Adult booster vaccines overview
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Auffrischungsimpfungen (Booster) sind zusätzliche Impfdosen, die Erwachsene in bestimmten Abständen erhalten, um den Schutz vor Krankheiten wie Tetanus, Diphtherie oder Grippe aufrechtzuerhalten. Mit der Zeit kann die Immunität nach der Grundimmunisierung nachlassen – der Booster sorgt dafür, dass der Körper weiterhin gut geschützt bleibt.
Wichtige Fakten
- Auffrischungsimpfungen werden für verschiedene Krankheiten empfohlen, darunter Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Grippe und COVID-19.
- Die Ständige Impfkommission (STIKO) veröffentlicht regelmäßig aktuelle Empfehlungen für Erwachsene.
- Booster sind in der Regel gut verträglich und schützen nicht nur Sie selbst, sondern auch Ihr Umfeld.
Ja, Auffrischungsimpfungen sind ein normaler Bestandteil der Gesundheitsvorsorge für Erwachsene. Viele Menschen erhalten sie alle zehn Jahre gegen Tetanus und Diphtherie, und jährliche Grippeimpfungen sind ebenfalls weit verbreitet.
Auffrischungsimpfungen betreffen alle Erwachsenen, insbesondere aber Menschen mit chronischen Erkrankungen, Schwangere, ältere Personen und solche, die beruflich viel Kontakt zu anderen haben (z.B. im Gesundheitswesen).
Symptome
- Sehr seltene schwere allergische Reaktionen (z. B. Atemnot, Schwellung von Gesicht oder Zunge, starker Hautausschlag) – sofort den Notruf 112 wählen.
- ⚠Hohes Fieber über 39°C, das länger als zwei Tage anhält.
- ⚠Starke Schmerzen, die nicht nachlassen oder sich auf andere Körperteile ausbreiten.
Häufige Symptome
- Nach einer Auffrischungsimpfung können leichte Reaktionen wie Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle auftreten.
- Manchmal kommt es zu allgemeinen Symptomen wie Müdigkeit, leichtem Fieber oder Kopfschmerzen – das sind normale Zeichen, dass der Körper eine Immunantwort aufbaut.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ältere Erwachsene haben oft ein schwächeres Immunsystem, daher können Impfreaktionen etwas ausgeprägter sein. Das ist aber in der Regel harmlos.
Ursachen
Hauptursachen
- Der natürliche Schutz durch Impfungen oder durchgemachte Erkrankungen lässt mit der Zeit nach. Auffrischungsimpfungen „erinnern“ das Immunsystem an den Erreger und stärken die Abwehr erneut.
Risikofaktoren
- Bestimmte Berufe (z. B. medizinisches Personal, Erzieher) erhöhen das Risiko für Ansteckung – hier sind Booster besonders wichtig.
- Chronische Erkrankungen wie Diabetes, Asthma oder Herzschwäche können die Immunabwehr schwächen.
- Ein geschwächtes Immunsystem (durch Medikamente oder Krankheiten) kann dazu führen, dass der Impfschutz schneller nachlässt.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie nach einer Impfung ungewöhnlich starke Beschwerden haben (starke Schwellung, hohes Fieber, Atemnot) – suchen Sie noch am selben Tag ärztliche Hilfe auf.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Sprechen Sie bei Ihrem nächsten Arztbesuch über Ihren Impfstatus. Besonders alle zehn Jahre ist eine Auffrischung gegen Tetanus und Diphtherie empfohlen.
- Bei Reisevorbereitungen oder in der Grippesaison sollten Sie prüfen, ob Booster nötig sind.
Diagnose
Auffrischungsimpfungen sind keine Erkrankung, sondern eine Vorsorgemaßnahme. Es gibt keine Diagnose im klassischen Sinne. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin überprüft anhand Ihres Impfpasses, welche Impfungen fällig sind.
Mögliche Untersuchungen
- Eine Blutuntersuchung auf Antikörper kann zeigen, ob noch genügend Schutz besteht – das ist aber selten nötig.
- In der Regel reicht der Impfpass aus, um den Bedarf zu ermitteln.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Bei einem Besuch zur Impfberatung schaut sich die Ärztin Ihren Impfpass an, fragt nach Ihren persönlichen Risiken (z. B. Beruf, Reisen) und empfiehlt die passenden Booster. Die Impfung selbst erfolgt meist als Spritze in den Oberarm oder Muskel und ist in wenigen Minuten erledigt.
Behandlung
Bei Auffrischungsimpfungen geht es nicht um Behandlung einer Krankheit, sondern um Vorbeugung. Die „Behandlung“ besteht darin, die Impfung zu verabreichen – das ist ein kurzer und einfacher Vorgang.
Selbsthilfe zu Hause
- Nach der Impfung kann es helfen, den Arm viel zu bewegen, um Schmerzen zu lindern.
- Kühlen Sie die Einstichstelle bei Bedarf mit einem kühlen Tuch (nicht direkt auf die Haut).
- Trinken Sie ausreichend und gönnen Sie sich bei Bedarf Ruhe.
Medizinische Behandlungen
Falls nach der Impfung starke Beschwerden auftreten, können Ärztinnen und Ärzte entzündungshemmende oder fiebersenkende Mittel empfehlen. Die Auswahl und Dosierung wird individuell angepasst – sprechen Sie mit Ihrer Praxis darüber.
Wann kommt eine Operation infrage?
Nicht zutreffend, da es sich um Impfungen und nicht um eine Erkrankung handelt.
Leben mit der Erkrankung
Auffrischungsimpfungen sind Teil der normalen Gesundheitsvorsorge. Sie beeinträchtigen den Alltag nicht – nach der Impfung können Sie meist direkt wieder Ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen.
Tipps für den Alltag
- Führen Sie einen Impfpass und notieren Sie sich, wann die nächste Auffrischung fällig ist.
- Nehmen Sie Einladungen zu Impfungen ernst – Ihre Hausarztpraxis erinnert Sie oft automatisch.
- Informieren Sie sich vor Reisen rechtzeitig über nötige Booster.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung unterstützen Ihr Immunsystem – dann wirken Impfungen meist noch besser. Es gibt aber keine speziellen Diät- oder Sportvorschriften nach einer Impfung.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Manche Menschen haben Angst vor Spritzen oder Nebenwirkungen. Das ist normal. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin darüber – sie kann Sie beruhigen und die Impfung sanft durchführen. Auch eine Begleitperson kann helfen.
Vorbeugung
„Verhindert“ werden Impfungen nicht – sie sind selbst das beste Mittel zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten. Wer sich regelmäßig impfen lässt, schützt sich und andere.
Impfungen
Es gibt verschiedene Booster-Impfungen für Erwachsene: gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (alle 10 Jahre), gegen Grippe (jährlich), gegen COVID-19 (nach aktueller Empfehlung), gegen Pneumokokken (bei Risikopersonen) und gegen FSME (Zecken, für Risikogebiete). Ihr Arzt oder Ihre Ärztin berät Sie, welche für Sie wichtig sind.
Früherkennungsprogramme
Die Überprüfung des Impfstatus im Impfpass ist das wichtigste Screening. Bei bestimmten Berufsgruppen oder Reisen kann ein Antikörpertest sinnvoll sein – besprechen Sie das mit Ihrem Arzt.
Komplikationen
Unbehandelt
- Ohne Auffrischungsimpfung kann der Schutz vor gefährlichen Krankheiten wie Tetanus oder Keuchhusten nachlassen, was zu schweren Verläufen führen kann.
- Bei einer Grippeinfektion ohne jährlichen Impfschutz sind Komplikationen wie Lungenentzündung oder Krankenhausaufenthalt häufiger.
Langzeitprognose
Die gute Nachricht: Auffrischungsimpfungen sind sicher, gut erforscht und bieten einen sehr wirksamen Schutz. Mit dem aktuellen Impfplan können Sie sich viele Jahre zuverlässig vor vermeidbaren Infektionen schützen. Bleiben Sie am Ball – es lohnt sich für Ihre Gesundheit und die Ihrer Mitmenschen.
Unterstützung finden
Internationale Organisationen
Lokale Organisationen
- Robert Koch-Institut: Impfungen für Erwachsene ↗ · Deutschland
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.