Day of epidural anaesthesia
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Am Tag der Epiduralanästhesie erhalten Sie eine Betäubung, die nur den unteren Teil Ihres Körpers gefühllos macht. Dabei wird ein kleiner Schlauch (Katheter) mit Medikamenten in den Rückenmarkskanal gelegt. Sie bleiben wach und können atmen, spüren aber keine Schmerzen im Operationsgebiet.
Wichtige Fakten
- Die Epiduralanästhesie wird häufig bei Operationen an den Beinen, der Hüfte, dem Bauch oder dem Becken eingesetzt.
- Sie erhalten die Betäubung durch einen Anästhesisten – einen speziell ausgebildeten Arzt für Narkose.
- Während der gesamten Operation werden Ihre Temperatur, Ihr Herzschlag und Ihr Blutdruck überwacht.
Ja, die Epiduralanästhesie ist eine sehr häufige und sichere Methode der Schmerzausschaltung bei Operationen. Sie wird jeden Tag in vielen Krankenhäusern angewendet.
Sie kommt für Menschen jeden Alters infrage, die eine Operation im unteren Körperbereich benötigen – von jungen Erwachsenen bis zu älteren Menschen. Voraussetzung ist, dass die Wirbelsäule gesund ist und keine Blutgerinnungsstörungen vorliegen.
Symptome
- Plötzliche Atemnot oder Brustschmerzen während oder nach der Betäubung.
- Starke Kopfschmerzen, die im Liegen schlimmer werden (Hinweis auf eine Hirnhautverletzung).
- Verwirrtheit oder Bewusstlosigkeit.
- Anzeichen eines allergischen Schocks: Hautausschlag, starke Übelkeit, Atemnot.
- ⚠Taubheit oder Bewegungseinschränkung, die länger als 6 Stunden nach der Operation anhält.
- ⚠Starke Schmerzen, Schwellung oder Rötung an der Einstichstelle im Rücken.
- ⚠Probleme beim Wasserlassen (Harnverhalt).
- ⚠Anhaltendes Fieber über 38 °C nach der Operation.
Häufige Symptome
- Ein Kribbeln oder warmes Gefühl in den Beinen, sobald die Betäubung wirkt.
- Taubheitsgefühl und Schwäche in den Beinen – das ist normal und klingt nach einigen Stunden ab.
- Leichter Blutdruckabfall, der aber von den Ärzten kontrolliert wird.
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern wird die Epiduralanästhesie oft unter leichter Sedierung (Beruhigungsmittel) durchgeführt, sodass sie nichts davon mitbekommen.
- Nach der Operation können Kinder vorübergehend ein Taubheitsgefühl in den Beinen haben, was sie ängstigen kann – beruhigen Sie Ihr Kind, dass dies bald vorbeigeht.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ältere Menschen haben möglicherweise ein höheres Risiko für einen Blutdruckabfall oder eine längere Taubheit.
- Die Erholung der Blasenfunktion und der Bewegung kann nach der Epiduralanästhesie etwas länger dauern.
Ursachen
Hauptursachen
- Die Epiduralanästhesie wird gezielt eingesetzt, um Schmerzen während und nach einer Operation zu verhindern – sie ist kein unbeabsichtigter Zustand, sondern eine gewählte Methode.
- Sie kommt zum Einsatz, wenn eine Vollnarkose oder andere Betäubungsmethoden für die jeweilige Operation weniger geeignet sind.
Risikofaktoren
- Gerinnungsstörungen (z. B. durch Blutverdünner oder angeborene Störungen) erhöhen das Risiko von Blutungen im Rückenmarkskanal.
- Infektionen an der Einstichstelle oder im Körper (z. B. Fieber, offene Wunden am Rücken).
- Erkrankungen der Wirbelsäule wie Bandscheibenvorfälle oder Verengungen des Wirbelkanals.
- Schwere Herz-Kreislauf-Probleme.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei den oben genannten Notfallsymptomen: sofort den Notarzt unter 112 rufen oder den diensthabenden Arzt im Krankenhaus informieren.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Sprechen Sie Ihren Anästhesisten vor der Operation an, wenn Sie Bedenken oder Fragen zur Epiduralanästhesie haben.
- Nach der Operation: Suchen Sie das Pflegepersonal oder den Arzt auf, falls Sie sich unsicher fühlen oder ungewöhnliche Beschwerden haben.
Diagnose
Die Entscheidung für eine Epiduralanästhesie wird im Aufklärungsgespräch vor der Operation getroffen. Der Anästhesist überprüft Ihre Blutwerte, Ihre Wirbelsäule und Ihre allgemeine Gesundheit. Die genaue Platzierung des Katheters wird während der Anlage kontrolliert, zum Beispiel durch eine kurze Testdosis oder bildgebende Verfahren.
Mögliche Untersuchungen
- Blutuntersuchung auf Gerinnung und Blutbild.
- Körperliche Untersuchung der Wirbelsäule.
- Kurze Testdosis, um die richtige Lage zu bestätigen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie werden während der Anlage auf der Seite oder im Sitzen sein, den Rücken gekrümmt. Der Arzt desinfiziert die Einstichstelle, betäubt die Haut mit einer kleinen Spritze und führt dann die feine Nadel ein. Danach wird der Katheter vorgeschoben. Das Ganze dauert etwa 15–20 Minuten und tut nicht weh – nur ein kurzes Druckgefühl ist normal.
Behandlung
Die Epiduralanästhesie selbst ist eine Behandlung zur Schmerzkontrolle. Sie wird von einem erfahrenen Anästhesisten durchgeführt und mit Medikamenten (Lokalanästhetika und manchmal zusätzliche Schmerzmittel) über den Katheter verabreicht. Die Behandlung erfolgt im Rahmen einer Operation und wird danach fortgesetzt, solange Schmerzen zu erwarten sind.
Selbsthilfe zu Hause
- Bleiben Sie nach der Operation ruhig und vermeiden Sie plötzliche Bewegungen, bis die Betäubung nachlässt.
- Trinken Sie ausreichend, um Kopfschmerzen vorzubeugen – fragen Sie das Pflegepersonal, wann Sie wieder trinken dürfen.
- Bei Rückenschmerzen oder leichten Kopfschmerzen können Wärme (z. B. ein warmes Handtuch) und Ruhe helfen – sprechen Sie aber vorher mit dem Arzt.
Medizinische Behandlungen
Die epidurale Schmerztherapie wird kontinuierlich oder in Schüben über den Katheter verabreicht. Der Anästhesist passt die Medikamentenmenge je nach Bedarf an. Nach der Operation kann der Katheter noch ein bis zwei Tage verbleiben, um eine gute Schmerzfreiheit zu gewährleisten. Nach Entfernung des Katheters wird auf andere Schmerzmittel umgestellt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Die Epiduralanästhesie wird typischerweise selbst während der Operation verwendet – sie ist kein Ersatz für eine Operation, sondern ermöglicht diese.
Leben mit der Erkrankung
Am Tag der Epiduralanästhesie sind Sie nach der Operation noch etwas benommen und die Beine sind taub. Sie bleiben für etwa 2–6 Stunden im Aufwachraum, bis die Betäubung nachlässt. Danach können Sie meist wieder Ihre Beine bewegen und auf die Toilette gehen. Ein leichter Druck oder ein Fremdkörpergefühl im Rücken kann noch einen Tag anhalten.
Tipps für den Alltag
- Bewegen Sie sich langsam und mit Hilfe des Pflegepersonals, wenn Sie wieder aufstehen.
- Vermeiden Sie schweres Heben oder anstrengende Tätigkeiten für 24 Stunden.
- Achten Sie auf Hygiene im Rückenbereich – die Einstichstelle sollte trocken bleiben.
Ernährung und Bewegung
Nach der Operation dürfen Sie nach und nach wieder normal essen, sobald die Verdauung in Gang kommt (meist nach 4–6 Stunden). Leichte Bewegung im Bett (z. B. Füße kreisen) fördert die Durchblutung. Für anstrengendere Übungen sollten Sie Ihr Arztteam um Rat fragen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Manche Menschen fühlen sich durch die Taubheit und die eingeschränkte Kontrolle über ihre Beine ängstlich oder hilflos. Das ist normal. Sagen Sie dem Pflegepersonal, wenn Sie sich unwohl fühlen – sie können Sie beruhigen. In den meisten Fällen verschwinden diese Gefühle, sobald die Betäubung nachlässt.
Vorbeugung
Die Epiduralanästhesie ist keine Krankheit, die es zu verhindern gilt. Allerdings können mögliche Komplikationen durch eine sorgfältige Vorbereitung verringert werden: etwa durch das Absetzen von Blutverdünnern vor der OP (nach ärztlicher Anweisung) und durch die Wahl eines erfahrenen Anästhesisten.
Früherkennungsprogramme
Vor der Operation führt der Anästhesist eine gründliche Untersuchung durch, um Risikofaktoren wie Gerinnungsstörungen oder Infektionen zu erkennen. Das ist die beste „Vorsorge“ für eine sichere Epiduralanästhesie.
Komplikationen
Unbehandelt
- Sehr selten kann ein Bluterguss (Hämatom) im Rückenmarkskanal entstehen, der zu Lähmungen führen kann – dies ist ein Notfall.
- Eine Infektion an der Einstichstelle kann sich auf den Rückenmarkskanal ausbreiten (epiduraler Abszess).
- Ein unbehandelter Harnverhalt kann zu Blasenentzündungen oder Nierenschäden führen.
Langzeitprognose
Diese Komplikationen treten extrem selten auf – in weniger als 1 von 10.000 Fällen. Die Epiduralanästhesie gilt als sehr sichere Methode. Falls doch etwas passiert, wird sofort gehandelt. Die meisten Menschen sind nach der Operation schmerzfrei und erholen sich schnell. Ihr Ärzteteam wird Sie engmaschig überwachen, damit Sie sich wohl und sicher fühlen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2026
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