Keeping your eye system healthy
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Augengesundheit umfasst alle Maßnahmen, die Ihre Augen fit und funktionstüchtig halten – von der richtigen Ernährung bis zu regelmäßigen Kontrollen beim Augenarzt.
Wichtige Fakten
- Regelmäßige Augenuntersuchungen können Sehprobleme frühzeitig erkennen.
- Bildschirmarbeit und viel Lesen belasten die Augen – Pausen helfen.
- Eine ausgewogene Ernährung mit Vitamin A, C und E unterstützt die Sehkraft.
Ja, fast jeder Mensch hat im Laufe des Lebens mit Augenbeschwerden wie trockenen Augen oder müden Augen zu kämpfen.
Die Augengesundheit betrifft alle Altersgruppen – Kinder beim Lernen, Erwachsene bei der Arbeit und ältere Menschen bei altersbedingten Veränderungen.
Symptome
- Plötzlicher Sehverlust auf einem oder beiden Augen (wie ein Vorhang)
- Schwere Augenschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen
- Verletzung des Auges durch einen spitzen Gegenstand oder Chemikalien
- Plötzliche Sehstörungen zusammen mit Lähmungserscheinungen oder Sprachstörungen – Verdacht auf Schlaganfall: sofort 112 wählen
- ⚠Roter, schmerzhafter Ausfluss oder Lichtempfindlichkeit (mögliche Hornhautentzündung)
- ⚠Doppelbilder, die nicht nach einigen Minuten verschwinden
- ⚠Plötzlich auftretende ‚Mücken‘ oder Blitze im Gesichtsfeld (kann auf Netzhautablösung hinweisen)
- ⚠Sehverschlechterung innerhalb weniger Tage
Häufige Symptome
- Trockene, brennende oder gerötete Augen
- Verschwommenes Sehen oder Doppelbilder
- Augenschmerzen oder Druckgefühl
- Lichtempfindlichkeit oder Blendung
- Juckreiz oder Fremdkörpergefühl
- Eingeschränktes Gesichtsfeld (Sie sehen Ränder nicht mehr)
Symptome bei Kindern
- Häufiges Blinzeln oder Augenreiben
- Kopfschmerzen nach dem Lesen oder bei Bildschirmarbeit
- Schielen oder ein Auge weicht ab
- Überempfindlichkeit auf helles Licht
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Nachlassende Sehschärfe (besonders beim Lesen oder in der Dämmerung)
- Veränderte Farbwahrnehmung
- Schwierigkeiten beim Sehen in der Dunkelheit
- Häufigere Verletzungen durch Stürze wegen schlechter Sicht
Ursachen
Hauptursachen
- Altersbedingte Veränderungen (z. B. Grauer Star oder Makuladegeneration)
- Trockene Augen durch Bildschirmarbeit, Klimaanlagen oder Heizungsluft
- Entzündungen (Bindehautentzündung, Hornhautentzündung)
- Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, die die Netzhaut schädigen können
- Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) oder Fehlsichtigkeit (Kurz- oder Weitsichtigkeit)
Risikofaktoren
- Rauchen (erhöht Risiko für Makuladegeneration und Grauen Star)
- Übermäßige UV-Strahlung (fehlender Sonnenschutz für die Augen)
- Lange Bildschirmarbeit ohne Pausen
- Ungenügende oder falsche Sehhilfen (Brille/Kontaktlinsen)
- Diabetes mellitus oder Bluthochdruck
- Familienanamnese von Augenerkrankungen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Plötzlicher Sehverlust, starke Schmerzen oder Verletzung – sofort in die Notaufnahme oder zum Augenarzt.
- Wenn Sie Blitze oder plötzlich viele schwarze Punkte sehen – innerhalb von 24 Stunden abklären lassen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Mindestens alle zwei Jahre zur Vorsorgeuntersuchung beim Augenarzt, auch ohne Beschwerden.
- Bei Diabetes oder Bluthochdruck: jährliche Netzhautkontrolle.
- Falls Sie eine Brille oder Kontaktlinsen tragen: jährliche Anpassung und Überprüfung.
Diagnose
Der Augenarzt führt verschiedene Tests durch, um Sehschärfe, Druck im Auge und die Gesundheit von Netzhaut, Linse und Sehnerv zu prüfen.
Mögliche Untersuchungen
- Sehtest (Lesetafel oder automatische Geräte zur Bestimmung der Sehschärfe)
- Augendruckmessung (Tonometer) – wichtig zur Früherkennung von Grünem Star
- Spaltlampenuntersuchung (beleuchtet das Auge von vorne, um Hornhaut, Linse und Vorderkammer zu beurteilen)
- Augenhintergrundspiegelung (Netzhaut und Sehnerv direkt betrachten)
- Gesichtsfeldmessung (Perimetrie) – prüft, wie weit Sie zur Seite sehen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind schmerzfrei. Sie bekommen manchmal Augentropfen, um die Pupillen zu weiten – dann ist das Sehen für einige Stunden verschwommen, bringen Sie daher besser eine Sonnenbrille mit und lassen Sie sich fahren.
Behandlung
Die Behandlung hängt von der Ursache ab. Viele Sehprobleme lassen sich mit Brillen, Kontaktlinsen oder einfachen Augentropfen gut korrigieren oder lindern.
Selbsthilfe zu Hause
- Augen regelmäßig mit Pausen entlasten (z. B. 20-20-20-Regel: alle 20 Minuten 20 Sekunden in die Ferne schauen)
- Ausreichend blinzeln – das befeuchtet die Augen auf natürliche Weise
- Raumluft nicht zu trocken halten (Pflanzen, Luftbefeuchter)
- Schutzbrille bei Gartenarbeit, Heimwerken oder Sport tragen
- Sonnenschutz für die Augen (UV‑400 zertifizierte Sonnenbrille)
Medizinische Behandlungen
Bei trockenen Augen können künstliche Tränen (Augentropfen ohne Konservierungsstoffe) helfen. Entzündungen werden in der Regel mit ärztlich verordneten Augentropfen oder Salben behandelt. Liegt eine Fehlsichtigkeit vor, korrigiert der Optiker oder Augenarzt diese mit Brillengläsern oder Kontaktlinsen. Bei Grunderkrankungen wie Diabetes steht die Behandlung der Stoffwechselstörung im Vordergrund.
Wann kommt eine Operation infrage?
Operationen sind manchmal nötig – zum Beispiel bei Grauem Star (Katarakt), wenn die Linse getrübt ist und die Sehfähigkeit stark beeinträchtigt. Auch Netzhautablösungen erfordern meist einen chirurgischen Eingriff. Sprechen Sie mit Ihrem Augenarzt über alle Optionen.
Leben mit der Erkrankung
Mit guten Sehhilfen und ein paar einfachen Gewohnheiten können Sie den Alltag mit leicht eingeschränktem Sehen gut meistern. Nutzen Sie gute Beleuchtung, vermeiden Sie Spiegelungen und organisieren Sie Ihre Umgebung übersichtlich.
Tipps für den Alltag
- Reduzieren Sie die Bildschirmzeit und machen Sie häufige Pausen
- Achten Sie auf ausreichenden Schlaf – die Augen regenerieren sich nachts
- Vermeiden Sie Rauchen und schützen Sie Ihre Augen vor UV-Strahlung
- Tragen Sie bei Kontaktlinsen saubere Hände und wechseln Sie Linsen nach Plan
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse – besonders grünem Blattgemüse (Spinat, Grünkohl), Karotten (Vitamin A), Zitrusfrüchten (Vitamin C) und Nüssen (Vitamin E) – kann die Augengesundheit fördern. Regelmäßige Bewegung verbessert die Durchblutung und reduziert das Risiko für Diabetes und Bluthochdruck, die die Augen schädigen können.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Sehprobleme können belastend sein, Ängste auslösen oder die Lebensqualität einschränken. Es ist normal, sich frustriert oder traurig zu fühlen. Suchen Sie sich Unterstützung – ein offenes Gespräch mit Familie, Freunden oder einem Psychologen kann helfen.
Vorbeugung
Vieles lässt sich durch gesunde Lebensweise und regelmäßige Vorsorge vermeiden oder hinauszögern. Augenuntersuchungen ab dem 40. Lebensjahr sind besonders wichtig.
Impfungen
Gegen einige Augenentzündungen (z. B. durch Herpesviren) gibt es Impfungen – sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt.
Früherkennungsprogramme
Neugeborene erhalten in Deutschland eine Augenuntersuchung (U‑Untersuchung). Bei Kindern wird im Rahmen der Schuleingangsuntersuchung das Sehen geprüft. Ab 40 Jahren empfehlen die AWMF-Leitlinien alle zwei Jahre eine Augenuntersuchung zur Früherkennung von Grünem Star und Makuladegeneration.
Komplikationen
Unbehandelt
- Unbehandelte Sehfehler können zu Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und Unfällen führen.
- Unerkannte Netzhautablösung kann dauerhaft zur Erblindung führen.
- Unbehandelter Grauer Star trübt die Linse immer stärker und erschwert den Alltag bis hin zur Blindheit.
- Ein zu hoher Augeninnendruck (Grüner Star) schädigt den Sehnerv irreversibel.
Langzeitprognose
Die meisten Augenerkrankungen sind behandelbar oder lassen sich gut managen. Mit regelmäßigen Kontrollen, einem gesunden Lebensstil und rechtzeitiger Behandlung können viele Komplikationen vermieden werden. Die Augengesundheit verbessert sich oft schon durch einfache Maßnahmen. Bleiben Sie zuversichtlich – Ihre Augen haben viel Gutes vor sich, wenn Sie sie unterstützen.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) · Deutschland
- Bundesverband ‚Sehen – was sonst?‘ · Deutschland
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.