Risks and benefits of steroid injection
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine Kortisoninjektion (auch Steroidspritze genannt) ist eine Behandlung, bei der ein entzündungshemmendes Medikament direkt in ein schmerzendes Gelenk, eine Sehne oder einen Schleimbeutel gespritzt wird. Sie soll Schwellungen lindern und Schmerzen reduzieren.
Wichtige Fakten
- Kortisoninjektionen wirken lokal und nicht am ganzen Körper.
- Sie werden oft bei Arthrose, Sehnenentzündungen oder Schleimbeutelentzündungen eingesetzt.
- Die Wirkung hält meist einige Wochen bis Monate an.
Ja, Kortisoninjektionen werden in der Orthopädie und Chirurgie sehr häufig eingesetzt.
Menschen jeden Alters, die unter Gelenk- oder Sehnenentzündungen leiden, zum Beispiel Sportler, Übergewichtige oder ältere Menschen mit Arthrose.
Symptome
- Anzeichen einer schweren Infektion nach der Injektion: plötzliche starke Rötung, starke Schwellung, Fieber über 38°C
- Allergische Reaktion mit Atemnot oder Nesselsucht
- Plötzliche Lähmung oder Taubheit im betroffenen Bereich
- ⚠Leichte allergische Reaktion (Hautausschlag, Juckreiz)
- ⚠Vorübergehende starke Schmerzzunahme nach der Injektion
- ⚠Anhaltende Rötung oder Wärmegefühl an der Einstichstelle
Häufige Symptome
- Gelenkschmerzen
- Schwellungen
- Bewegungseinschränkungen
Symptome bei Kindern
- kindliche Hüftentzündungen (Coxitis fugax)
- Sehnenreizungen durch Überlastung
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Arthroseschmerzen (Gelenkverschleiß)
- Schleimbeutelentzündungen (Bursitis)
Ursachen
Hauptursachen
- Überlastung (z. B. wiederholte Bewegungen im Beruf oder Sport)
- Verletzungen (Zerrungen, Prellungen)
- Altersbedingter Verschleiß (Arthrose)
- Rheumatische Erkrankungen (z. B. rheumatoide Arthritis)
Risikofaktoren
- Wiederholte einseitige Belastung
- Rauchen
- Übergewicht
- Vorherige Gelenkoperationen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn nach der Injektion starke Schmerzen, Fieber oder Taubheit auftreten
- Bei Atemnot oder Hautausschlag nach der Behandlung
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Gelenkschmerzen oder Bewegungseinschränkungen länger als zwei Wochen anhalten
- Vor einer geplanten Kortisoninjektion zur Beratung über Nutzen und Risiken
Diagnose
Der Arzt stellt die Diagnose durch eine körperliche Untersuchung und Bildgebung wie Ultraschall oder MRT.
Mögliche Untersuchungen
- Körperliche Untersuchung (Druck- und Bewegungstest)
- Ultraschall zur Darstellung von Entzündungen oder Flüssigkeitsansammlungen
- Röntgen zum Ausschluss von Knochenproblemen
- Magnetresonanztomographie (MRT) bei unklaren Befunden
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt wird die betroffene Stelle zunächst gründlich untersuchen und die Injektion mit einer dünnen Nadel durchführen. Meist wird vorher örtlich betäubt. Sie können nach der Injektion leichte Schmerzen oder ein Druckgefühl verspüren, das in wenigen Stunden nachlässt.
Behandlung
Die Behandlung mit einer Kortisoninjektion ist in der Regel eine von mehreren Optionen. Sie kann mit Physiotherapie, Schonung und Bewegungstherapie kombiniert werden, um langfristig die Beschwerden zu lindern.
Selbsthilfe zu Hause
- Kühlen Sie die Einstichstelle nach der Injektion für 10-15 Minuten mit einem Kühlpack (nicht direkt auf die Haut).
- Schonen Sie das behandelte Gelenk oder die Sehne zwei bis drei Tage.
- Vermeiden Sie Sport und schwere körperliche Arbeit bis zur Rücksprache mit Ihrem Arzt.
Medizinische Behandlungen
Neben der Kortisoninjektion kann der Arzt entzündungshemmende Medikamente in Tablettenform (z. B. nichtsteroidale Antirheumatika) oder gezielte Physiotherapie empfehlen. In manchen Fällen werden auch Kortisonpräparate in Salbenform eingesetzt. Die genaue Therapie richtet sich nach der Ursache und Schwere der Beschwerden.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn wiederholte Injektionen nicht ausreichend wirken und die Schmerzen stark einschränken, kann ein operativer Eingriff wie eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) oder ein Gelenkersatz notwendig werden. Ihr Chirurg wird das mit Ihnen besprechen.
Leben mit der Erkrankung
Achten Sie nach einer Kortisoninjektion auf eine ruhige Belastung des behandelten Bereichs. Bei leichten Schmerzen können Sie Schonhaltungen vermeiden und sanft bewegen.
Tipps für den Alltag
- Halten Sie ein gesundes Körpergewicht, um Gelenke zu entlasten.
- Vermeiden Sie wiederholte Belastungen (z. B. langes Knien, häufiges Treppensteigen).
- Integrieren Sie regelmäßige Bewegung in den Alltag, zum Beispiel Spaziergänge oder Radfahren.
Ernährung und Bewegung
Eine entzündungshemmende Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Omega-3-Fettsäuren (z. B. aus Leinöl, Nüssen, fettem Fisch) kann unterstützend wirken. Sanfte Bewegung wie Schwimmen, Tai-Chi oder Dehnübungen fördert die Gelenkgesundheit.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Chronische Schmerzen können belastend sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über psychologische Unterstützung oder Schmerzbewältigungsprogramme. Es ist wichtig, aktiv zu bleiben, aber auch auf Warnsignale des Körpers zu hören.
Vorbeugung
Einer Entzündung der Gelenke oder Sehnen können Sie vorbeugen durch regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, Vermeidung von Überlastung und den Verzicht auf Rauchen.
Impfungen
nicht relevant
Früherkennungsprogramme
nicht relevant
Komplikationen
Unbehandelt
- Chronische Schmerzen und Bewegungseinschränkungen
- Gelenkschäden durch fortwährende Entzündung
- Muskelabbau durch Schonhaltung
Langzeitprognose
Bei richtiger Anwendung sind Kortisoninjektionen sehr wirksam und sicher. Die meisten Patienten erleben eine deutliche Linderung der Schmerzen und eine verbesserte Beweglichkeit. In seltenen Fällen können Nebenwirkungen wie Hautverdünnung oder Sehnenriss auftreten, diese sind jedoch bei sorgfältiger Technik und begrenzter Anzahl der Injektionen selten. Ihr Arzt wird mit Ihnen den Nutzen und die Risiken individuell besprechen.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2026
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