Preparing for pacemaker
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Herzschrittmacher ist ein kleines Gerät, das unter die Haut eingesetzt wird, um den Herzschlag zu regulieren. Es hilft, wenn das Herz zu langsam schlägt (Bradykardie) oder unregelmäßig.
Wichtige Fakten
- Der Eingriff dauert meist 1–2 Stunden und wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt.
- Nach der Operation bleiben die meisten Menschen 1–2 Tage im Krankenhaus.
- Mit einem Herzschrittmacher können Sie fast alle normalen Aktivitäten wieder aufnehmen.
Ja, jedes Jahr werden in Deutschland viele tausend Herzschrittmacher eingesetzt.
Vor allem ältere Menschen, aber auch jüngere Erwachsene und seltener Kinder können einen Schrittmacher benötigen.
Symptome
- Bewusstlosigkeit oder Atemstillstand (sofort 112 rufen)
- Starke Brustschmerzen oder Druckgefühl
- Plötzliche starke Atemnot
- ⚠Wiederholte Ohnmachtsanfälle
- ⚠Anhaltend sehr langsamer Puls unter 40 Schläge pro Minute
- ⚠Schwindel, der nicht weggeht
Häufige Symptome
- Schwindel oder Ohnmachtsanfälle
- Müdigkeit und Schwäche
- Kurzatmigkeit bei Belastung
- Herzrasen oder -stolpern
Symptome bei Kindern
- Antriebslosigkeit und verminderte Belastbarkeit
- Wachstumsverzögerung
- Blässe oder kalte Hände
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Verwirrtheit oder Gedächtnisprobleme
- Stürze ohne erkennbaren Grund
- Atemnot im Ruhezustand
Ursachen
Hauptursachen
- Krankheit des Sinusknotens (die natürliche Taktgeber-Stelle im Herzen arbeitet nicht richtig)
- AV-Block (die elektrische Leitung zwischen Vorhof und Kammer ist gestört)
- Herzschwäche oder Herzinfarkt-Folgen
Risikofaktoren
- Hohes Alter
- Herzerkrankungen wie koronare Herzkrankheit oder Herzinfarkt
- Bestimmte Medikamente (z. B. Betablocker in hoher Dosis)
- Elektrolytstörungen (z. B. zu wenig Kalium im Blut)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Ohnmacht oder starkem Schwindel innerhalb von 24 Stunden einen Arzt aufsuchen oder die 112 rufen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei anhaltender Müdigkeit, Kurzatmigkeit oder Herzstolpern einen Termin beim Hausarzt oder Kardiologen vereinbaren.
Diagnose
Der Arzt stellt die Diagnose mithilfe von Tests, die die Herzfrequenz und den Rhythmus überwachen.
Mögliche Untersuchungen
- EKG (Elektrokardiogramm) – zeichnet die Herzströme auf
- Langzeit-EKG (24–48 Stunden Aufzeichnung)
- Belastungs-EKG (unter körperlicher Anstrengung)
- Echokardiographie (Ultraschall des Herzens)
- Event-Rekorder (kleiner Monitor, der über Wochen getragen wird)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind schmerzfrei. Ein Arzt erklärt Ihnen die Ergebnisse und bespricht mit Ihnen, ob ein Schrittmacher nötig ist.
Behandlung
Die Behandlung besteht im Einsetzen eines Herzschrittmachers. Das Gerät besteht aus einem Impulsgeber und einer oder mehreren Elektroden, die zum Herzen führen.
Selbsthilfe zu Hause
- Vor der OP: Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen.
- Nach der OP: Schonen Sie die Seite, wo der Schrittmacher sitzt, für einige Wochen.
- Melden Sie Schwellungen, Rötungen oder Fieber sofort.
Medizinische Behandlungen
Medikamente können vorübergehend helfen, sind aber meist keine dauerhafte Lösung bei schweren Rhythmusstörungen. Die Schrittmacher-Implantation ist der übliche Eingriff.
Wann kommt eine Operation infrage?
Der Eingriff erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung. Ein kleiner Schnitt unter dem Schlüsselbein, die Elektroden werden über eine Vene ins Herz geführt. Nach etwa einer Stunde ist der Schrittmacher eingesetzt.
Leben mit der Erkrankung
Nach der Heilungsphase können Sie Ihren Alltag fast wie gewohnt gestalten. Vermeiden Sie in den ersten Wochen schweres Heben und starke Armbewegungen auf der Seite des Schrittmachers.
Tipps für den Alltag
- Meiden Sie starke Magnetfelder (z. B. MRT ohne Absprache, Sicherheitsschleusen in Geschäften – zeigen Sie Ihren Schrittmacher-Ausweis vor).
- Handys und Kopfhörer nicht direkt über dem Schrittmacher tragen.
- Regelmäßige Kontrolltermine beim Kardiologen einhalten (meist alle 3–12 Monate).
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung und moderate Bewegung (Spazierengehen, Radfahren, Schwimmen) sind gut für das Herz. Besprechen Sie Sportarten mit Ihrem Arzt.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Diagnose und der Eingriff können Ängste auslösen. Es ist normal, sich unsicher zu fühlen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder suchen Sie psychologische Unterstützung – Hilfe ist verfügbar.
Vorbeugung
Viele Herzrhythmusstörungen lassen sich nicht verhindern. Aber ein gesunder Lebensstil (kein Rauchen, Blutdruck und Cholesterin im Griff) kann das Risiko senken.
Früherkennungsprogramme
Es gibt kein allgemeines Screening. Bei Symptomen oder Risikofaktoren kann ein EKG beim Hausarzt sinnvoll sein.
Komplikationen
Unbehandelt
- Wiederholte Ohnmachtsanfälle mit Sturzverletzungen
- Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
- Plötzlicher Herztod (selten)
Langzeitprognose
Die meisten Menschen leben nach der Schrittmacher-Implantation viele Jahre ohne größere Einschränkungen. Das Gerät verbessert die Lebensqualität deutlich und wird regelmäßig kontrolliert.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.