Age 40 NHS style health check overview
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Der Gesundheits-Check ab 40 ist eine kostenlose Vorsorgeuntersuchung, bei der Ihr Hausarzt oder Ihre Hausärztin Ihren allgemeinen Gesundheitszustand überprüft. Das Ziel ist, frühzeitig Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Nierenkrankheiten zu erkennen.
Wichtige Fakten
- Der Check wird in Deutschland ab dem 35. Lebensjahr (bei Frauen und Männern) alle drei Jahre von der Krankenkasse bezahlt.
- Er umfasst eine Blutdruckmessung, einen Bluttest (Cholesterin, Blutzucker) und eine kurze körperliche Untersuchung.
- Sie erhalten eine persönliche Beratung zu gesunder Ernährung, Bewegung und Rauchverzicht.
Ja, viele Menschen in Deutschland nutzen diese Vorsorgeuntersuchung. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Prävention, denn etwa jeder zweite Erwachsene über 40 hat ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Der Check richtet sich an alle gesetzlich versicherten Erwachsenen im Alter von 35 bis 74 Jahren. Besonders wichtig ist er für Menschen mit Übergewicht, Bewegungsmangel oder familiärer Vorbelastung.
Symptome
- Plötzliche starke Brustschmerzen oder Druckgefühl in der Brust
- Atemnot, die nicht nachlässt
- Lähmungserscheinungen oder Sprachstörungen (Anzeichen für Schlaganfall)
- ⚠Wiederholte Ohnmachtsanfälle oder Schwindel mit Stürzen
- ⚠Sehr hoher Blutdruck (über 180/110 mmHg) ohne Symptome – bitte noch am selben Tag den Hausarzt aufsuchen
Häufige Symptome
- Der Check selbst verursacht keine Symptome – er dient der Früherkennung von Risiken wie erhöhtem Blutdruck oder Zuckerwerten, die oft jahrelang unbemerkt bleiben.
Symptome bei Kindern
- Für Kinder gibt es spezielle Vorsorgeuntersuchungen (U1 bis U9). Der Gesundheits-Check für 40-Jährige ist nur für Erwachsene gedacht.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Menschen ab 65 Jahren wird der Check ergänzt durch zusätzliche Impfungen und ein Screening auf Gebrechlichkeit. Auch die Blutdruckmessung bleibt wichtig.
Ursachen
Hauptursachen
- Der Gesundheits-Check ist keine Krankheit, sondern eine Vorsorgemaßnahme. Die Risiken, die dabei entdeckt werden können, haben oft mehrere Ursachen wie erbliche Veranlagung, ungesunde Ernährung oder Rauchen.
Risikofaktoren
- Übergewicht (insbesondere Bauchfett)
- Bewegungsmangel
- Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum
- Ungesunde Ernährung (z. B. zu viel Salz, Zucker, Fett)
- Familiäre Vorbelastung (Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes bei nahen Verwandten)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei akuten Symptomen wie Brustschmerz, Atemnot oder starken Kopfschmerzen mit verschwommenem Sehen – sofort den Notruf 112 wählen oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116117) kontaktieren.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Vereinbaren Sie einen Termin für den Gesundheits-Check, wenn Sie 35 Jahre oder älter sind und schon länger keinen Check mehr hatten. Am besten alle drei Jahre.
Diagnose
Der Gesundheits-Check wird in der Hausarztpraxis durchgeführt. Er besteht aus einem kurzen Gespräch, einer körperlichen Untersuchung und einigen einfachen Tests.
Mögliche Untersuchungen
- Blutdruckmessung
- Blutabnahme (Bestimmung von Cholesterin und Blutzucker)
- Urintest auf Eiweiß (für Nierenfunktion)
- Messung von Gewicht und Größe (BMI und Bauchumfang)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt oder die Ärztin fragt nach Ihrem Lebensstil (Ernährung, Bewegung, Rauchen) und familiären Erkrankungen. Die Blutabnahme ist schnell gemacht. Nach etwa einer Woche besprechen Sie die Ergebnisse. Meist erhalten Sie dann Tipps, wie Sie Ihr Risiko senken können.
Behandlung
Falls der Check erhöhte Werte zeigt, wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin mit Ihnen über die nächsten Schritte sprechen. Oft reichen schon Änderungen im Lebensstil. In manchen Fällen können Medikamente helfen, die Risiken zu senken.
Selbsthilfe zu Hause
- Mehr Bewegung – mindestens 30 Minuten pro Tag (z. B. zügiges Gehen)
- Gesunde Ernährung – viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, weniger rotes Fleisch und Salz
- Gewicht reduzieren, wenn der BMI über 25 liegt
- Rauchen aufgeben – Ihr Arzt kann Ihnen Hilfsangebote nennen
Medizinische Behandlungen
Wenn der Blutdruck oder der Blutzucker dauerhaft zu hoch sind, kann Ihr Arzt oder Ihre Ärztin eine Behandlung mit verschreibungspflichtigen Medikamenten empfehlen, die aber nur nach genauer Abwägung und auf Sie abgestimmt werden. Lassen Sie sich dazu eingehend beraten.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation wird beim Gesundheits-Check nie direkt empfohlen. Sollte eine Herzerkrankung oder Diabetes fortgeschritten sein, kann später ein Eingriff nötig werden – das besprechen Sie dann mit Ihrem Facharzt.
Leben mit der Erkrankung
Der Check selbst beeinflusst Ihren Alltag nicht. Aber die Ergebnisse können Anlass sein, Ihre Gewohnheiten zu überdenken. Führen Sie ein kleines Tagebuch über Blutdruck- oder Blutzuckerwerte, wenn Ihr Arzt das empfiehlt.
Tipps für den Alltag
- Tägliche Bewegung in den Alltag einbauen (Treppe statt Aufzug, kurze Spaziergänge)
- Stress reduzieren durch Entspannungsübungen oder Hobbys
- Regelmäßig schlafen und ausreichend trinken (Wasser, ungesüßter Tee)
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Ballaststoffen und wenig Zucker sowie Ausdauersport (Joggen, Schwimmen, Radfahren) helfen, die Werte zu verbessern. Suchen Sie sich eine Aktivität, die Ihnen Freude macht.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Ein erhöhtes Risiko kann zunächst beunruhigen. Nehmen Sie sich Zeit, die Informationen zu verarbeiten. Sprechen Sie mit Familie oder Freunden. Bei anhaltender Sorge kann eine psychologische Beratung helfen.
Vorbeugung
Der Gesundheits-Check ist selbst eine vorbeugende Maßnahme. Indem Sie Risiken früh erkennen, können Sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Nierenschäden in vielen Fällen verhindern oder verzögern.
Impfungen
Im Rahmen des Checks kann Ihr Arzt auch Ihren Impfstatus überprüfen (z. B. Grippe, Tetanus, COVID-19). Lassen Sie sich beraten, welche Impfungen für Sie sinnvoll sind.
Früherkennungsprogramme
Neben dem allgemeinen Check gibt es je nach Geschlecht und Alter weitere Früherkennungsuntersuchungen, wie Darmkrebs-Screening (ab 50 Jahren) oder Hautkrebs-Screening (ab 35 Jahren). Ihr Arzt wird Sie darauf hinweisen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Unbehandelter Bluthochdruck kann zu Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenschäden führen.
- Ein nicht erkannter Diabetes begünstigt Gefäßverkalkung, Nervenschäden und Sehstörungen.
- Hohe Cholesterinwerte fördern Arteriosklerose (Verengung der Blutgefäße).
Langzeitprognose
Die gute Nachricht: Viele Risiken lassen sich durch einfache Maßnahmen senken. Mit einem gesunden Lebensstil und regelmäßigen Checks können Sie Ihre Gesundheit über viele Jahre stabil halten. Ihr Arzt unterstützt Sie dabei.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM) · Deutschland
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 25. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.