Age 60 bowel screening decision
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Darmkrebsvorsorge ist eine Untersuchung, mit der man frühzeitig Veränderungen im Darm entdecken kann, bevor Krebs entsteht. Wenn Sie um die 60 Jahre alt sind, stellt sich die Frage, ob Sie diese Vorsorge nutzen möchten.
Wichtige Fakten
- Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland.
- Eine Früherkennung kann Leben retten, weil sie Krebs in einem frühen Stadium findet.
- Die beste Zeit, über die Vorsorge nachzudenken, ist zwischen 50 und 65 Jahren.
- Es gibt verschiedene Tests, zum Beispiel den Stuhltest und die Darmspiegelung (Koloskopie).
Ja, Darmkrebs ist eine häufige Krebserkrankung. Bei Menschen über 50 Jahren steigt das Risiko. Deshalb wird allen ab 50 Jahren eine Vorsorge empfohlen.
Die Entscheidung zur Darmkrebsvorsorge betrifft vor allem Menschen ab 50 Jahren. Mit 60 Jahren sind die meisten Menschen gesund genug für die Untersuchung, und der Nutzen ist besonders groß.
Symptome
- Starke Bauchschmerzen, die plötzlich auftreten
- Erbrechen von Blut oder Stuhl von schwarzer Farbe (Teerstuhl)
- Sehr starke Übelkeit und Erbrechen
- ⚠Blut im Stuhl, das sichtbar ist (hellrot oder dunkel)
- ⚠Dauerhafte Verstopfung oder Durchfall, die nicht nachlässt
- ⚠Starker, unerklärlicher Gewichtsverlust
Häufige Symptome
- Veränderungen des Stuhlgangs (z. B. Durchfall oder Verstopfung)
- Blut im Stuhl (oft unsichtbar)
- Bauchschmerzen oder Krämpfe
- ungewollter Gewichtsverlust
- Müdigkeit und Schwäche
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Die gleichen Symptome wie bei Erwachsenen, aber ältere Menschen bemerken sie manchmal später oder halten sie für normal.
Ursachen
Hauptursachen
- Darmkrebs entsteht meist aus gutartigen Wucherungen (Polypen), die sich über Jahre entwickeln.
- Die genaue Ursache ist nicht immer klar, aber bestimmte Risikofaktoren spielen eine Rolle.
Risikofaktoren
- Alter über 50 Jahre
- Rauchen
- Übergewicht
- Bewegungsmangel
- Ernährung mit viel rotem Fleisch und wenig Ballaststoffen
- Familiäre Vorbelastung (Darmkrebs bei Eltern oder Geschwistern)
- Bestimmte Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie Blut im Stuhl bemerken
- Wenn Sie anhaltende Bauchschmerzen haben
- Wenn Sie ungewollt viel Gewicht verlieren
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie 50 Jahre oder älter sind, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über die Vorsorge.
- Wenn Sie ein erhöhtes Risiko haben (z. B. durch familiäre Belastung), kann eine frühere oder häufigere Kontrolle sinnvoll sein.
Diagnose
Darmkrebs wird meistens im Rahmen der Vorsorge entdeckt – entweder durch einen Stuhltest oder bei einer Darmspiegelung (Koloskopie). Dabei wird der gesamte Dickdarm mit einer Kamera betrachtet.
Mögliche Untersuchungen
- Stuhltest auf verstecktes Blut (immunologischer Test)
- Darmspiegelung (Koloskopie) – der genaueste Test
- Bei Bedarf: virtuelle Darmspiegelung (CT-Kolonografie) oder Kapselendoskopie
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Wenn Sie sich für eine Darmspiegelung entscheiden, bekommen Sie vorher Abführmittel, um den Darm zu reinigen. Die Untersuchung selbst dauert etwa 20 bis 30 Minuten und findet meist unter einer leichten Betäubung statt. Sie spüren nichts. Nach der Untersuchung können Sie meist noch am selben Tag nach Hause.
Behandlung
Wenn bei der Vorsorge Krebs oder Vorstufen (Polypen) gefunden werden, gibt es gute Behandlungsmöglichkeiten. Die Behandlung hängt vom Stadium ab und wird immer individuell besprochen.
Selbsthilfe zu Hause
- Eine gesunde Ernährung mit viel Ballaststoffen (Obst, Gemüse, Vollkorn)
- Ausreichend Bewegung
- Nicht rauchen
- Alkohol nur in Maßen
Medizinische Behandlungen
Die Behandlung umfasst je nach Stadium eine Operation, Bestrahlung (Strahlentherapie) oder Medikamente wie Chemotherapie oder zielgerichtete Therapien. Ihr Behandlungsteam wird Ihnen alle Möglichkeiten erklären.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist oft nötig, wenn der Tumor noch örtlich begrenzt ist. Dabei wird der kranke Teil des Darms entfernt. Bei sehr frühen Stadien kann der Polyp meist direkt bei der Darmspiegelung abgetragen werden, ohne dass eine offene Operation nötig ist.
Leben mit der Erkrankung
Die meisten Menschen können nach einer erfolgreichen Behandlung ein normales Leben führen. Bei einem künstlichen Darmausgang (Stoma) braucht man anfangs etwas Übung, die Pflege wird aber gut erklärt.
Tipps für den Alltag
- Achten Sie auf eine ballaststoffreiche Ernährung
- Trinken Sie ausreichend Wasser
- Bewegen Sie sich regelmäßig
- Nehmen Sie Ihre Nachsorgetermine wahr
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten ist empfehlenswert. Regelmäßige Bewegung – zum Beispiel Spazierengehen, Radfahren oder Schwimmen – hilft, das Risiko eines Rückfalls zu senken.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine Krebsdiagnose kann Ängste und Sorgen auslösen. Es ist wichtig, mit vertrauten Menschen zu sprechen. Auch psychologische Unterstützung oder Selbsthilfegruppen können helfen.
Vorbeugung
Man kann das Risiko für Darmkrebs senken, indem man sich gesund ernährt, auf das Rauchen verzichtet und sich regelmäßig bewegt. Die beste Vorbeugung ist aber die Früherkennung: Wenn Polypen entdeckt und entfernt werden, kann Krebs vermieden werden.
Früherkennungsprogramme
In Deutschland wird die Darmkrebsvorsorge ab 50 Jahren von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Sie haben die Wahl zwischen dem jährlichen Stuhltest (bis 54 Jahre) und zwei Darmspiegelungen im Abstand von 10 Jahren. Ab 55 Jahren wird eine Darmspiegelung angeboten, wenn Sie noch keine hatten. Für Männer wird sie schon ab 50 Jahren empfohlen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Der Krebs kann sich auf benachbarte Organe ausbreiten (z. B. Leber, Lunge)
- Es kann zu Darmverschluss kommen
- Blutungen im Darm
- Der Tumor kann durch die Darmwand wachsen und Löcher verursachen
Langzeitprognose
Dank der Früherkennung wird Darmkrebs heute immer häufiger in einem frühen Stadium entdeckt. Die Heilungschancen sind dann sehr gut – über 90 Prozent der Patienten werden gesund. Auch bei fortgeschritteneren Stadien gibt es wirksame Behandlungen. Lassen Sie sich beraten, welche Vorsorge für Sie passend ist.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Deutsche Krebshilfe ↗ · Deutschland
- Deutsche Krebsgesellschaft ↗ · Deutschland
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 25. Juli 2026
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