Preparing for cardiac catheterisation
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Herzkatheteruntersuchung ist ein Verfahren, bei dem ein dünner Schlauch (Katheter) über ein Blutgefäß im Arm oder in der Leiste bis zum Herzen vorgeschoben wird. So können Ärzte die Herzkranzgefäße und die Herzfunktion genau beurteilen. Der Eingriff hilft, Verengungen oder Durchblutungsstörungen des Herzens festzustellen und zu behandeln.
Wichtige Fakten
- Die Untersuchung wird meist örtlich betäubt – Sie sind wach, aber die Einstichstelle ist betäubt.
- Vor dem Eingriff müssen Sie nüchtern sein, das heißt mindestens 6 Stunden vorher nichts essen und nur klare Flüssigkeiten trinken.
- Nach der Untersuchung müssen Sie einige Stunden flach liegen, um Blutungen an der Einstichstelle zu vermeiden.
Ja, die Herzkatheteruntersuchung ist ein sehr häufiger Eingriff. In Deutschland werden jährlich über 700.000 solcher Untersuchungen durchgeführt.
Sie wird vor allem bei Menschen mit Verdacht auf koronare Herzkrankheit, Herzklappenfehlern oder unklaren Brustschmerzen eingesetzt. Betroffen sind häufiger ältere Menschen, aber auch jüngere Patienten mit Risikofaktoren.
Symptome
- Plötzliche, starke Brustschmerzen, die länger als 5 Minuten anhalten
- Bewusstlosigkeit oder plötzlicher Kreislaufstillstand
- Sehr starke Atemnot, die sich nicht bessert
- ⚠Neu auftretende oder sich verschlimmernde Brustschmerzen, die auf Nitrospray nicht ansprechen
- ⚠Anhaltende Herzrasen oder Schwindel mit Sturzgefahr
Häufige Symptome
- Stabile oder instabile Brustschmerzen (Angina pectoris)
- Kurzatmigkeit bei Belastung
- Unregelmäßiger Herzschlag (Herzrhythmusstörungen)
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern wird die Herzkatheteruntersuchung meist zur Diagnose angeborener Herzfehler eingesetzt. Symptome können Blaufärbung der Haut (Zyanose), schlechte Gewichtszunahme oder schnelle Ermüdung sein.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Menschen treten häufiger untypische Symptome wie Atemnot, Müdigkeit oder Verwirrtheit auf. Auch ein plötzlicher Leistungsabfall kann ein Hinweis sein.
Ursachen
Hauptursachen
- Die Herzkatheteruntersuchung wird durchgeführt, wenn der Verdacht auf eine Verengung der Herzkranzgefäße (Koronare Herzkrankheit) besteht, die zu Durchblutungsstörungen führen kann.
- Sie dient auch der Abklärung von Herzklappenfehlern, Herzmuskelschwäche oder angeborenen Herzfehlern.
Risikofaktoren
- Rauchen und hoher Blutdruck
- Erhöhte Cholesterinwerte und Diabetes mellitus
- Übergewicht, Bewegungsmangel und familiäre Vorbelastung
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie neu oder verstärkt Brustschmerzen oder Kurzatmigkeit bei leichter Belastung bemerken.
- Wenn Sie plötzlich Herzrasen, Ohnmachtsanfälle oder Druckgefühl in der Brust haben.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei einer routinemäßigen Abklärung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder erhöhten Cholesterinwerten.
- Wenn Ihr Arzt bei einer Vorsorgeuntersuchung Auffälligkeiten an Herz oder Blutgefäßen feststellt.
Diagnose
Die Herzkatheteruntersuchung ist selbst ein diagnostischer Eingriff. Vorher werden meist Belastungs-EKG, Herzultraschall (Echokardiographie) oder ein CT des Herzens durchgeführt, um den Verdacht zu erhärten.
Mögliche Untersuchungen
- Belastungs-EKG: Herzstrommessung während körperlicher Belastung.
- Echokardiographie: Ultraschall des Herzens, um Struktur und Funktion zu beurteilen.
- Blutuntersuchung: Bestimmung von Herzmarkern wie Troponin.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Vor der Untersuchung werden Sie gründlich aufgeklärt. Sie müssen nüchtern bleiben, erhalten ggf. eine leichte Beruhigung. Die Untersuchung selbst dauert etwa 30–60 Minuten. Sie sind wach, die Einstichstelle wird örtlich betäubt. Nach dem Eingriff werden Sie einige Stunden überwacht.
Behandlung
Die Herzkatheteruntersuchung dient oft auch der Behandlung: Wenn eine Engstelle gefunden wird, kann der Arzt sie während des Eingriffs mit einem Ballon aufdehnen (Ballondilatation) und einen Stent (kleines Röhrchen) einsetzen, um das Gefäß offen zu halten.
Selbsthilfe zu Hause
- Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen – insbesondere blutverdünnende Mittel.
- Halten Sie die vereinbarte Nüchternheit ein (mindestens 6 Stunden ohne Essen, klare Flüssigkeiten sind meist erlaubt).
- Sorgen Sie für Begleitung: Nach dem Eingriff dürfen Sie nicht selbst Auto fahren.
Medizinische Behandlungen
Die Behandlung von Herzkranzgefäßverengungen umfasst allgemein die Einnahme von Medikamenten zur Blutverdünnung und Blutdrucksenkung. Während der Herzkatheteruntersuchung kann der Arzt direkt eingreifen (z. B. durch Ballondilatation oder Stenteinlage). Die genaue Therapie wird individuell mit Ihrem Kardiologen besprochen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Ein offener herzchirurgischer Eingriff (Bypass-Operation) ist nur nötig, wenn mehrere Gefäße schwer verengt sind oder die Herzkatheterbehandlung nicht möglich ist.
Leben mit der Erkrankung
Nach der Herzkatheteruntersuchung können Sie meist nach einem Tag nach Hause. Vermeiden Sie in den ersten Tagen schweres Heben und anstrengende Tätigkeiten. Die Einstichstelle sollte sauber und trocken bleiben.
Tipps für den Alltag
- Bewegen Sie sich regelmäßig, aber beginnen Sie langsam – zum Beispiel Spaziergänge.
- Hören Sie mit dem Rauchen auf – das ist der wichtigste Schritt für Ihre Herzgesundheit.
- Achten Sie auf eine herzgesunde Ernährung mit wenig Salz und viel Gemüse.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit Vollkornprodukten, magerem Eiweiß und ungesättigten Fettsäuren unterstützt die Herzgesundheit. Leichte Bewegung wie Radfahren oder Schwimmen ist nach etwa einer Woche wieder möglich – fragen Sie Ihren Arzt.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Zeit vor und nach einer Herzkatheteruntersuchung kann mit Ängsten oder Unsicherheiten verbunden sein. Es ist normal, sich Sorgen zu machen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einer Vertrauensperson. Bei starken Ängsten oder depressiven Verstimmungen suchen Sie professionelle Hilfe – auch Ihre Krankenkasse kann Beratungsstellen vermitteln.
Vorbeugung
Eine Herzkatheteruntersuchung selbst kann nicht verhindert werden, da sie ein diagnostisches Werkzeug ist. Aber die Grunderkrankung (z. B. Verengung der Herzkranzgefäße) lässt sich durch einen gesunden Lebensstil oft vermeiden oder verzögern.
Früherkennungsprogramme
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt – dazu gehören Blutdruckmessung, Blutfettwerte und Blutzuckerkontrolle – helfen, Risiken früh zu erkennen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Unerkannte Verengungen der Herzkranzgefäße können zu einem Herzinfarkt führen.
- Schwere Herzrhythmusstörungen oder eine Herzmuskelschwäche können die Lebensqualität stark einschränken.
Langzeitprognose
Die Herzkatheteruntersuchung ist ein sicherer Eingriff. Komplikationen wie Blutungen an der Einstichstelle oder allergische Reaktionen auf Kontrastmittel sind selten. Mit moderner Technik und erfahrenen Ärzten wird die Untersuchung gut vertragen. Die meisten Menschen sind innerhalb weniger Tage wieder voll aktiv.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.