Preparing for angioplasty
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine Angioplastie ist ein schonender Eingriff, bei dem verengte oder verschlossene Blutgefäße wieder geöffnet werden. Dabei wird ein kleiner Ballonkatheter in das Gefäß eingeführt und aufgeblasen, um die Verengung zu beseitigen. Meist wird zusätzlich ein Stent (ein kleines Gitterröhrchen) eingesetzt, um das Gefäß offen zu halten.
Wichtige Fakten
- Die Angioplastie wird meist an den Herzkranzgefäßen durchgeführt, aber auch an Bein- oder Nierenarterien.
- Der Eingriff erfolgt in der Regel über die Leisten- oder Arm-Schlagader und dauert etwa 30 bis 90 Minuten.
- Vor der Angioplastie sind bestimmte Vorbereitungen nötig, wie Blutuntersuchungen und das Absetzen bestimmter Medikamente – aber nur nach Absprache mit dem Arzt.
Ja, die Angioplastie ist ein sehr häufiger Eingriff. In Deutschland werden jedes Jahr über 300.000 solcher Herzkatheter-Eingriffe durchgeführt.
Die Angioplastie wird bei Menschen mit Verengungen der Herzkranzgefäße (Koronare Herzkrankheit) oder anderer Arterien durchgeführt. Betroffen sind oft ältere Menschen, aber auch jüngere mit Risikofaktoren wie Rauchen oder Diabetes.
Symptome
- Plötzliche, starke Brustschmerzen, die länger als 5 Minuten anhalten
- Schmerzen, die in Arme, Rücken, Kiefer oder Magen ausstrahlen
- Plötzliche Atemnot
- Bewusstlosigkeit oder Ohnmacht
- ⚠Neu auftretende oder sich verschlechternde Brustschmerzen
- ⚠Schwindel oder Herzrasen
- ⚠Geschwollene Beine oder Knöchel
Häufige Symptome
- Engegefühl oder Schmerzen in der Brust (Angina pectoris), besonders bei Belastung
- Kurzatmigkeit
- Müdigkeit und Schwächegefühl
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern ist eine Angioplastie selten. Mögliche Beschwerden sind Blaufärbung der Haut oder Lippen, schnelle Ermüdung beim Spielen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Menschen können die Symptome unspezifisch sein: Verwirrtheit, Schwäche, Atemnot bei leichter Anstrengung.
Ursachen
Hauptursachen
- Die Hauptursache für Verengungen der Arterien ist die Arteriosklerose – Ablagerungen von Fett und Kalk in den Gefäßwänden.
Risikofaktoren
- Rauchen
- Hoher Blutdruck
- Erhöhte Blutfette (Cholesterin)
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Übergewicht
- Bewegungsmangel
- Ungesunde Ernährung
- Familienvorbelastung
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlichen, starken Brustschmerzen oder Atemnot sofort den Notruf 112 wählen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie immer wieder Brustschmerzen bei Belastung haben oder sich Ihre Leistungsfähigkeit verschlechtert, vereinbaren Sie einen Termin beim Hausarzt oder Kardiologen.
Diagnose
Die Diagnose von verengten Herzkranzgefäßen erfolgt durch eine Kombination aus Anamnese (Arztgespräch), körperlicher Untersuchung und speziellen Tests. Wenn die Beschwerden auf eine Verengung hindeuten, kann zur Sicherung eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt werden. Diese dient gleichzeitig der Angioplastie.
Mögliche Untersuchungen
- Belastungs-EKG (Elektrokardiogramm unter Belastung)
- Herzultraschall (Echokardiographie)
- Herzkatheteruntersuchung (Koronarangiographie)
- CT oder MRT der Herzkranzgefäße
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Vor der Angioplastie werden Sie stationär aufgenommen. Es erfolgen Blutabnahmen, ein EKG und ein Gespräch mit dem Anästhesisten. Sie erhalten genaue Anweisungen, was Sie vor dem Eingriff beachten müssen (z. B. nüchtern bleiben, bestimmte Medikamente absetzen). Der Eingriff selbst dauert etwa eine Stunde. Sie sind dabei wach, aber örtlich betäubt.
Behandlung
Die Behandlung von verengten Arterien umfasst Lebensstiländerungen, Medikamente und – falls nötig – Eingriffe wie die Angioplastie. Ziel ist es, die Durchblutung zu verbessern und Folgeschäden zu vermeiden.
Selbsthilfe zu Hause
- Auf das Rauchen verzichten
- Sich regelmäßig bewegen (nach Rücksprache mit dem Arzt)
- Gesund essen – wenig Salz, wenig Fett, viel Obst und Gemüse
- Stress reduzieren
Medizinische Behandlungen
Zur Behandlung von Verengungen werden Medikamente eingesetzt, die den Blutdruck senken, die Blutgerinnung beeinflussen und die Blutfette regulieren. Die genaue Medikation wird Ihr Arzt individuell festlegen. Halten Sie die Einnahme genau ein. Eine Angioplastie wird durchgeführt, wenn die Verengung kritisch ist oder Medikamente nicht ausreichen.
Wann kommt eine Operation infrage?
In manchen Fällen ist eine Bypass-Operation nötig, wenn die Verengungen zu ausgedehnt sind oder die Angioplastie nicht möglich ist. Das entscheidet der Arzt im Einzelfall.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer Angioplastie können Sie nach einer kurzen Erholungszeit meist wieder Ihren normalen Alltag aufnehmen. Vermeiden Sie in den ersten Tagen schwere körperliche Arbeit und heben Sie nichts Schweres. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wann Sie wieder Auto fahren dürfen. Nehmen Sie Ihre Medikamente regelmäßig und gehen Sie zu den Kontrollterminen.
Tipps für den Alltag
- Rauchen Sie nicht – das ist das Wichtigste.
- Bewegen Sie sich regelmäßig – z. B. 30 Minuten zügiges Gehen pro Tag.
- Achten Sie auf Ihr Gewicht.
- Kontrollieren Sie Ihren Blutdruck und Ihre Blutfette regelmäßig.
Ernährung und Bewegung
Eine herzgesunde Ernährung ist reich an Vollkornprodukten, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und gesunden Fetten (z. B. aus Nüssen oder Olivenöl). Vermeiden Sie Fertiggerichte, Wurst und frittierte Speisen. Bewegung ist nach der Angioplastie wichtig – beginnen Sie langsam und steigern Sie sich. Fragen Sie Ihren Arzt nach einem individuellen Trainingsplan.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine Herzkrankheit und ein Eingriff können Ängste auslösen. Viele Menschen fühlen sich verunsichert. Das ist normal. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einer psychologischen Beratungsstelle. Bei akuten Krisen wenden Sie sich an die Telefonseelsorge (kostenlos, rund um die Uhr).
Vorbeugung
Verengungen der Arterien lassen sich nicht immer verhindern, aber das Risiko kann durch einen gesunden Lebensstil deutlich gesenkt werden. Dazu gehören: Nicht rauchen, gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und die Kontrolle von Blutdruck und Blutfetten.
Komplikationen
Unbehandelt
- Herzinfarkt (Myokardinfarkt)
- Schlaganfall
- Durchblutungsstörungen in den Beinen (pAVK)
- Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
Langzeitprognose
Die Behandlung von verengten Arterien hat sich in den letzten Jahrzehnten enorm verbessert. Mit einer Angioplastie können die meisten Betroffenen ihre Lebensqualität wiedererlangen und Folgeschäden vermeiden. Entscheidend ist, die Empfehlungen des Arztes zu befolgen und den Lebensstil anzupassen. Die Prognose ist bei guter Mitarbeit meist sehr gut.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.