Safe drinking water when travelling
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Sicheres Trinkwasser auf Reisen bedeutet, dass Sie beim Reisen in Regionen mit unsicherer Wasserqualität Maßnahmen ergreifen, um eine Ansteckung mit Krankheitserregern wie Bakterien, Viren oder Parasiten zu vermeiden. Diese Erreger können Durchfall und andere Magen-Darm-Beschwerden verursachen.
Wichtige Fakten
- Reisende in Gebiete mit niedrigen Hygienestandards haben ein erhöhtes Risiko für wasserbedingte Erkrankungen.
- Die häufigste Ursache für Reisedurchfall ist verunreinigtes Wasser oder damit zubereitete Speisen.
- Durch einfache Maßnahmen wie Abkochen oder Filterung können die meisten Risiken vermieden werden.
Ja, unsicheres Trinkwasser ist weltweit ein häufiges Problem. Schätzungsweise erkranken jährlich Millionen von Reisenden an wasserbedingten Infektionen.
Betroffen sind vor allem Reisende in Länder mit unzureichender Wasseraufbereitung, insbesondere in tropischen oder subtropischen Regionen. Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Kinder und ältere Erwachsene sind besonders gefährdet.
Symptome
- Blut im Stuhl oder schwarzer Stuhl
- Anzeichen einer schweren Austrocknung (kein Urin über 8 Stunden, extrem trockene Haut, schneller Herzschlag)
- Hohes Fieber über 39 °C, das nicht sinkt
- ⚠Starke Bauchschmerzen, die nicht nachlassen
- ⚠Erbrechen, das keine Flüssigkeitsaufnahme erlaubt
- ⚠Symptome, die länger als 3 Tage anhalten
Häufige Symptome
- Wässriger Durchfall (Reisedurchfall)
- Übelkeit und Erbrechen
- Bauchkrämpfe
- Leichtes Fieber
Symptome bei Kindern
- Häufiger und schwerer Durchfall
- Austrocknung (trockene Lippen, wenig Urin, Unruhe)
- Fieber über 38,5 °C
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Stärkerer Flüssigkeitsverlust
- Verwirrtheit oder Schwindel durch Austrocknung
- Verschlechterung von Vorerkrankungen
Ursachen
Hauptursachen
- Trinken von Leitungswasser in Regionen, in denen es nicht ausreichend gereinigt ist
- Verzehr von Speisen, die mit verunreinigtem Wasser zubereitet wurden (z. B. Eiswürfel, Salate)
- Kontakt mit verunreinigtem Wasser beim Zähneputzen oder Duschen (Verschlucken)
- Bakterien wie Escherichia coli, Salmonellen oder Viren wie Noroviren
Risikofaktoren
- Reise in Länder mit niedrigem Hygienestandard (z. B. Teile Afrikas, Asiens, Mittel- und Südamerikas)
- Geschwächtes Immunsystem durch chronische Krankheiten oder Medikamente
- Lange Aufenthalte in ländlichen Gebieten
- Verzehr von ungeschältem Obst oder rohem Gemüse
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Blut im Stuhl
- Bei schwerer Austrocknung (z. B. sehr wenig Urin, starke Schwäche)
- Bei hohem Fieber über 39 °C
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn der Durchfall nach 3 Tagen nicht besser ist
- Wenn Sie regelmäßig reisen und unsicher über Wasserquellen sind
Diagnose
Der Arzt stellt die Diagnose meist aufgrund Ihrer Reisegeschichte und Ihrer Symptome. Bei unklaren oder schweren Fällen wird eine Stuhlprobe untersucht.
Mögliche Untersuchungen
- Stuhluntersuchung auf Bakterien, Viren oder Parasiten
- Blutuntersuchung bei Verdacht auf Austrocknung oder Infektion
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt wird Sie nach Ihren Reisezielen, Essgewohnheiten und Beschwerden fragen. Bei einer Stuhlprobe erhalten Sie ein Röhrchen und Anweisungen zur Probenahme. Die Ergebnisse liegen innerhalb von 1–3 Tagen vor.
Behandlung
Die Behandlung konzentriert sich auf das Ausgleichen von Flüssigkeitsverlust und die Linderung der Symptome. In den meisten Fällen ist keine medikamentöse Therapie nötig.
Selbsthilfe zu Hause
- Trinken Sie viel sauberes Wasser oder spezielle Rehydrationslösungen (erhältlich in Apotheken)
- Schonen Sie sich und vermeiden Sie schwere Mahlzeiten
- Essen Sie leichte, gut verträgliche Kost wie Zwieback, Bananen oder Reis
- Verwenden Sie nur abgekochtes oder desinfiziertes Wasser zum Trinken und Zähneputzen
Medizinische Behandlungen
Bei bakteriellen Infektionen können Antibiotika verschrieben werden – dies entscheidet der Arzt nach Stuhluntersuchung. Gegen Parasiten gibt es spezielle Mittel, die ebenfalls rezeptpflichtig sind. Medikamente gegen Durchfall (sogenannte Motilitätshemmer) sollten nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden, da sie die Ausscheidung von Erregern verzögern können.
Leben mit der Erkrankung
Achten Sie während der Erkrankung auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Ruhe. Wenige Tage sind meist ausreichend, um sich zu erholen.
Tipps für den Alltag
- Trinken Sie nur abgekochtes, gefiltertes oder desinfiziertes Wasser
- Essen Sie in Restaurants nur gut durchgegartes Essen
- Nehmen Sie auf Reisen immer eine Wasserflasche mit und füllen Sie sie nur an vertrauenswürdigen Quellen
Ernährung und Bewegung
Leichte Kost in kleinen Portionen, vermeiden Sie Milchprodukte, fettige oder scharfe Speisen. Leichte Bewegung hilft der Verdauung, aber bei Durchfall ist Ruhe besser.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine plötzliche Durchfallerkrankung auf Reisen kann belastend sein, besonders wenn Sie fern von zu Hause sind. Sprechen Sie mit Reisebegleitern oder einem Arzt, wenn Sie sich ängstlich fühlen.
Vorbeugung
Ja, mit einfachen Maßnahmen können Sie das Risiko deutlich senken. Die wichtigste Regel: Nur abgekochtes, desinfiziertes oder industriell abgepacktes Wasser trinken.
Impfungen
Gegen einige Durchfallerreger (z. B. Cholera, Typhus) gibt es Impfungen. Fragen Sie rechtzeitig vor der Reise Ihren Arzt, ob eine Impfung für Ihr Reiseziel empfohlen wird.
Komplikationen
Unbehandelt
- Schwere Austrocknung, die Kreislaufprobleme oder Nierenschäden verursachen kann
- Elektrolytstörungen (z. B. Kaliummangel), die Herzrhythmusstörungen auslösen können
- Chronische Darmentzündung (postinfektiöses Reizdarmsyndrom)
Langzeitprognose
Die allermeisten Fälle von Reisedurchfall heilen folgenlos aus. Mit der richtigen Flüssigkeitszufuhr und - wenn nötig - ärztlicher Behandlung ist die Prognose ausgezeichnet. Bei rechtzeitigen Maßnahmen treten ernsthafte Komplikationen nur sehr selten auf.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.