Preparing for ablation for arrhythmia
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine Herzrhythmusstörung (Arrhythmie) bedeutet, dass Ihr Herz unregelmäßig schlägt – mal zu schnell, mal zu langsam oder unkoordiniert. Eine Ablation ist ein minimalinvasiver Eingriff, bei dem winzige Narben im Herzen gesetzt werden, um die fehlerhaften elektrischen Signale zu stoppen. Der Eingriff wird in der Regel von einem Kardiologen oder Herzchirurgen durchgeführt.
Wichtige Fakten
- Die Ablation ist ein schonender Eingriff, der oft ohne großen Schnitt auskommt.
- Vor der Ablation sind gründliche Voruntersuchungen nötig, zum Beispiel ein EKG und eine Echokardiographie.
- Die meisten Menschen können nach der Ablation nach ein bis zwei Tagen nach Hause.
Herzrhythmusstörungen sind häufig – etwa jeder vierte Erwachsene über 40 hat irgendwann damit zu tun. Die Ablation wird bei bestimmten Formen wie Vorhofflimmern oder supraventrikulären Tachykardien eingesetzt.
Betroffen sind Menschen jeden Alters, besonders aber ältere Erwachsene, Menschen mit Herzerkrankungen oder angeborenen Herzfehlern. Auch Stress, Koffein oder Alkohol können bei manchen Menschen Rhythmusstörungen auslösen.
Symptome
- Plötzlicher Bewusstseinsverlust (Ohnmacht)
- Starke Brustschmerzen, die in Arme oder Kiefer ausstrahlen
- Atemnot, die sich nicht bessert
- ⚠Herzrasen, das länger als eine Stunde anhält
- ⚠Schwindel, der Sie umfallen lässt
- ⚠Blutdruckabfall mit Schweißausbruch
Häufige Symptome
- Herzklopfen oder Herzrasen
- Schwindel oder Benommenheit
- Kurzatmigkeit, besonders bei Belastung
- Brustschmerzen oder -druck
- Müdigkeit und Schwächegefühl
Symptome bei Kindern
- Blässe oder verminderte Belastbarkeit
- Schreien oder Unruhe beim Stillen
- Wachstumsverzögerung
- Ohnmachtsanfälle (Synkopen)
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Verwirrtheit oder plötzliche Verwirrtheit
- Stürze aufgrund von Schwindel
- Verschlechterung einer bestehenden Herzschwäche
- Weniger typische Symptome wie Übelkeit oder Müdigkeit
Ursachen
Hauptursachen
- Angeborene Herzfehler
- Koronare Herzkrankheit (Verengung der Herzkranzgefäße)
- Bluthochdruck
- Schilddrüsenerkrankungen (z. B. Überfunktion)
- Elektrolytstörungen (z. B. Kaliummangel)
Risikofaktoren
- Alter über 65 Jahre
- Übergewicht
- Rauchen
- Starker Alkoholkonsum
- Dauerstress oder Schlafmangel
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie plötzlich starkes Herzrasen oder Brustschmerzen haben
- Bei Ohnmacht oder Beinahe-Ohnmacht
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie wiederholt Herzklopfen oder Schwindel bemerken
- Bevor Sie eine Ablation planen – besprechen Sie alle Vorerkrankungen mit Ihrem Arzt
Diagnose
Der Arzt stellt die Diagnose einer Herzrhythmusstörung vor allem mit einem EKG. Bei der Ablation wird die genaue Stelle der Störung mit einer speziellen Kartierung (Mapping) gesucht.
Mögliche Untersuchungen
- EKG (Ruhe-EKG oder Langzeit-EKG)
- Echokardiographie (Herzultraschall)
- Belastungs-EKG (auf dem Fahrrad oder Laufband)
- Gelegentlich eine Herzkatheteruntersuchung
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Vor der Ablation werden Sie stationär aufgenommen. Sie bekommen Blutabnahmen, ein EKG und ein Gespräch mit dem Narkosearzt. Der Eingriff dauert etwa 1–3 Stunden. Sie liegen wach oder in leichter Sedierung, die Stelle in der Leiste wird örtlich betäubt.
Behandlung
Die Behandlung einer Arrhythmie hängt von der Art und Schwere ab. Bei vielen reichen Medikamente aus, die den Herzrhythmus stabilisieren. Wenn das nicht hilft oder die Störung gefährlich ist, kann eine Ablation sinnvoll sein.
Selbsthilfe zu Hause
- Vermeiden Sie Stress und lernen Sie Entspannungstechniken
- Reduzieren Sie Koffein, Alkohol und Nikotin
- Achten Sie auf ausreichend Schlaf
- Dokumentieren Sie Ihre Beschwerden in einem Tagebuch
Medizinische Behandlungen
Medikamente können den Herzschlag verlangsamen oder Rhythmusstörungen unterdrücken. Bei hartnäckigen Formen wird die Ablation eingesetzt: Ein dünner Schlauch (Katheter) wird über die Leiste ins Herz geführt, um die kranken Stellen zu veröden.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine offene Herz-OP ist nur nötig, wenn die Ablation nicht möglich ist oder gleichzeitig andere Herzprobleme behoben werden müssen. Die meisten Ablationen sind minimalinvasiv.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer Ablation können Sie nach ein bis zwei Tagen aus dem Krankenhaus entlassen werden. Für etwa eine Woche sollten Sie körperliche Anstrengung und schweres Heben vermeiden. Viele Menschen fühlen sich nach dem Eingriff deutlich besser.
Tipps für den Alltag
- Bewegen Sie sich regelmäßig, aber hören Sie auf Ihren Körper
- Vermeiden Sie starke Temperaturschwankungen (Sauna, Eisbaden)
- Halten Sie Ihr Gewicht im gesunden Bereich
- Nehmen Sie verordnete Blutverdünner genau nach Anweisung ein
Ernährung und Bewegung
Eine herzgesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkorn und wenig Salz unterstützt die Heilung. Leichte Bewegung wie Spazierengehen oder Radfahren ist schon nach wenigen Tagen erlaubt. Besprechen Sie Sportpläne mit Ihrem Arzt.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Herzrhythmusstörungen und der Eingriff können Angst machen. Fühlen Sie sich nicht allein – viele Menschen haben diese Erfahrung. Bei anhaltender Niedergeschlagenheit sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Im Notfall können Sie die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 anrufen.
Vorbeugung
Nicht alle Herzrhythmusstörungen lassen sich verhindern, aber ein gesunder Lebensstil senkt das Risiko. Dazu gehören: Nichtrauchen, mäßiger Alkoholkonsum, Bewegung und Stressabbau.
Früherkennungsprogramme
Ein regelmäßiger Check beim Hausarzt mit Blutdruckmessung und EKG kann frühzeitig Hinweise geben. Besonders ab 65 Jahren oder bei familiärer Vorbelastung sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Blutgerinnsel, die zu Schlaganfall führen können
- Verschlechterung einer Herzschwäche
- Plötzlicher Herztod (selten)
Langzeitprognose
Die Aussichten nach einer Ablation sind meist sehr gut. Bei vielen Patienten normalisiert sich der Herzrhythmus dauerhaft. Auch wenn manchmal ein zweiter Eingriff nötig ist – moderne Verfahren sind schonend und sicher. Ihr Herz kann sich erholen.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Deutsche Herzstiftung · Deutschland
Hilfetelefone
Externe Links öffnen Websites Dritter. Ruqelo ist nicht für externe Inhalte verantwortlich. Die Nennung einer Organisation bedeutet keine Empfehlung.
Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Ähnliche Erkrankungen
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.