Day of allergy immunotherapy injection
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Der Tag der Allergie-Immuntherapie-Injektion (auch Hyposensibilisierung genannt) ist der Termin, an dem Sie eine Spritze mit einer kleinen Menge des Allergens erhalten, gegen das Sie allergisch sind. Ziel ist es, Ihr Immunsystem langsam daran zu gewöhnen, damit Ihre Allergien mit der Zeit weniger stark werden.
Wichtige Fakten
- Die Injektion wird in der Regel einmal im Monat oder seltener verabreicht.
- Die Behandlung dauert meist drei bis fünf Jahre.
- Sie kann Heuschnupfen, Hausstaubmilben- oder Insektengiftallergien deutlich verbessern.
Ja, die Allergie-Immuntherapie wird in Deutschland häufig eingesetzt, vor allem bei Menschen mit mittelschweren bis schweren Allergien, die auf andere Behandlungen nicht gut ansprechen.
Sie wird hauptsächlich bei Erwachsenen und Kindern ab etwa fünf Jahren angewendet. Auch ältere Erwachsene können davon profitieren, wenn sie gesund genug sind.
Symptome
- Atemnot oder pfeifendes Atemgeräusch
- Anschwellen von Lippen, Zunge oder Rachen
- Schluckbeschwerden
- Plötzlicher starker Blutdruckabfall mit Schwindel oder Bewusstlosigkeit
- ⚠Starke Schwellung oder Rötung an der Einstichstelle, die größer als eine Handfläche wird
- ⚠Fieber oder Schüttelfrost nach der Injektion
- ⚠Starke Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall
Häufige Symptome
- Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle
- Leichter Juckreiz an der Einstichstelle
- Müdigkeit oder ein allgemeines Unwohlsein am Tag der Spritze
Symptome bei Kindern
- Ängstlichkeit vor der Spritze
- Weinen oder Unruhe während und kurz nach der Injektion
- Leichte Nesselsucht oder Juckreiz
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Stärkere lokale Reaktionen an der Einstichstelle
- Schwindel oder Blutdruckabfall (selten)
- Längere Erholungszeit nach der Injektion
Ursachen
Hauptursachen
- Eine Allergie-Immuntherapie wird durchgeführt, wenn Sie gegen bestimmte Allergene (wie Pollen, Milben oder Insektengift) allergisch sind und Medikamente nicht ausreichen oder nicht vertragen werden.
- Der Grund für die Behandlung ist, Ihr Immunsystem langsam an das Allergen zu gewöhnen, damit die Allergie abnimmt.
Risikofaktoren
- Schweres Asthma, das nicht gut eingestellt ist
- Frühere schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie)
- Bestimmte Herzerkrankungen oder Einnahme von Betablockern
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion (siehe Notfallsymptome) sofort den Notruf 112 wählen.
- Wenn Sie nach der Injektion starke Atemnot oder Schwellungen im Gesicht bemerken.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Vor dem ersten Termin mit einem Allergologen oder Facharzt sprechen, um zu klären, ob die Immuntherapie für Sie geeignet ist.
- Regelmäßige Kontrolltermine während der Behandlung, um den Fortschritt zu überprüfen.
Diagnose
Bevor die Immuntherapie beginnt, wird eine genaue Diagnose Ihrer Allergie gestellt. Dazu gehören ein Gespräch über Ihre Symptome, Allergietests (Haut- oder Bluttest) und manchmal ein Provokationstest.
Mögliche Untersuchungen
- Haut-Prick-Test: Dabei wird eine kleine Menge des Allergens auf die Haut aufgetragen.
- Bluttest: Misst die Menge allergenspezifischer Antikörper (IgE).
- Provokationstest: Nur in speziellen Fällen, z. B. bei Nasen- oder Bronchialprovokation.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Bei der ersten Vorstellung bespricht der Arzt Ihre Krankengeschichte und führt die Tests durch. Wenn eine Immuntherapie in Frage kommt, erhalten Sie einen individuellen Behandlungsplan. Der Tag der Injektion selbst dauert nur wenige Minuten, aber Sie sollten nach der Spritze etwa 30 Minuten in der Praxis bleiben.
Behandlung
Die Allergie-Immuntherapie (Hyposensibilisierung) wird als Injektion unter die Haut verabreicht. Sie enthält eine geringe Dosis des Allergens, die im Laufe der Behandlung schrittweise erhöht wird. Dies trainiert Ihr Immunsystem, weniger heftig auf das Allergen zu reagieren.
Selbsthilfe zu Hause
- Vermeiden Sie am Tag der Injektion anstrengende körperliche Aktivitäten.
- Trinken Sie ausreichend Wasser.
- Beobachten Sie die Einstichstelle auf Schwellungen oder Rötungen.
- Nehmen Sie bei Bedarf ein kühlendes Gel oder einen kalten Waschlappen auf die Stelle auf.
Medizinische Behandlungen
Die Behandlung wird immer von einem Arzt oder allergologisch geschultem Fachpersonal durchgeführt. Nach der Spritze bleiben Sie unter Beobachtung. Bei leichten lokalen Reaktionen kann der Arzt eine kortisonhaltige Creme oder ein Antihistaminikum empfehlen – jedoch ohne Nennung von Markennamen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Dieser Artikel bezieht sich nicht auf einen chirurgischen Eingriff, sondern auf eine Injektionsbehandlung. Chirurgische Maßnahmen sind bei Allergien in der Regel nicht erforderlich, es sei denn, es handelt sich um eine Nasenmuschelverkleinerung bei chronischer Nasennebenhöhlenentzündung – das ist aber eine andere Therapie.
Leben mit der Erkrankung
An den Tagen zwischen den Injektionen können Sie Ihren Alltag normal gestalten. Die Immuntherapie verringert mit der Zeit die Allergiesymptome, sodass Sie weniger Medikamente brauchen.
Tipps für den Alltag
- Führen Sie ein Allergietagebuch, um Auslöser zu erkennen und zu vermeiden.
- Tragen Sie immer ein Notfallset mit Antihistaminikum und Adrenalin-Autoinjektor bei sich, falls Ihr Arzt es verschrieben hat.
- Informieren Sie Familie und Freunde über Ihre Allergie und die Behandlung.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung stärkt das Immunsystem. Achten Sie auf ausreichend Vitamin C und Zink. Bewegung an der frischen Luft ist gut, aber vermeiden Sie bei Pollenflugzeiten intensive Aktivitäten im Freien, wenn Ihre Allergie noch aktiv ist.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Allergien können belastend sein, besonders wenn sie den Schlaf oder die Konzentration stören. Die Immuntherapie gibt vielen Menschen Hoffnung auf langfristige Besserung. Sollten Sie sich durch die Behandlung gestresst fühlen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einer Vertrauensperson.
Vorbeugung
Eine Allergie lässt sich nicht verhindern, aber die Immuntherapie kann das Fortschreiten der Allergie bremsen und vor schweren Reaktionen schützen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Ohne Behandlung können Allergien chronisch werden, z. B. von Heuschnupfen zu Asthma führen.
- Schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie) können lebensbedrohlich sein.
Langzeitprognose
Die Allergie-Immuntherapie ist eine der wirksamsten Behandlungen gegen Allergien. Viele Menschen spüren bereits nach einem Jahr eine deutliche Besserung. Je früher Sie beginnen, desto besser sind die Chancen auf eine langfristige Veränderung Ihrer Allergie. Die Behandlung ist sicher, wenn sie unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt wird.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026
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