Tag der Katarakt-Operation
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Der Tag der Katarakt-Operation (auch Grauer-Star-Operation genannt) ist der Tag, an dem die getrübte Linse im Auge durch eine klare Kunstlinse ersetzt wird. Der Eingriff dauert etwa 20 bis 30 Minuten und wird meist unter örtlicher Betäubung durchgeführt.
Wichtige Fakten
- Die Operation wird in der Regel ambulant durchgeführt – Sie können noch am selben Tag nach Hause.
- Der Eingriff ist schmerzfrei, da das Auge betäubt wird.
- Nach der Operation sehen Sie oft schon am nächsten Tag deutlich klarer.
Ja, die Katarakt-Operation ist einer der häufigsten und sichersten chirurgischen Eingriffe weltweit.
Betroffen sind vor allem Menschen ab 60 Jahren, aber auch jüngere Erwachsene und selten Kinder können eine Katarakt haben und operiert werden.
Symptome
- Plötzliche, starke Augenschmerzen
- Plötzlicher Sehverlust auf dem operierten Auge
- Wenn Sie Gegenstände doppelt sehen oder Lichterblitze wahrnehmen
- ⚠Starke Rötung oder Schwellung des Auges, die sich verschlimmert
- ⚠Eitriger oder übelriechender Ausfluss aus dem Auge
- ⚠Anhaltende Übelkeit oder Erbrechen nach der Operation
Häufige Symptome
- Am Operationstag selbst spüren Sie in der Regel keine Schmerzen, höchstens ein leichtes Druckgefühl.
- Nach der Operation kann das Auge gerötet sein und leicht tränen.
- Das Sehen ist anfangs oft noch verschwommen, bessert sich aber innerhalb weniger Stunden.
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern läuft die Operation ähnlich ab, aber die Betäubung erfolgt meist in Vollnarkose.
- Nach dem Eingriff tragen die Kinder oft eine Schutzklappe über dem Auge.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ältere Menschen vertragen die örtliche Betäubung gut und können in der Regel am selben Tag nach Hause.
- Nach der Operation kann es zu Müdigkeit kommen – das ist normal und legt sich schnell.
Ursachen
Hauptursachen
- Die Katarakt entsteht durch Trübung der natürlichen Augenlinse, meist altersbedingt.
- Der Eingriff wird notwendig, wenn die Sehbehinderung den Alltag stark beeinträchtigt.
Risikofaktoren
- Fortgeschrittenes Alter
- Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes
- Langjährige Einnahme von Kortison
- Frühere Augenverletzungen oder -operationen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie am Tag nach der Operation plötzlich starke Schmerzen oder Sehverschlechterung bemerken
- Bei Anzeichen einer Infektion (Rötung, Schwellung, Fieber)
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Zur Nachkontrolle am ersten Tag nach der Operation (vom Arzt festgelegt)
- Spätere Kontrolltermine nach 1 Woche und 1 Monat
Diagnose
Die Notwendigkeit einer Katarakt-Operation wird durch eine augenärztliche Untersuchung festgestellt.
Mögliche Untersuchungen
- Sehtest mit Buchstaben oder Symbolen
- Spaltlampenuntersuchung (Mikroskop für das Auge)
- Messung der Hornhautkrümmung und Augenlänge zur Berechnung der Kunstlinse
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Vor der Operation erhalten Sie Augentropfen zur Weitung der Pupille und ein örtliches Betäubungsmittel. Während des Eingriffs bleiben Sie wach, spüren aber keine Schmerzen. Der Arzt spricht mit Ihnen, sodass Sie jederzeit wissen, was passiert.
Behandlung
Die Katarakt-Operation ist die einzige wirksame Behandlung. Dabei wird die getrübte Linse mit Ultraschall zerkleinert, abgesaugt und durch eine klare Kunstlinse ersetzt.
Selbsthilfe zu Hause
- Nach der Operation das Auge nicht reiben oder drücken.
- Am Operationstag nicht bücken, schwer heben oder Sport treiben.
- Die verordneten Augentropfen nach Anleitung des Arztes anwenden.
Medizinische Behandlungen
Der Arzt verschreibt in der Regel antibiotische und entzündungshemmende Augentropfen, die Sie über einige Tage anwenden. Zusätzlich kann eine Schutzklappe über das Auge gegeben werden.
Wann kommt eine Operation infrage?
Die Operation wird durchgeführt, wenn die Sehbehinderung so stark ist, dass sie den Alltag beeinträchtigt – zum Beispiel beim Lesen, Autofahren oder Erkennen von Gesichtern.
Leben mit der Erkrankung
Schon am Tag nach der Operation können Sie viele Alltagsaktivitäten wieder aufnehmen. Vermeiden Sie in der ersten Woche Staub, Rauch und chlorhaltiges Wasser.
Tipps für den Alltag
- Tragen Sie eine Sonnenbrille, da das Auge nach der Operation lichtempfindlich sein kann.
- Vermeiden Sie für etwa zwei Wochen anstrengende Tätigkeiten und Schwimmen.
- Halten Sie die Nachsorgetermine unbedingt ein.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die Heilung, es sind aber keine speziellen Diäten nötig. Leichte Bewegung wie Spazierengehen ist ab dem zweiten Tag erlaubt.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die plötzliche Verbesserung des Sehens kann anfangs überwältigend sein, aber die meisten Menschen fühlen sich schnell erleichtert und zufrieden. Bei anhaltenden Ängsten oder Trübsinn sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Vorbeugung
Eine altersbedingte Katarakt lässt sich nicht verhindern. Eine gesunde Lebensweise mit Schutz vor UV-Strahlung und Nichtrauchen kann das Risiko verringern.
Früherkennungsprogramme
Regelmäßige Augenuntersuchungen ab dem 60. Lebensjahr helfen, eine Katarakt frühzeitig zu erkennen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Bei sehr langer Nichtbehandlung kann die Katarakt zu einer starken Sehbehinderung bis hin zur Erblindung führen.
- Selten kann ein unbehandelter Grauer Star eine Entzündung im Auge (Phakogenes Glaukom) verursachen.
Langzeitprognose
Die Operation ist in über 95 % der Fälle erfolgreich. Die meisten Menschen können nach der Heilung wieder klar sehen und ihren Alltag ohne Einschränkungen genießen. Komplikationen sind selten und meist gut behandelbar.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026
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