Day of mole excision
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Muttermal (auch Leberfleck oder Nävus genannt) wird operativ entfernt. Der Eingriff findet in der Regel ambulant statt – das heißt, Sie können noch am selben Tag nach Hause gehen. Der Arzt oder die Ärztin betäubt die Stelle örtlich, schneidet das Muttermal heraus und verschließt die Wunde mit ein paar Stichen.
Wichtige Fakten
- Der Eingriff dauert meist nur 10 bis 30 Minuten.
- Die Wunde wird mit einem kleinen Verband abgedeckt.
- Sie dürfen danach nicht selbst Auto fahren – am besten lassen Sie sich abholen.
- Das entnommene Gewebe wird häufig zur feingeweblichen Untersuchung eingeschickt.
Ja, die Entfernung von Muttermalen gehört zu den häufigsten kleinen chirurgischen Eingriffen in Deutschland.
Betroffen sind Menschen jeden Alters, bei denen ein Muttermal aus medizinischen oder kosmetischen Gründen entfernt werden soll.
Symptome
- Starke, nicht nachlassende Blutung aus der Wunde
- Plötzliche Atemnot oder Schwellung im Gesicht (möglicherweise allergische Reaktion auf das Betäubungsmittel)
- Bewusstlosigkeit oder Kreislaufzusammenbruch
- ⚠Starke Schmerzen, die mit den empfohlenen Schmerzmitteln nicht nachlassen
- ⚠Eiter oder übelriechende Flüssigkeit aus der Wunde
- ⚠Fieber über 38,5 °C
Häufige Symptome
- Nach der Betäubung spüren Sie keinen Schmerz, nur Druck oder Ziehen.
- Ein leichtes Brennen oder Ziehen in den Stunden nach dem Eingriff ist normal.
- Leichte Schwellung und Rötung um die Wunde herum sind typisch.
Symptome bei Kindern
- Kinder sind oft ängstlich – eine ruhige Begleitung hilft.
- Der Arzt oder die Ärztin erklärt den Ablauf kindgerecht.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ältere Menschen haben oft dünnere Haut, die Wundheilung kann etwas länger dauern.
- Eventuelle Blutverdünner sollten vorher mit dem Arzt besprochen werden.
Ursachen
Hauptursachen
- Ein Muttermal wird meist entfernt, weil es sich verändert hat (Größe, Form, Farbe) oder neu aufgetreten ist.
- Auch wenn es an einer Stelle sitzt, die ständig gereizt wird (z. B. am BH-Träger oder Rasierbereich), kann eine Entfernung sinnvoll sein.
- Manchmal wünschen Menschen die Entfernung aus kosmetischen Gründen.
Risikofaktoren
- Helle Haut, viele Sonnenbrände in der Kindheit
- Viele Muttermale am Körper (mehr als 50)
- Familiäre Vorbelastung von Hautkrebs
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn die Haut um das Muttermal herum schmerzt, juckt oder blutet.
- Wenn Sie eine plötzliche Veränderung eines Muttermals bemerken (z. B. unregelmäßiger Rand, zwei verschiedene Farben).
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Jeder Erwachsene sollte ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre zur Hautkrebsvorsorge gehen. (Empfehlung der AWMF-Leitlinie)
Diagnose
Vor der Entfernung begutachtet der Arzt oder die Ärztin das Muttermal mit einem Auflichtmikroskop (Dermatoskop). Anhand der typischen Merkmale wird entschieden, ob eine Entfernung nötig ist.
Mögliche Untersuchungen
- Klinische Untersuchung mit dem Dermatoskop
- Gegebenenfalls Fotodokumentation
- Feingewebliche Untersuchung (Histologie) des entfernten Gewebes
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie erhalten eine örtliche Betäubung (Spritze), danach ist der Bereich taub. Der Arzt oder die Ärztin schneidet das Muttermal mit einem kleinen Skalpell heraus und näht die Wunde. Nach wenigen Minuten ist der Eingriff beendet. Ein Verband wird angelegt, den Sie in der Regel nach 24 Stunden wechseln können.
Behandlung
Die operative Entfernung des Muttermals ist die einzige dauerhafte Behandlungsmethode. Sie erfolgt in örtlicher Betäubung und ist ein kleiner Routineeingriff.
Selbsthilfe zu Hause
- Halten Sie die Wunde in den ersten 24 Stunden trocken.
- Wechseln Sie den Verband wie mit Ihrem Arzt besprochen (meist nach einem Tag).
- Vermeiden Sie in den ersten Tagen starke körperliche Anstrengung und Sport.
- Nicht kratzen oder reiben an der Wunde.
Medizinische Behandlungen
Der Arzt oder die Ärztin entfernt das Muttermal operativ. Danach wird die Wunde mit ein oder zwei feinen Nähten verschlossen. In seltenen Fällen kann bei sehr großen Muttermalen eine spezielle Nahttechnik notwendig sein. Bei Verdacht auf Hautkrebs wird das Gewebe zur mikroskopischen Untersuchung eingeschickt. Bei Bedarf werden Ihnen vor dem Eingriff Betäubungsmittel gespritzt. Nach der OP können Sie bei Schmerzen einfache Schmerzmittel (z. B. Ibuprofen oder Paracetamol) einnehmen – fragen Sie Ihren Arzt nach der empfohlenen Dosierung.
Wann kommt eine Operation infrage?
Die Operation wird dann durchgeführt, wenn ein Muttermal auffällig erscheint oder aus anderen Gründen entfernt werden soll.
Leben mit der Erkrankung
Nach der Entfernung eines Muttermals ist die Wunde in der Regel nach 1 bis 2 Wochen verheilt. Die Fäden werden nach 7 bis 14 Tagen gezogen. In den ersten Tagen sollten Sie die Narbe vor direkter Sonne schützen, damit sie nicht dunkel wird.
Tipps für den Alltag
- Tragen Sie lockere Kleidung, die nicht auf der Wunde reibt.
- Vermeiden Sie Schwimmbad, Sauna oder Vollbad, bis die Wunde komplett geschlossen ist.
- Schützen Sie die Narbe mindestens ein Jahr lang mit Sonnencreme (LSF 50+).
Ernährung und Bewegung
Eine gesunde, vitaminreiche Ernährung unterstützt die Wundheilung (z. B. Obst, Gemüse, Vollkornprodukte). Vermeiden Sie Sport, der die Wunde dehnen oder reiben könnte, für etwa 1 bis 2 Wochen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Manche Menschen sind unsicher wegen der Narbe. Meist wird die Narbe mit der Zeit blasser und unauffälliger. Wenn die Narbe Sie sehr belastet, sprechen Sie mit Ihrem Hautarzt über Narbenbehandlungen.
Vorbeugung
Die Entstehung neuer Muttermale lässt sich nicht vollständig verhindern. Das Risiko für bösartige Veränderungen kann jedoch durch Sonnenschutz (Creme, Kleidung, Schatten) deutlich gesenkt werden.
Früherkennungsprogramme
Das Hautkrebsscreening (Haut-Check) ab 35 Jahren alle zwei Jahre wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Bei familiärer Vorbelastung kann ein früheres oder häufigeres Screening sinnvoll sein – sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Komplikationen
Unbehandelt
- Ein unauffälliges Muttermal wird Sie nicht krank machen – die Entfernung ist meist nicht dringlich.
- Wird ein bösartiges Muttermal (Melanom) nicht rechtzeitig entfernt, kann es sich ausbreiten (Metastasen bilden).
- Deshalb wird jedes auffällige Muttermal zur Sicherheit untersucht.
Langzeitprognose
Die Prognose nach der Entfernung eines Muttermals ist sehr gut. Bei gutartigen Muttermalen ist der Eingriff kosmetisch und ohne weitere Folgen. Bei bösartigen Befunden ist die frühzeitige Entfernung die beste Chance auf vollständige Heilung. Die meisten Hautkrebserkrankungen werden heute erfolgreich behandelt.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) ↗ · Deutschland
- Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO) ↗ · Deutschland
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2026
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