Risks and benefits of ablation for arrhythmia
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine Herzrhythmusstörung (Arrhythmie) bedeutet, dass das Herz unregelmäßig schlägt – zu schnell, zu langsam oder unkoordiniert. Bei einer Katheterablation werden kleine Bereiche im Herzen verödet, die die Störung auslösen. Das Verfahren kann die Beschwerden lindern oder heilen, hat aber auch Risiken wie Verletzungen des Herzens oder Blutungen.
Wichtige Fakten
- Die Katheterablation ist ein minimalinvasiver Eingriff, bei dem über einen dünnen Schlauch (Katheter) Energie an die krankhaften Stellen im Herzen abgegeben wird.
- Die Erfolgsrate liegt bei vielen Arrhythmien über 80 %, hängt aber von der Art der Rhythmusstörung ab.
- Zu den Risiken gehören Blutergüsse, Infektionen, Herzbeutelentzündung und in seltenen Fällen Schlaganfall oder Herzrhythmusstörungen.
Herzrhythmusstörungen sind häufig – etwa 2–3 % der Bevölkerung haben Vorhofflimmern, die häufigste Form. Eine Katheterablation wird bei vielen Patienten mit bestimmten Rhythmusstörungen durchgeführt.
Betroffen sind vor allem Erwachsene über 60 Jahre, aber auch jüngere Menschen mit angeborenen Herzfehlern oder bestimmten Grunderkrankungen.
Symptome
- Brustschmerzen, die nicht nachlassen
- Bewusstlosigkeit oder Ohnmacht
- Plötzliche Atemnot
- Starke Übelkeit mit Brustschmerz
- ⚠Anhaltendes Herzrasen, das nicht aufhört
- ⚠Starker Schwindel, der Sie am Gehen hindert
- ⚠Neu auftretende Schwäche oder Lähmungserscheinungen
Häufige Symptome
- Herzklopfen oder Herzrasen
- Schwindel oder Benommenheit
- Kurzatmigkeit
- Brustschmerzen oder -druck
- Müdigkeit oder Schwäche
Symptome bei Kindern
- Ungewöhnliche Müdigkeit oder Trinkfaulheit bei Säuglingen
- Herzrasen oder Aussetzer, die vom Kind oft nicht beschrieben werden
- Schwierigkeiten beim Sport oder Spielen
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Verstärkte Müdigkeit und Verwirrtheit
- Stürze durch Schwindel
- Verschlechterung von bestehenden Herzerkrankungen
Ursachen
Hauptursachen
- Alterungsprozesse am Herzen
- Bluthochdruck (Hypertonie) über viele Jahre
- Koronare Herzkrankheit (Verengung der Herzkranzgefäße)
- Schilddrüsenüberfunktion
- Elektrolytstörungen (z. B. Kaliummangel)
Risikofaktoren
- Rauchen
- Übergewicht und Bewegungsmangel
- Diabetes mellitus
- Hoher Alkoholkonsum (besonders „Binge Drinking“)
- Stress und Schlafmangel
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlichem, anhaltendem Herzrasen oder Schwindel mit Brustschmerz
- Nach einer Ohnmacht unklarer Ursache
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei gelegentlichem, unregelmäßigem Puls ohne akute Beschwerden
- Zur Abklärung von Müdigkeit, die mit dem Herzen zusammenhängen könnte
Diagnose
Der Arzt stellt die Diagnose meist mit einem EKG (Elektrokardiogramm). Dabei werden die elektrischen Signale des Herzens aufgezeichnet. Zusätzlich können Langzeit-EKG, Belastungs-EKG oder ein Ultraschall des Herzens (Echokardiografie) nötig sein.
Mögliche Untersuchungen
- Ruhe-EKG: Messung der Herzströme in Ruhe
- Langzeit-EKG: Aufzeichnung über 24–48 Stunden, um unregelmäßige Rhythmen zu erfassen
- Belastungs-EKG: Aufzeichnung unter körperlicher Belastung
- Echokardiografie: Ultraschall, um die Herzstruktur zu beurteilen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind schmerzfrei und nicht belastend. Manchmal wird auch eine spezielle Herzkatheteruntersuchung (elektrophysiologische Untersuchung) durchgeführt, um die genauen Auslöser der Rhythmusstörung zu finden – das geschieht oft in Verbindung mit der Ablation.
Behandlung
Die Behandlung einer Herzrhythmusstörung hängt von der Ursache, der Schwere und den Beschwerden ab. Neben Medikamenten kann eine Katheterablation infrage kommen. Dabei werden mit Hitze oder Kälte winzige Narben im Herzen gesetzt, um die fehlerhaften elektrischen Signale zu unterbrechen.
Selbsthilfe zu Hause
- Vermeiden von Auslösern wie übermäßigem Koffein, Alkohol oder Stress
- Regelmäßige Bewegung in Absprache mit dem Arzt
- Ausreichend Schlaf und Entspannung
- Eigenes Pulsmessen, um Veränderungen früh zu bemerken
Medizinische Behandlungen
Zu den allgemeinen Behandlungen gehören Medikamente, die den Herzrhythmus stabilisieren oder die Herzfrequenz senken. Eine Katheterablation wird eingesetzt, wenn Medikamente nicht wirken oder nicht vertragen werden. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung oder leichter Narkose und dauert meist 1–3 Stunden.
Wann kommt eine Operation infrage?
Ein chirurgischer Eingriff (z. B. „Maze-Verfahren“) kommt nur in seltenen Fällen zum Einsatz – etwa wenn andere Behandlungen nicht möglich sind oder gleichzeitig eine Herzoperation aus anderen Gründen erfolgt.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer erfolgreichen Ablation können viele Menschen ihren Alltag wieder ohne Einschränkungen gestalten. Anfangs sind leichte Aktivitäten erlaubt, aber schwere körperliche Anstrengung sollte für einige Wochen vermieden werden. Regelmäßige Nachkontrollen beim Kardiologen sind wichtig.
Tipps für den Alltag
- Herzgesunde Ernährung mit wenig Salz und Fett
- Nicht rauchen und Alkohol nur in Maßen
- Stressmanagement durch Yoga, Meditation oder autogenes Training
- Ausdauersport wie Schwimmen, Radfahren oder Walken nach ärztlicher Freigabe
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung (viel Obst, Gemüse, Vollkorn) kann Herzrhythmusstörungen vorbeugen. Bewegung fördert die Durchblutung und stärkt das Herz – beginnen Sie langsam und steigern Sie sich.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Diagnose einer Herzrhythmusstörung kann Angst und Unsicherheit auslösen. Manche Patienten entwickeln eine Herzangst (Kardiophobie). Gespräche mit Angehörigen, Selbsthilfegruppen oder professionelle psychologische Unterstützung helfen.
Vorbeugung
Nicht alle Rhythmusstörungen sind vermeidbar, aber ein gesunder Lebensstil senkt das Risiko deutlich: Blutdruck normal halten, nicht rauchen, Übergewicht vermeiden und Stress reduzieren.
Früherkennungsprogramme
Ein regelmäßiges EKG beim Hausarzt ist sinnvoll, wenn Sie Risikofaktoren haben oder Symptome bemerken. Bei bekannter Herzerkrankung sind Kontrollen nach den AWMF-Leitlinien empfohlen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Verschlechterung der Herzleistung bis hin zur Herzschwäche
- Erhöhtes Schlaganfallrisiko (besonders bei Vorhofflimmern)
- Häufige Ohnmachtsanfälle (Synkopen)
Langzeitprognose
Die Prognose ist bei den meisten Arrhythmien gut – besonders wenn die Ursache behandelbar ist. Die Katheterablation kann bei vielen Patienten zu einer deutlichen Besserung oder Heilung führen. Wie bei jedem Eingriff gibt es Risiken, aber schwere Komplikationen sind selten.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026
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