Tennis Elbow (Lateral Epicondylitis)
Verwendete Quellen
Dieser Artikel ist ein originaler Inhalt zur Patientenaufklärung.
- WHO—Health topics A–Z(2024)
- NHS—Health A to Z(2024)
- CDC—Health topics(2024)
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Tennisellenbogen (laterale Epicondylitis) ist eine schmerzhafte Reizung der Sehnen am äußeren Ellenbogen. Die Sehnen verbinden die Unterarmmuskeln mit dem Knochen. Durch Überlastung entstehen kleine Risse und Entzündungen.
Wichtige Fakten
- Die Erkrankung heilt bei den meisten Menschen mit konservativer Behandlung (ohne Operation) aus.
- Sie tritt nicht nur bei Tennisspielern auf, sondern auch bei vielen Berufen und Hobbys mit wiederholten Armbewegungen.
- Die Behandlung nach den Leitlinien der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) umfasst meist Physiotherapie und Anpassung der Belastung.
Ja, der Tennisellenbogen ist eine häufige Sehnenerkrankung. Etwa 1–3 von 100 Menschen sind irgendwann im Leben betroffen, vor allem zwischen 30 und 50 Jahren.
Er betrifft Menschen, die wiederholt den Arm anstrengen: Handwerker (Maler, Schreiner), Computernutzer, Sportler (Tennis, Squash) und auch Menschen, die schwere Lasten heben.
Symptome
- Plötzliche, starke Schmerzen nach einem Sturz oder Unfall am Ellenbogen
- Unfähigkeit, den Arm zu bewegen oder zu belasten
- ⚠Starke Schwellung oder Bluterguss am Ellenbogen
- ⚠Fieber oder Rötung, die auf eine Infektion hinweisen könnten
Häufige Symptome
- Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens, die in den Unterarm ausstrahlen können
- Schmerzen beim Greifen, Drehen des Handgelenks oder Heben von Gegenständen
- Schwäche im Arm, zum Beispiel beim Händeschütteln oder Öffnen eines Türgriffs
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern kommt der Tennisellenbogen seltener vor. Wenn dann meist durch intensive Sportarten oder einseitige Bewegungen.
- Die Symptome sind ähnlich, aber Kinder klagen oft über Schmerzen beim Spielen oder beim Schreiben.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Auch bei älteren Erwachsenen treten die typischen Schmerzen auf. Die Heilung kann länger dauern, da die Sehnen mit Alter weniger durchblutet sind.
- Oft sind die Schmerzen stärker und die Bewegungseinschränkung ausgeprägter.
Ursachen
Hauptursachen
- Wiederholte Überlastung der Sehnen, die das Handgelenk strecken (Extensoren)
- Mikroverletzungen durch monotone Bewegungen, die Entzündungen auslösen
Risikofaktoren
- Berufe mit sich wiederholenden Armbewegungen (z. B. Maler, Maurer, Fließbandarbeit)
- Sportarten wie Tennis, Badminton, Squash oder Krafttraining
- Schlechte Technik oder ungeeignetes Werkzeug bei der Arbeit
- Alter zwischen 30 und 50 Jahren
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn die Schmerzen nach einem Sturz oder Unfall auftreten und Sie den Arm nicht bewegen können.
- Bei starken Schwellungen oder wenn der Ellenbogen heiß ist und Sie Fieber haben.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn die Schmerzen länger als zwei Wochen anhalten, trotz Schonung und Hausmitteln.
- Wenn Sie Ihren Arm im Alltag kaum noch benutzen können.
Diagnose
Der Arzt stellt die Diagnose meist mit einer körperlichen Untersuchung. Er drückt auf die schmerzhafte Stelle und bittet Sie, das Handgelenk gegen Widerstand zu strecken. Die Krankengeschichte hilft ebenfalls.
Mögliche Untersuchungen
- In der Regel sind keine bildgebenden Verfahren nötig.
- Bei unklaren Fällen kann ein Ultraschall (Sonographie) oder eine Kernspintomographie (MRT) durchgeführt werden, um andere Ursachen auszuschließen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt wird Sie nach Ihren Tätigkeiten fragen und den Arm untersuchen. Er wird Druckpunkte testen und Bewegungen prüfen. Meist ist die Diagnose schnell gestellt.
Behandlung
Die Behandlung folgt einem Stufenplan. Zunächst wird konservativ behandelt, das heißt ohne Operation. Ziel ist es, die Sehne zu entlasten und zu stärken.
Selbsthilfe zu Hause
- Ruhe und Schonung des Arms – vermeiden Sie die schmerzauslösenden Bewegungen für einige Wochen.
- Kühlen Sie den schmerzhaften Bereich mehrmals täglich für 10–15 Minuten.
- Leichte Dehnübungen für den Unterarm, wenn der akute Schmerz nachlässt.
- Verwenden Sie eine Ellenbogenbandage oder -manschette zur Druckentlastung.
Medizinische Behandlungen
Zu den ärztlichen Behandlungen gehören Physiotherapie mit speziellen Übungen, Stoßwellentherapie oder entzündungshemmende Injektionen. Schmerzmittel in Absprache mit dem Arzt können kurzfristig helfen. Die Behandlung richtet sich nach den AWMF-Leitlinien.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kommt erst nach mindestens 6–12 Monaten erfolgloser konservativer Behandlung in Frage. Dabei wird das entzündete Sehnengewebe entfernt. Die Erfolgsaussichten sind gut, aber die Nachbehandlung dauert mehrere Wochen.
Leben mit der Erkrankung
Passen Sie Ihren Alltag an: Vermeiden Sie Tätigkeiten, die Schmerzen verursachen, wie schweres Heben oder wiederholtes Drehen des Handgelenks. Nutzen Sie Hilfsmittel wie einen ergonomischen Maus oder Handgelenksstützen.
Tipps für den Alltag
- Machen Sie regelmäßig Pausen bei sich wiederholenden Tätigkeiten.
- Üben Sie eine saubere Technik beim Sport oder bei der Arbeit aus.
- Stärken Sie Ihre Unterarmmuskulatur mit leichten Kräftigungsübungen, die ein Physiotherapeut zeigt.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit entzündungshemmenden Lebensmitteln (Obst, Gemüse, Omega-3-Fettsäuren) kann unterstützen, ersetzt aber keine Behandlung. Bewegung ist wichtig: Gehen, Radfahren oder Schwimmen sind gelenkschonend und halten fit.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Chronische Schmerzen können belastend sein, vor allem wenn die Heilung länger dauert. Es ist normal, sich frustriert oder ungeduldig zu fühlen. Suchen Sie sich Unterstützung, zum Beispiel durch Gespräche mit Freunden oder einer psychologischen Beratung. Bei akuter Krise: Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.
Vorbeugung
Ja, Sie können das Risiko senken, indem Sie wiederholte Belastungen vermeiden, die Technik verbessern und regelmäßig Pausen einlegen. Auch Dehn- und Kräftigungsübungen für die Unterarme beugen vor.
Impfungen
Für Tennisellenbogen gibt es keine spezielle Impfung.
Früherkennungsprogramme
Es gibt kein routinemäßiges Screening. Achten Sie auf erste Anzeichen wie leichte Schmerzen und handeln Sie frühzeitig.
Komplikationen
Unbehandelt
- Chronische Schmerzen, die den Alltag stark einschränken
- Dauerhafte Schwäche im Arm oder Bewegungseinschränkung
- Muskelabbau durch Schonhaltung
Langzeitprognose
Die meisten Menschen erholen sich vollständig mit konservativer Behandlung. Die Heilung kann einige Wochen bis Monate dauern, aber mit Geduld und der richtigen Therapie ist die Prognose gut. Auch wenn eine Operation nötig wird, können die meisten danach wieder schmerzfrei leben.
Unterstützung finden
Internationale Organisationen
- Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) ↗
- Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) ↗
Lokale Organisationen
- Gesundheitsportal der Bundesregierung (gesund.bund.de) ↗ · Deutschland
- Stiftung Gesundheitswissen ↗ · Deutschland
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.