzlich stark verschlechtern
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie regelmäßig Rötungen oder Pickel im Gesicht haben, die nicht von selbst abklingen
- Wenn Sie unsicher sind, ob es sich um Rosacea handelt (z. B. Verwechslung mit Akne oder Sonnenbrand)
- Wenn Sie unter den Symptomen leiden und sich eine Behandlung wünschen
Diagnose
Die Diagnose wird in der Regel durch eine Hautärztin oder einen Hautarzt gestellt. Sie oder er betrachtet die Haut genau und fragt nach Ihren Symptomen und möglichen Auslösern. Meist reicht die körperliche Untersuchung aus.
Mögliche Untersuchungen
- Eine spezielle Untersuchung mit einem Auflichtmikroskop (Dermatoskop) kann helfen, die Blutgefäße genauer zu sehen.
- Manchmal wird ein Hautabstrich gemacht, um andere Hautkrankheiten auszuschließen.
- Bei Augenbeteiligung kann eine Überweisung zur Augenärztin oder zum Augenarzt sinnvoll sein.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Die Ärztin oder der Arzt wird Ihnen erklären, welcher Rosacea-Typ vorliegt und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Sie können alle Fragen zur Hautpflege und zu Lebensgewohnheiten stellen.
Behandlung
Rosacea ist nicht heilbar, aber mit einer guten Behandlung lassen sich die Symptome meist gut kontrollieren. Die Behandlung besteht aus Hautpflege, Vermeidung von Auslösern und bei Bedarf aus Medikamenten. Je nach Schweregrad und Form der Rosacea wird die Therapie individuell angepasst.
Selbsthilfe zu Hause
- Tägliche Hautpflege mit milden, nicht reizenden Produkten: Reinigung und Feuchtigkeitscreme ohne Alkohol oder Duftstoffe
- Konsequenter Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 30) – auch im Winter
- Vermeiden Sie bekannte Auslöser: heiße Getränke, scharfe Speisen, Alkohol, extreme Temperaturen, scharfes Schrubben der Haut
Medizinische Behandlungen
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann Ihnen verschiedene Wirkstoffe als Creme oder Gel verschreiben, die die Rötung und Entzündung verringern. Bei mittelschweren bis schweren Formen können auch Tabletten oder eine Lasertherapie in Frage kommen. Die Wahl der Behandlung hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Besprechen Sie die Optionen mit Ihrer Hautärztin oder Ihrem Hautarzt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Bei einer starken Verdickung der Nase (Rhinophym) kann ein chirurgischer Eingriff oder eine Laserbehandlung helfen, das überschüssige Gewebe zu entfernen. Dies wird von einer Hautärztin oder einem Hautarzt durchgeführt.
Leben mit der Erkrankung
Rosacea erfordert eine konsequente Hautpflege und das Meiden von Auslösern. Das kann im Alltag manchmal anstrengend sein, aber mit der Zeit entwickeln Sie ein gutes Gespür dafür, was Ihrer Haut guttut. Sie können trotz Rosacea ein normales Leben führen – die Erkrankung ist nicht ansteckend und schränkt Sie nicht körperlich ein.
Tipps für den Alltag
- Führen Sie ein Hauttagebuch, um Ihre persönlichen Auslöser zu erkennen.
- Schützen Sie Ihre Haut vor Sonne, Wind und Kälte zum Beispiel mit einer geeigneten Kopfbedeckung.
- Stressabbau durch Entspannungsübungen, Spaziergänge oder Hobbys kann helfen, Schübe zu verhindern.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung ist für die Hautgesundheit förderlich. Verzichten Sie auf sehr scharfe Speisen, wenn Sie bemerken, dass diese Ihre Rosacea verschlimmern. Bewegung an der frischen Luft ist gut, aber vermeiden Sie Überhitzung und starke Sonneneinstrahlung – trainieren Sie lieber morgens oder abends und suchen Sie Schatten.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die sichtbaren Rötungen im Gesicht können manchmal zu Verunsicherung oder Scham führen. Das ist verständlich. Es kann helfen, mit vertrauten Menschen darüber zu sprechen. Wenn die Belastung sehr groß ist, zögern Sie nicht, professionelle Hilfe bei einer Psychologin oder einem Psychologen zu suchen.
Vorbeugung
Rosacea lässt sich nicht sicher verhindern, weil die genauen Ursachen nicht bekannt sind. Aber Sie können das Risiko für Schübe verringern, indem Sie Ihre Haut pflegen, Sonnenschutz verwenden und bekannte Auslöser meiden.
Komplikationen
Unbehandelt
- Dauerhafte Rötungen und sichtbare Äderchen, die sich nicht mehr zurückbilden
- Verdickung der Haut, besonders der Nase (Rhinophym)
- Augenentzündungen, die unbehandelt zu Hornhautschäden und Sehstörungen führen können
Langzeitprognose
Mit einer guten Behandlung und angepasstem Lebensstil können die meisten Menschen mit Rosacea ein beschwerdearmes Leben führen. Die Erkrankung schreitet in der Regel langsam voran und lässt sich gut kontrollieren. Scheuen Sie sich nicht, frühzeitig ärztliche Hilfe zu suchen – je früher, desto besser sind die Chancen, die Haut gesund zu erhalten.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026
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