Preparing for epidural anaesthesia
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Epiduralanästhesie ist ein Verfahren, bei dem ein Betäubungsmittel in den Bereich um das Rückenmark gespritzt wird, um Schmerzen zu lindern. Es wird oft bei Operationen am Unterkörper oder bei der Geburt eingesetzt.
Wichtige Fakten
- Die Betäubung dauert meist einige Stunden und wirkt nur unterhalb der Einstichstelle.
- Sie bleiben während der gesamten Zeit wach, spüren aber keine Schmerzen im betäubten Bereich.
- Vor der Epiduralanästhesie ist ein ausführliches Gespräch mit dem Anästhesisten nötig, um Risiken zu besprechen.
Ja, die Epiduralanästhesie ist ein sehr häufiges und sicheres Verfahren, das jährlich tausendfach in deutschen Kliniken durchgeführt wird.
Die Epiduralanästhesie wird bei Menschen jeden Alters angewendet, die eine Operation am Unterleib, an den Beinen oder an der Hüfte benötigen, sowie bei Frauen während der Geburt.
Symptome
- Plötzliche Atemnot oder Atemstillstand.
- Starke Kopfschmerzen, die nach der Betäubung nicht nachlassen oder mit Nackensteifigkeit einhergehen.
- Anzeichen einer allergischen Reaktion wie Hautausschlag, Juckreiz, Schwellungen im Gesicht oder Schluckbeschwerden.
- ⚠Blut oder Flüssigkeit tritt an der Einstichstelle aus.
- ⚠Starke Schmerzen im Rücken oder in den Beinen, die anhalten.
- ⚠Fieber über 38,5 °C nach dem Eingriff.
Häufige Symptome
- Ein Taubheitsgefühl und Schwäche in den Beinen während der Betäubung.
- Ein leichtes Kribbeln oder Druckgefühl beim Einführen der Nadel.
- Vorübergehende Blutdrucksenkung, die Sie als Schwindel oder Übelkeit spüren können.
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern kann die Narkoseeinleitung besonders sanft erfolgen. Sie erhalten oft eine leichte Beruhigung vor dem Eingriff.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ältere Menschen reagieren empfindlicher auf die Betäubung. Die Dosis wird daher individuell angepasst. Nach der Betäubung kann die Mobilität etwas länger eingeschränkt sein.
Ursachen
Hauptursachen
- Epiduralanästhesie wird eingesetzt, um Schmerzen während und nach Operationen am Unterkörper zu vermeiden. Typische Anlässe sind Hüftoperationen, Knieoperationen, Kaiserschnitte oder Geburten.
Risikofaktoren
- Blutgerinnungsstörungen oder Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten (muss vorher mit dem Arzt besprochen werden).
- Infektion an der Einstichstelle oder eine allgemeine schweren Infektion (wie eine Blutvergiftung).
- Sellte anatomische Besonderheiten der Wirbelsäule, zum Beispiel nach einer Wirbelsäulenversteifung.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie plötzlich starke Kopfschmerzen bekommen, die sich im Liegen nicht bessern.
- Wenn Sie Fieber oder Rötung an der Einstichstelle bemerken.
- Wenn Sie Taubheitsgefühl oder Schwäche in den Beinen haben, die länger als erwartet anhalten.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Anästhesisten über Ihre Medikamente, besonders Blutverdünner, mindestens eine Woche vor dem Eingriff.
- Vereinbaren Sie einen Beratungstermin zur Narkosevorbesprechung (Anästhesieambulanz), wenn Sie unsicher sind.
Diagnose
Vor einer Epiduralanästhesie führt der Narkosearzt (Anästhesist) ein eingehendes Gespräch mit Ihnen. Er fragt nach Ihrer Krankengeschichte, Allergien und Medikamenteneinnahme. Es wird auch eine körperliche Untersuchung durchgeführt, vor allem der Rücken und die Wirbelsäule.
Mögliche Untersuchungen
- Eine Blutuntersuchung, um die Gerinnungsfähigkeit Ihres Blutes zu prüfen.
- Eine körperliche Untersuchung Ihres Rückens und Ihrer Wirbelsäule.
- Gegebenenfalls ein Elektrokardiogramm (EKG) oder Lungenfunktionstest bei Vorerkrankungen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt wird Ihnen den Ablauf genau erklären. Sie erhalten die Möglichkeit, alle Ihre Fragen zu stellen. Es ist wichtig, dass Sie ehrlich über Ihre Medikamente und Vorerkrankungen berichten, damit die Betäubung sicher verläuft.
Behandlung
Die Epiduralanästhesie ist eine Methode der Regionalanästhesie. Der Arzt betäubt einen bestimmten Bereich Ihres Körpers, während Sie wach sind. Ein dünner Schlauch (Katheter) wird in den Epiduralraum eingeführt, über den nach Bedarf Betäubungsmittel gegeben werden können.
Selbsthilfe zu Hause
- Bereiten Sie sich mental vor: Wissen über den Ablauf hilft oft gegen Angst.
- Essen Sie nichts mehr ab einer bestimmten Zeit vor dem Eingriff (Ihr Arzt sagt Ihnen die genauen Zeiten).
- Duschen Sie am Morgen der Operation und tragen Sie saubere Kleidung.
Medizinische Behandlungen
Die Betäubung wird durch ein örtliches Betäubungsmittel in den Epiduralraum verabreicht. Manchmal werden zusätzlich schmerzlindernde Mittel (Opioide) beigemischt, um die Wirkung zu verlängern. Die Dosis wird individuell angepasst, je nach Eingriff und Ihrer Reaktion. Der Arzt überwacht während der gesamten Zeit Ihre Vitalzeichen (Blutdruck, Puls, Sauerstoffsättigung).
Wann kommt eine Operation infrage?
Die Epiduralanästhesie selbst ist kein chirurgischer Eingriff, sondern wird für Operationen benötigt. Sie kann auch nach der Operation zur Schmerzbehandlung eingesetzt werden.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer Epiduralanästhesie müssen Sie für einige Stunden liegen bleiben, bis die Betäubung vollständig nachlässt. Sie werden engmaschig überwacht. Am ersten Tag sollten Sie sich schonen und aufstehen nur mit Hilfe.
Tipps für den Alltag
- Vermeiden Sie am Tag nach der Betäubung das Autofahren oder Bedienen von Maschinen.
- Achten Sie darauf, dass Sie mindestens 24 Stunden nicht allein sind, falls Nebenwirkungen auftreten.
Ernährung und Bewegung
Sie dürfen normal essen und trinken, sobald Sie sich dazu in der Lage fühlen. Leichte Bewegung, wie kurzes Gehen, ist nach Rücksprache mit dem Pflegepersonal erlaubt. Schweres Heben oder Sport sollten Sie in den ersten Tagen vermeiden.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Manche Menschen fühlen sich nach einer Epiduralanästhesie unsicher oder haben Angst vor möglichen Komplikationen. Das ist normal. Reden Sie mit Ihrem Arzt oder dem Pflegepersonal über Ihre Sorgen. Oft hilft es zu wissen, dass die meisten Nebenwirkungen mild und vorübergehend sind.
Vorbeugung
Epiduralanästhesie ist ein Verfahren gegen Schmerzen. Sie können sich darauf vorbereiten, indem Sie alle Anweisungen Ihres Arztes befolgen, vor allem zum Absetzen von Medikamenten und zum Fasten. Dadurch verringern Sie das Risiko von Komplikationen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Ohne angemessene Überwachung können folgende Komplikationen auftreten: Dauerhafte Taubheit oder Lähmung (sehr selten), Infektion an der Einstichstelle, Bluterguss im Rückenmarkskanal (epidurales Hämatom). Diese sind extrem selten, wenn die Behandlung von erfahrenen Ärzten durchgeführt wird.
Langzeitprognose
Die Epiduralanästhesie ist ein sehr sicheres Verfahren mit einem geringen Risiko schwerwiegender Komplikationen. In seltenen Fällen kann es zu vorübergehenden Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Blutdruckschwankungen kommen. Ihr Behandlungsteam ist auf alle Eventualitäten vorbereitet. Insgesamt überwiegt der Nutzen der Schmerzfreiheit bei weitem die Risiken.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2026
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