Anatomy scan screening
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Der Anatomie-Scan (auch Feindiagnostik oder Organ-Ultraschall genannt) ist eine Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft, etwa zwischen der 18. und 22. Woche. Dabei werden die Organe und Körperteile des Babys genau angeschaut, um mögliche Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen. Der Scan gehört zur Vorsorge und hilft, die Entwicklung des Kindes zu beurteilen.
Wichtige Fakten
- Der Scan wird meist zwischen der 18. und 22. Schwangerschaftswoche durchgeführt.
- Er ist eine freiwillige, aber empfohlene Vorsorgeuntersuchung.
- Der Arzt oder die Ärztin prüft Herz, Gehirn, Wirbelsäule, Bauchorgane, Arme und Beine des Babys.
- Der Scan kann Hinweise auf Fehlbildungen geben, ist aber nicht immer eindeutig.
- Ein unauffälliger Befund ist beruhigend, schließt aber nicht alle Probleme aus.
Ja, der Anatomie-Scan wird in Deutschland fast allen Schwangeren angeboten und von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die meisten Frauen lassen ihn durchführen.
Er betrifft werdende Mütter und ihre ungeborenen Kinder. Der Scan wird von Fachärztinnen und -ärzten für Frauenheilkunde oder Pränatalmedizin durchgeführt.
Symptome
- Plötzliche starke Bauchschmerzen oder Blutungen während der Schwangerschaft – sofort den Notruf 112 wählen oder in die nächste Klinik fahren.
- Keine Kindsbewegungen mehr spüren – umgehend ärztliche Hilfe holen.
- ⚠Wenn Sie sich Sorgen um die Entwicklung Ihres Babys machen, z. B. weil die Bewegungen nachgelassen haben oder Sie Schmerzen haben, suchen Sie noch am selben Tag Ihre Frauenarztpraxis auf.
Häufige Symptome
- Der Anatomie-Scan ist keine Untersuchung von Symptomen, sondern eine Vorsorgeuntersuchung. Er wird bei gesunden Schwangeren durchgeführt.
Symptome bei Kindern
- Beim Baby können im Scan Auffälligkeiten wie z. B. ein Herzfehler, eine Spina bifida (offener Rücken) oder eine Fehlbildung der Nieren sichtbar werden.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Nicht zutreffend – der Scan betrifft nur ungeborene Kinder.
Ursachen
Hauptursachen
- Der Anatomie-Scan selbst hat keine Ursachen – er ist eine Untersuchung. Mögliche Auffälligkeiten, die er zeigen kann, haben oft keine eindeutige Ursache. Manche Fehlbildungen entstehen durch genetische Veränderungen, Umwelteinflüsse oder zufällig.
Risikofaktoren
- Ein höheres Risiko für Fehlbildungen besteht z. B. bei einer Familiengeschichte mit angeborenen Krankheiten, bei bestimmten Medikamenteneinnahmen in der Frühschwangerschaft, bei unzureichender Folsäureeinnahme, bei Diabetes oder bei Schwangerschaften im höheren Alter der Mutter.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlichen Beschwerden wie starken Schmerzen, Blutungen oder fehlenden Kindsbewegungen immer sofort ärztlichen Rat suchen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Der Anatomie-Scan ist eine Routineuntersuchung im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge. Er wird in der Regel von Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Frauenärztin angeboten.
Diagnose
Der Anatomie-Scan wird mit einem Ultraschallgerät durchgeführt. Die Ärztin oder der Arzt fährt mit einem Schallkopf über Ihren Bauch. In manchen Fällen wird auch ein vaginaler Ultraschall gemacht, um bestimmte Details besser sehen zu können.
Mögliche Untersuchungen
- Ultraschall (Sonographie) des ungeborenen Kindes
- Gegebenenfalls ergänzende Untersuchungen wie eine Fruchtwasserpunktion (Amniozentese) oder eine Chorionzottenbiopsie, falls der Scan Auffälligkeiten zeigt.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Sie liegen entspannt auf einer Liege, der Bauch wird mit Gel bestrichen. Die Ärztin erklärt Ihnen, was sie sieht. Manchmal muss das Baby sich in eine günstige Position drehen, dann kann es etwas länger dauern. Nach dem Scan bespricht sie die Ergebnisse mit Ihnen.
Behandlung
Der Anatomie-Scan selbst ist keine Behandlung. Er dient der Früherkennung. Falls eine Fehlbildung gefunden wird, bespricht das Ärzteteam mit Ihnen die nächsten Schritte. Es gibt je nach Art der Auffälligkeit verschiedene Möglichkeiten: weitere Untersuchungen, Beratung durch Spezialistinnen, Begleitung während der Schwangerschaft oder – in seltenen Fällen – Behandlungen noch vor der Geburt.
Selbsthilfe zu Hause
- Bei einem unauffälligen Scan können Sie sich entspannen und Ihre Schwangerschaft genießen.
- Bei auffälligem Befund ist es wichtig, Zeit für Gespräche einzuplanen und sich alle Fragen genau beantworten zu lassen.
- Suchen Sie sich frühzeitig eine Hebamme oder eine Beratungsstelle für zusätzliche Unterstützung.
Medizinische Behandlungen
Falls eine behandlungsbedürftige Erkrankung beim Baby festgestellt wird, können je nach Fall eine engmaschige Überwachung, Medikamente (z. B. zur Unterstützung der Lungenreife vor der Geburt) oder eine Operation nach der Geburt notwendig sein. Die genaue Behandlung wird von einem interdisziplinären Team (Kinderärzte, Pränatalmediziner, Chirurgen) geplant.
Wann kommt eine Operation infrage?
Manche Fehlbildungen wie ein offener Rücken (Spina bifida) können noch während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt operiert werden. Die Entscheidung trifft das Ärzteteam gemeinsam mit Ihnen.
Leben mit der Erkrankung
In den meisten Fällen ist der Anatomie-Scan unauffällig und der Alltag bleibt wie gewohnt. Falls Auffälligkeiten festgestellt werden, kann die Schwangerschaft von weiteren Kontrollen begleitet sein. Es ist wichtig, sich gut zu informieren und auf ein starkes Netzwerk aus Fachleuten und Familie zu vertrauen.
Tipps für den Alltag
- Sorgen Sie für ausreichend Ruhe und Entspannung.
- Bewegen Sie sich sanft, z. B. mit Schwangerschaftsyoga oder Spaziergängen.
- Meiden Sie Alkohol, Nikotin und andere schädliche Substanzen.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und ausreichend Flüssigkeit unterstützt die gesunde Entwicklung des Babys. Folsäurepräparate sollten nach ärztlicher Empfehlung eingenommen werden. Leichte Bewegung wie Schwimmen oder Gehen ist förderlich.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Zeit vor und nach dem Anatomie-Scan kann emotional belastend sein. Sorgen und Ängste sind normal. Sprechen Sie offen mit Ihrer Partnerin/Partner, Freunden oder einer psychologischen Beratungsstelle. Wenn Sie sich sehr belastet fühlen, holen Sie sich professionelle Hilfe.
Vorbeugung
Nicht alle Fehlbildungen lassen sich verhindern. Eine gute Schwangerschaftsvorsorge, die Einnahme von Folsäure vor und in der Frühschwangerschaft sowie ein gesunder Lebensstil können das Risiko für bestimmte Anomalien senken.
Impfungen
Einige Impfungen vor der Schwangerschaft (z. B. Röteln) können Fehlbildungen verhindern. Lassen Sie sich von Ihrer Frauenärztin beraten.
Früherkennungsprogramme
Der Anatomie-Scan ist selbst eine Screening-Untersuchung. Zusätzlich gibt es Bluttests (Ersttrimester-Screening) und gegebenenfalls einen Nicht-Invasiven Pränataltest (NIPT), um Chromosomenstörungen zu erkennen. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin berät Sie zu den Möglichkeiten.
Komplikationen
Unbehandelt
- Wenn eine behandlungsbedürftige Fehlbildung nicht erkannt wird, kann es nach der Geburt zu Komplikationen kommen, die eine sofortige medizinische Versorgung erfordern.
- Bei einigen Herzfehlern oder Wirbelsäulenfehlbildungen ist eine frühe Planung der Geburt in einem spezialisierten Zentrum wichtig.
Langzeitprognose
Die meisten Babys entwickeln sich ganz normal. Auch bei festgestellten Auffälligkeiten gibt es heute viele gute Behandlungs- und Betreuungsmöglichkeiten, die eine positive Entwicklung ermöglichen. Ihr Ärzteteam begleitet Sie einfühlsam und geht auf Ihre Fragen ein. Sie sind nicht allein.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2026
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