Day of ablation for arrhythmia
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Ablation ist ein Verfahren, bei dem durch Hitze oder Kälte kleine Narben im Herzen gesetzt werden, um gestörte elektrische Signale zu unterbrechen, die Herzrhythmusstörungen verursachen.
Wichtige Fakten
- Die Ablation wird meist unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt.
- Der Eingriff dauert in der Regel 2 bis 4 Stunden.
- Nach der Ablation müssen Sie für einige Stunden flach liegen, um Blutungen an der Einstichstelle zu vermeiden.
Die Katheterablation wird heute häufig bei bestimmten Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern oder supraventrikulären Tachykardien eingesetzt.
Der Eingriff kann bei Erwachsenen und seltener bei Kindern durchgeführt werden, wenn Medikamente nicht ausreichend wirken oder nicht vertragen werden.
Symptome
- Brustschmerzen, die nicht aufhören
- Plötzliche Atemnot
- Bewusstlosigkeit oder Ohnmacht
- Sehr schneller oder sehr langsamer Puls mit Schwindel
- ⚠Starke Blutungen oder Schwellungen an der Einstichstelle nach der Ablation
- ⚠Fieber oder Schüttelfrost nach dem Eingriff
- ⚠Starke Schmerzen in der Brust oder im Bauch
Häufige Symptome
- Herzrasen oder unregelmäßiger Puls
- Schwindel oder Benommenheit
- Kurzatmigkeit oder Brustenge
- Müdigkeit oder Leistungsschwäche
Symptome bei Kindern
- Plötzliche Müdigkeit oder blasse Haut
- Brustschmerzen oder Druckgefühl
- Ohnmachtsanfälle oder Ohnmachtsgefühl
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Verstärkte Müdigkeit oder Verwirrtheit
- Schwierigkeiten beim Gehen oder Treppensteigen
- Wiederholte Ohnmachtsanfälle ohne erkennbaren Grund
Ursachen
Hauptursachen
- Gestörte elektrische Signale im Herzen, die zu unregelmäßigem Herzschlag führen
- Narben oder Veränderungen im Herzmuskel nach einem Herzinfarkt
- Angeborene Herzfehler, die Rhythmusstörungen begünstigen
Risikofaktoren
- Bluthochdruck
- Herzklappenerkrankungen
- Schilddrüsenüberfunktion
- Starker Alkoholkonsum oder Drogenkonsum
- Schlafapnoe oder Übergewicht
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie vor dem geplanten Ablationstermin plötzlich starke Symptome wie Brustschmerzen oder Ohnmacht haben
- Wenn Sie nach der Ablation starke Blutungen oder Fieber bemerken
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie regelmäßig Herzrasen oder Schwindel verspüren und noch nicht über Ablation gesprochen haben
- Wenn Sie bereits einen Termin zur Ablation haben und Fragen zum Ablauf klären möchten
Diagnose
Vor der Ablation wird die Herzrhythmusstörung durch ein EKG, ein Langzeit-EKG oder eine elektrophysiologische Untersuchung genau diagnostiziert.
Mögliche Untersuchungen
- EKG (Elektrokardiogramm) – misst die elektrische Aktivität des Herzens
- Langzeit-EKG – Aufzeichnung über 24 bis 48 Stunden
- Echokardiographie – Ultraschall des Herzens
- Elektrophysiologische Untersuchung (EPU) – genaue Kartierung der Rhythmusstörung
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Am Tag der Ablation werden Sie stationär aufgenommen. Das Team erklärt Ihnen den Ablauf. Sie erhalten eine leichte Sedierung oder Vollnarkose. Über einen Katheter in der Leiste wird das Herz erreicht. Der Arzt setzt dann gezielt Verödungen, um die Störquelle auszuschalten. Nach dem Eingriff müssen Sie einige Stunden ruhig liegen.
Behandlung
Die Katheterablation ist ein minimalinvasiver Eingriff, der die gestörten Herzregionen verödet. Sie wird durchgeführt, wenn Medikamente nicht helfen oder nicht vertragen werden.
Selbsthilfe zu Hause
- Halten Sie die Einstichstelle trocken und sauber, bis sie verheilt ist
- Vermeiden Sie schwere körperliche Anstrengung für etwa eine Woche
- Trinken Sie ausreichend, aber verzichten Sie auf Alkohol in den ersten Tagen
Medizinische Behandlungen
Die Behandlung von Herzrhythmusstörungen umfasst oft Medikamente zur Rhythmus- oder Frequenzkontrolle (wie Betablocker oder Kalziumkanalblocker). Eine Ablation wird empfohlen, wenn Medikamente nicht ausreichen oder nicht vertragen werden. Die genaue Therapie besprechen Sie mit Ihrem Kardiologen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Die Katheterablation gilt als minimalinvasives Verfahren und ist keine offene Operation. In sehr seltenen Fällen kann eine offene Herzoperation notwendig sein, zum Beispiel bei angeborenen Herzfehlern.
Leben mit der Erkrankung
Nach der Ablation können Sie Ihren Alltag meist nach wenigen Tagen wieder aufnehmen. Sie sollten sich aber in den ersten Wochen schonen und auf Ihren Körper hören.
Tipps für den Alltag
- Vermeiden Sie übermäßigen Stress
- Reduzieren Sie Koffein und Alkohol
- Hören Sie mit dem Rauchen auf
- Achten Sie auf ausreichend Schlaf
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und wenig Salz unterstützt die Herzgesundheit. Leichte Bewegung wie Spazierengehen ist nach der Erholungsphase förderlich. Fragen Sie Ihren Arzt, wann Sie wieder Sport treiben können.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine Herzrhythmusstörung und ein Eingriff können Ängste auslösen. Es ist normal, verunsichert zu sein. Ein offenes Gespräch mit Ihrem Arzt oder einer psychologischen Beratungsstelle kann helfen.
Vorbeugung
Nicht alle Herzrhythmusstörungen lassen sich verhindern. Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, Bewegung und Vermeidung von Rauchen und übermäßigem Alkohol kann das Risiko senken.
Früherkennungsprogramme
Bei Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes sollten Sie regelmäßig Ihren Blutdruck und Puls kontrollieren lassen. Bei Symptomen wie Herzrasen oder Schwindel suchen Sie bitte einen Arzt auf.
Komplikationen
Unbehandelt
- Verschlechterung der Herzinsuffizienz
- Erhöhtes Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern
- Wiederkehrende Ohnmachtsanfälle
Langzeitprognose
Die Ablation führt bei vielen Patienten zu einer deutlichen Besserung oder sogar zur vollständigen Beschwerdefreiheit. In manchen Fällen ist eine zweite Ablation nötig. Die Prognose ist insgesamt gut, und die meisten Menschen können ein normales Leben führen.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.