cholesterol procedure preparation
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz, die Ihr Körper für viele wichtige Aufgaben braucht. Zu viel Cholesterin im Blut kann aber auf Dauer die Blutgefäße schädigen. Ein Cholesterin-Test misst die Werte im Blut. Da die Vorbereitung (oft nüchtern kommen) wichtig für ein genaues Ergebnis ist, erklären wir hier, wie Sie sich darauf vorbereiten.
Wichtige Fakten
- Für einen zuverlässigen Cholesterin-Test müssen Sie in der Regel 12 Stunden vorher nüchtern sein – also nichts essen und nur Wasser trinken.
- Hohe Cholesterinwerte verursachen zunächst keine Beschwerden. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen wichtig, besonders ab dem 40. Lebensjahr.
- Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann mit dem Bluttest Ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einschätzen.
Ja, Cholesterin-Tests gehören zu den häufigsten Blutuntersuchungen. Viele Menschen lassen ihren Cholesterinspiegel im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen messen.
Betroffen sind vor allem Erwachsene, besonders ab 40 Jahren. Aber auch jüngere Menschen mit Risikofaktoren (z. B. familiäre Vorbelastung, Übergewicht, Diabetes) lassen ihren Cholesterinspiegel testen.
Symptome
- Plötzliche starke Brustschmerzen oder Druckgefühl in der Brust, das länger als ein paar Minuten anhält
- Atemnot oder Kurzatmigkeit in Ruhe
- Plötzliche Schwäche oder Taubheit in Gesicht, Arm oder Bein, besonders auf einer Seite
- Starke Kopfschmerzen, plötzliche Sehstörungen oder Sprachstörungen
- ⚠Anhaltende ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche
- ⚠Wiederkehrende Schmerzen in den Beinen beim Gehen (könnte auf Durchblutungsstörung hinweisen)
Häufige Symptome
- Ein hoher Cholesterinspiegel verursacht normalerweise keine Symptome – er fällt erst im Bluttest auf.
Symptome bei Kindern
- Auch bei Kindern verursacht erhöhtes Cholesterin meist keine Symptome. In seltenen Fällen (familiäre Form) können Gelbfettablagerungen auf der Haut auftreten.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Menschen gelten dieselben Hinweise: meist keine direkten Symptome. Eventuell bestehen aber bereits Zeichen von Gefäßverkalkung, wie Durchblutungsstörungen.
Ursachen
Hauptursachen
- Übermäßige Aufnahme von gesättigten Fettsäuren und Transfetten (z. B. in fettem Fleisch, frittierten Speisen, Fertigprodukten)
- Bewegungsmangel und Übergewicht
- Genetische Veranlagung (familiäre Hypercholesterinämie)
Risikofaktoren
- Ungesunde Ernährung mit viel tierischen Fetten und Zucker
- Wenig körperliche Aktivität
- Übergewicht (besonders Bauchfett)
- Rauchen
- Hoher Blutdruck oder Diabetes
- Alter (Risiko steigt ab 40–50 Jahren)
- Familiäre Vorbelastung für hohe Cholesterinwerte oder Herzinfarkte
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie plötzlich Brustschmerzen, Atemnot oder andere Anzeichen eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls haben – rufen Sie sofort den Notruf 112!
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Ab dem 35. Lebensjahr alle 3–5 Jahre im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung (Check-up 35)
- Wenn in Ihrer Familie frühzeitig Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgetreten sind
- Wenn Sie Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Zuckererkrankung oder starkes Übergewicht haben
Diagnose
Die Diagnose erfolgt per Bluttest, meist nach einer Nüchternphase (12 Stunden ohne Essen, nur Wasser ist erlaubt). Der Arzt oder die Ärztin bestimmt die Konzentration von Gesamtcholesterin, LDL („schlechtes“ Cholesterin), HDL („gutes“ Cholesterin) und Triglyceriden (Blutfette).
Mögliche Untersuchungen
- Lipidprofil (Cholesterinwerte im Blut)
- Gegebenenfalls zusätzlich: Blutzucker, Leber- und Nierenwerte, um das Gesamtrisiko zu beurteilen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Blutabnahme ist einfach und dauert nur wenige Minuten. Wichtig: Halten Sie die Nüchternzeit ein (meist 9–12 Stunden). Sie dürfen Wasser trinken. Nehmen Sie Ihre Medikamente wie gewohnt ein, außer Ihr Arzt hat etwas anderes gesagt. Besprechen Sie vorher, ob Sie bestimmte Präparate absetzen müssen.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach Ihrem persönlichen Risiko. Ziel ist, das Herz-Kreislauf-Risiko zu senken. Meist beginnt man mit Änderungen des Lebensstils. Reichen diese nicht aus, können – nach ärztlicher Verordnung – Medikamente helfen, den Cholesterinspiegel zu senken.
Selbsthilfe zu Hause
- Ernährung umstellen: weniger gesättigte Fette (z. B. Butter, fettes Fleisch, Käse), mehr Ballaststoffe (Haferflocken, Hülsenfrüchte, Obst, Gemüse)
- Regelmäßige Bewegung: mindestens 150 Minuten moderate Aktivität pro Woche (z. B. zügiges Gehen, Radfahren)
- Gesundes Körpergewicht anstreben
- Rauchen aufgeben
- Alkoholkonsum einschränken
Medizinische Behandlungen
Wenn Lebensstiländerungen nicht ausreichen, kann Ihr Arzt oder Ihre Ärztin eine medikamentöse Therapie verschreiben. Die häufigsten Wirkstoffgruppen sind Statine, die die körpereigene Cholesterinproduktion bremsen, sowie weitere Präparate, die die Aufnahme von Cholesterin im Darm verringern. Die genaue Auswahl richtet sich nach Ihren Blutwerten, Ihrem Alter und eventuellen Begleiterkrankungen. Nehmen Sie Medikamente immer genau nach Absprache ein.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist bei hohem Cholesterin in der Regel nicht nötig. Nur bei schweren Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße (z. B. Verengungen) können Eingriffe wie eine Herzkatheterbehandlung oder Bypass-Operation erforderlich werden – dies ist dann aber eine Behandlung der Folgeerkrankung, nicht des Cholesterins selbst.
Leben mit der Erkrankung
Ein erhöhter Cholesterinspiegel ist meist gut behandelbar. Im Alltag können Sie selbst viel tun: achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, bewegen Sie sich regelmäßig und lassen Sie Ihre Werte kontrollieren. Medikamente, falls verordnet, sollten Sie zuverlässig einnehmen.
Tipps für den Alltag
- Ernährung: viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Nüsse, Fisch – wenig tierische Fette und Zucker
- Bewegung: tägliche Spaziergänge, Radfahren, Schwimmen oder andere Ausdauersportarten
- Gewicht: bei Übergewicht hilft schon eine moderate Gewichtsabnahme
- Stressmanagement: Entspannungsübungen wie Yoga oder autogenes Training können helfen
- Kein Rauchen
Ernährung und Bewegung
Eine herzgesunde Ernährung nach dem Vorbild der Mittelmeerküche ist ideal: viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Olivenöl, Nüsse, wenig rotes Fleisch. Kombinieren Sie dies mit Alltagsbewegung – Treppe statt Aufzug, Spaziergang in der Mittagspause. Schon kleine Änderungen haben eine große Wirkung.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Diagnose „erhöhte Cholesterinwerte“ kann manche Menschen verunsichern. Das ist verständlich. Nehmen Sie sich Zeit, um alle Fragen mit Ihrem Arzt zu besprechen. Meist ist es gut, aktiv zu werden, anstatt sich zu sorgen. Austausch mit anderen Betroffenen (z. B. in Selbsthilfegruppen) kann zusätzlich entlasten.
Vorbeugung
Ja, Sie können viel tun, um hohe Cholesterinwerte zu vermeiden oder zu senken. Eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Bewegung und Nichtrauchen sind die wichtigsten Maßnahmen.
Früherkennungsprogramme
Im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung (Check-up 35) haben Erwachsene in Deutschland alle drei Jahre Anspruch auf eine Blutuntersuchung inklusive Cholesterinmessung. Bei familiärer Vorbelastung kann eine frühere und häufigere Kontrolle sinnvoll sein – sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt.
Komplikationen
Unbehandelt
- Fortschreiten von Arterienverkalkung (Atherosklerose) mit Verengung der Blutgefäße
- Erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall
- Durchblutungsstörungen der Beine (Schaufensterkrankheit)
- Bei sehr hohen Werten: Ablagerungen in Sehnen oder Haut (Xanthome)
Langzeitprognose
Die Prognose ist gut, wenn man die Werte rechtzeitig in den Griff bekommt. Mit Lebensstiländerungen und falls nötig Medikamenten lässt sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich senken. Viele Menschen führen mit gut eingestellten Cholesterinwerten ein völlig normales Leben ohne Einschränkungen.
Unterstützung finden
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 27. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.