Preparing for dialysis session
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Dialyse ist ein Verfahren, das Ihre Nieren bei der Reinigung des Blutes unterstützt, wenn diese nicht mehr richtig arbeiten. Bei der Vorbereitung auf eine Dialysesitzung geht es darum, sich körperlich und seelisch auf die Behandlung einzustellen, damit sie möglichst sicher und angenehm verläuft.
Wichtige Fakten
- Dialyse ist keine Heilung, sondern eine lebenserhaltende Behandlung bei Nierenversagen.
- Vor jeder Sitzung wird Ihr Gewicht und Blutdruck gemessen.
- Die Vorbereitung umfasst auch Ernährungs- und Flüssigkeitsregeln, die Ihr Behandlungsteam mit Ihnen bespricht.
Ja, weltweit unterziehen sich Millionen von Menschen regelmäßig einer Dialyse. In Deutschland ist die Dialyse eine etablierte Behandlungsform.
Betroffen sind vor allem Menschen mit chronischem Nierenversagen, aber auch Personen mit akutem Nierenversagen können vorübergehend dialysepflichtig werden.
Symptome
- Plötzliche Atemnot oder Brustschmerzen während der Dialyse
- Bewusstlosigkeit oder Krampfanfall
- Starke Blutungen an der Einstichstelle
- ⚠Fieber oder Schüttelfrost nach der Dialyse
- ⚠Starke Schwellung oder Rötung an der Zugangsstelle
- ⚠Anhaltendes Erbrechen oder Durchfall
Häufige Symptome
- Müdigkeit und Schwächegefühl vor oder nach der Dialyse
- Muskelkrämpfe während der Behandlung
- Niedriger Blutdruck (Schwindel, Übelkeit)
- Juckreiz der Haut (durch Ablagerungen)
Symptome bei Kindern
- Kinder können ängstlich oder unruhig sein, bevor die Nadel gesetzt wird.
- Eltern sollten sie einfühlsam begleiten und das medizinische Personal einbeziehen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ältere Menschen haben häufiger Schwankungen des Blutdrucks.
- Sie benötigen oft mehr Zeit, um sich von der Behandlung zu erholen.
- Eine gute Vorbereitung auf die Ernährung ist besonders wichtig.
Ursachen
Hauptursachen
- Chronische Nierenerkrankung (z.B. durch Diabetes oder Bluthochdruck)
- Akutes Nierenversagen (z.B. nach schwerer Infektion oder Medikamentenvergiftung)
- Angeborene Nierenerkrankungen
Risikofaktoren
- Langjähriger Diabetes oder Bluthochdruck
- Übergewicht
- Rauchen
- familiäre Belastung für Nierenerkrankungen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie während der Dialyse starke Schmerzen oder Atemnot haben
- Wenn die Zugangsstelle (Fistel oder Katheter) blutet, übermäßig geschwollen ist oder sich entzündet
- Wenn Sie nach der Dialyse nicht wieder zu Bewusstsein kommen
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Vor jeder Dialysesitzung wird Ihr Zustand von Fachpersonal überprüft.
- Vereinbarte Kontrolltermine beim Nephrologen (Nierenspezialist) sollten Sie immer einhalten.
Diagnose
Vor Beginn der Dialyse wird eine gründliche Untersuchung durchgeführt. Ihr Arzt klärt, ob eine Dialyse notwendig ist und welches Verfahren für Sie am besten geeignet ist.
Mögliche Untersuchungen
- Blutuntersuchungen (Kreatinin, Harnstoff, Elektrolyte)
- Urinuntersuchung (Menge und Zusammensetzung)
- Ultraschall der Nieren
- Ggf. Nierenbiopsie (Gewebeprobe)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Vor der ersten Dialyse werden Sie ausführlich beraten. Man legt einen Zugang (z.B. Fistel oder Katheter) und zeigt Ihnen, wie Sie sich auf die Sitzungen vorbereiten. Die ersten Behandlungen können ungewohnt sein, aber das Team begleitet Sie eng.
Behandlung
Dialyse ist eine lebenserhaltende Behandlung. Es gibt zwei Hauptformen: Hämodialyse (Blutwäsche außerhalb des Körpers) und Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse). Die Wahl hängt von Ihrem Gesundheitszustand und Ihren Wünschen ab.
Selbsthilfe zu Hause
- Trinken Sie nur so viel, wie mit Ihrem Arzt besprochen.
- Achten Sie auf eine nierenfreundliche Ernährung (wenig Salz, Kalium, Phosphat).
- Wiegen Sie sich täglich und dokumentieren Sie Ihr Gewicht.
- Schonen Sie den Arm mit der Fistel – keine schweren Lasten, keine Blutdruckmessung dort.
Medizinische Behandlungen
Die Dialyse wird von geschultem Fachpersonal durchgeführt. Sie erhalten ggf. Medikamente zur Blutdrucksenkung oder zur Vorbeugung von Krämpfen. Ihr Behandlungsteam passt die Dialyse individuell an. Fragen Sie Ihren Arzt nach allen Möglichkeiten.
Wann kommt eine Operation infrage?
Zur Vorbereitung auf eine langfristige Dialyse kann ein chirurgischer Zugang (Shunt oder Fistel) gelegt werden. Dieser kleine Eingriff wird in der Regel ambulant oder unter örtlicher Betäubung durchgeführt.
Leben mit der Erkrankung
Dialyse erfordert einen strukturierten Tagesablauf. Planen Sie die Sitzungen fest ein und organisieren Sie Fahrdienste, falls nötig. Nehmen Sie sich Zeit für Ruhephasen nach der Behandlung.
Tipps für den Alltag
- Vermeiden Sie Rauchen und übermäßigen Alkohol.
- Bewegen Sie sich regelmäßig, aber ohne Überanstrengung.
- Pflegen Sie Ihre Zugangsstelle sorgfältig (trocken halten, auf Infektionszeichen achten).
Ernährung und Bewegung
Eine spezielle Dialysekost ist wichtig: wenig Kalium (z.B. Bananen, Kartoffeln), wenig Phosphat (z.B. Käse, Cola) und begrenzte Flüssigkeit. Ihr Arzt oder eine Ernährungsberatung hilft Ihnen bei einem passenden Plan. Leichte Bewegung wie Spazierengehen ist gut, vermeiden Sie aber Sport mit hoher Belastung für den Zugangsarm.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Das Leben mit Dialyse kann belastend sein. Viele Menschen fühlen sich müde, unsicher oder traurig. Es ist normal, solche Gefühle zu haben. Sprechen Sie mit Ihrem Team oder suchen Sie psychologische Unterstützung – scheuen Sie sich nicht.
Vorbeugung
Nierenversagen selbst lässt sich nicht immer verhindern, aber Sie können die Progression verlangsamen: kontrollieren Sie Bluthochdruck und Diabetes, ernähren Sie sich gesund und vermeiden Sie nephrotoxische Medikamente (wie bestimmte Schmerzmittel).
Impfungen
Lassen Sie sich gegen Hepatitis B und Grippe impfen – Ihr Dialysezentrum informiert Sie über die empfohlenen Impfungen.
Früherkennungsprogramme
Regelmäßige Kontrollen der Nierenfunktion (Blut- und Urintests) sind wichtig, besonders bei Risikopatienten.
Komplikationen
Unbehandelt
- Unbehandeltes Nierenversagen führt zu lebensbedrohlichen Elektrolytstörungen (z.B. zu viel Kalium im Blut).
- Anstieg von Harnstoff kann zu Bewusstseinsstörungen (urämische Enzephalopathie) führen.
- Wasseransammlungen im Körper (Lungenödem mit Atemnot).
Langzeitprognose
Dialyse ermöglicht vielen Menschen ein aktives Leben über Jahre. Die Lebensqualität hängt stark von der Mitarbeit und der Anpassung an die Therapie ab. Mit guter Vorbereitung und regelmäßiger Betreuung können die meisten Komplikationen vermieden werden. Die Medizin entwickelt sich stetig weiter – sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Perspektiven.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.