Asthma annual review checklist
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Asthma ist eine chronische Entzündung der Atemwege, die die Bronchien (die Röhren, die die Luft in die Lunge leiten) verengt. Bei einem Asthmaanfall wird die Atmung erschwert. Der jährliche Asthma-Check hilft, die Krankheit gut im Griff zu behalten und Komplikationen vorzubeugen.
Wichtige Fakten
- Asthma ist nicht heilbar, aber mit der richtigen Behandlung gut kontrollierbar.
- Ein jährlicher Check-up beim Arzt hilft, die Therapie anzupassen und die Lungenfunktion zu überprüfen.
- Regelmäßige Kontrollen können akute Anfälle und Krankenhausaufenthalte vermeiden.
Asthma gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen. Weltweit sind etwa 300 Millionen Menschen betroffen, in Deutschland etwa 8 Millionen.
Asthma kann in jedem Alter auftreten, beginnt aber oft im Kindesalter. Es betrifft Männer und Frauen gleichermaßen, wobei Jungen im Kindesalter häufiger betroffen sind, Mädchen nach der Pubertät.
Symptome
- Starke Atemnot, die nicht nachlässt
- Können kaum noch sprechen oder atmen
- Blaue Lippen oder Fingernägel (Sauerstoffmangel)
- Bewusstlosigkeit oder Verwirrtheit
- ⚠Verschlechterung der Symptome trotz Medikamenten
- ⚠Notwendigkeit, das Notfallspray häufiger als alle 4 Stunden zu verwenden
- ⚠Fieber mit Husten und Atemnot
Häufige Symptome
- Husten, besonders nachts oder frühmorgens
- Pfeifende Atemgeräusche (Giemen)
- Atemnot oder Engegefühl in der Brust
- Kurzatmigkeit bei Belastung oder in Ruhe
Symptome bei Kindern
- Husten beim Spielen oder Lachen
- Schnelle Ermüdung beim Sport
- Verzögertes Wachstum oder Entwicklungsverzögerung
- Häufige Atemwegsinfekte
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Atemnot bei geringer Anstrengung
- Chronischer Husten mit Auswurf (kann auch auf COPD hindeuten)
- Verschlechterung der Lungenfunktion trotz Therapie
- Verwirrtheit oder Müdigkeit bei schweren Anfällen
Ursachen
Hauptursachen
- Vererbung: Asthma tritt oft in Familien auf.
- Allergene wie Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmelpilze
- Atemwegsinfekte (z. B. Erkältungen, Grippe) können Asthma auslösen oder verschlimmern.
Risikofaktoren
- Rauchen oder Passivrauchen
- Übergewicht
- Berufliche Schadstoffe (z. B. Mehlstaub, Chemikalien)
- Bestimmte Medikamente (z. B. Schmerzmittel wie Ibuprofen, Aspirin)
- Starke Emotionen oder Stress
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei akuter Atemnot, die sich nicht bessert.
- Wenn das Notfallmedikament nicht wirkt.
- Bei Anzeichen eines schweren Anfalls (s. Notfallsymptome).
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Einmal jährlich zum Asthma-Check-up, auch wenn es Ihnen gut geht.
- Nach jedem Krankenhausaufenthalt wegen Asthma.
- Wenn sich die Symptome verändern oder verschlechtern.
Diagnose
Der Arzt stellt die Diagnose Asthma anhand Ihrer Krankengeschichte, einer körperlichen Untersuchung und Lungenfunktionstests. Der jährliche Check-up ist Teil der Langzeitbetreuung.
Mögliche Untersuchungen
- Lungenfunktionstest (Spirometrie): Sie atmen in ein Gerät, um die Luftmenge zu messen.
- Peak-Flow-Messung: Messung der maximalen Ausatemgeschwindigkeit – oft zu Hause mit einem kleinen Gerät.
- Allergietests (Haut- oder Bluttests), um Auslöser zu finden.
- Entzündungsmessung in der Atemluft (FeNO-Test).
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Beim jährlichen Check-up bespricht der Arzt Ihre Symptome, die Häufigkeit der Medikamenteneinnahme und mögliche Auslöser. Eventuell wiederholt er die Lungenfunktionstests. Der Termin dauert etwa 15–30 Minuten.
Behandlung
Die Asthmabehandlung zielt darauf ab, die Entzündung in den Atemwegen zu reduzieren und die Symptome zu kontrollieren. Die Therapie wird individuell angepasst – je nach Schweregrad und Jahreszeit.
Selbsthilfe zu Hause
- Führen Sie ein Asthma-Tagebuch: Notieren Sie Symptome, Medikamente und Peak-Flow-Werte.
- Vermeiden Sie bekannte Auslöser (z. B. Allergene, Rauch).
- Nehmen Sie Ihre Medikamente genau nach ärztlicher Anweisung ein – auch wenn Sie beschwerdefrei sind.
- Erstellen Sie einen Notfallplan mit Ihrem Arzt.
Medizinische Behandlungen
Die Behandlung umfasst entzündungshemmende Medikamente (z. B. Kortisonsprays) und bedarfsweise schnell wirkende Bronchienerweiterer. Bei schwerem Asthma können biologische Therapien oder Tablettentherapie eingesetzt werden. Ihr Arzt passt die Dosierung im jährlichen Check an. Lassen Sie sich niemals Medikamente ohne Rezept geben.
Wann kommt eine Operation infrage?
In der Regel ist bei Asthma keine Operation nötig. Nur in sehr seltenen Fällen (z. B. bei schweren Allergien oder bestimmten Komplikationen) können Eingriffe wie die Bronchialthermoplastik in Betracht gezogen werden – das entscheidet Ihr Arzt.
Leben mit der Erkrankung
Mit Asthma können Sie ein normales Leben führen. Eine gute Kontrolle der Symptome ist der Schlüssel. Planen Sie Ihre Aktivitäten so, dass Sie Ihr Notfall-Spray immer dabei haben.
Tipps für den Alltag
- Rauchen Sie nicht – und vermeiden Sie Passivrauchen.
- Treiben Sie regelmäßig Sport (z. B. Schwimmen, Radfahren), aber mit ärztlicher Freigabe.
- Halten Sie Ihr Zuhause staubarm: regelmäßig lüften, Staubsauger mit Feinstaubfilter.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse kann die Lungenfunktion unterstützen. Vermeiden Sie stark gewürzte Speisen, wenn sie Beschwerden auslösen. Bewegung trainiert die Atemwege – starten Sie langsam und steigern Sie sich. Vor dem Sport ggf. vorbeugend das Notfallspray nutzen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Asthma kann Ängste auslösen, besonders vor einem Anfall. Stress verschlechtert oft die Symptome. Suchen Sie sich Unterstützung, wenn die Belastung zu groß wird – auch psychologische Beratung kann helfen.
Vorbeugung
Asthma selbst lässt sich nicht verhindern, aber Sie können Anfälle vermeiden, indem Sie Auslöser meiden und Ihre Therapie konsequent umsetzen. Der jährliche Check-up ist die beste Vorsorge.
Impfungen
Lassen Sie sich gegen Grippe (Influenza) und Lungenentzündung (Pneumokokken) impfen – das schützt vor Infekten, die Asthma verschlimmern können.
Früherkennungsprogramme
Es gibt kein allgemeines Screening für Asthma. Wenn Sie aber typische Symptome haben oder eine familiäre Veranlagung besteht, sprechen Sie frühzeitig mit Ihrem Arzt.
Komplikationen
Unbehandelt
- Häufige Asthmaanfälle, die zum Krankenhausaufenthalt führen können.
- Dauerhafte Schädigung der Lunge (Umbau der Atemwege).
- Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit.
- Erhöhtes Risiko für Lungenentzündungen.
Langzeitprognose
Die Prognose bei Asthma ist gut, wenn Sie die Behandlung konsequent einhalten. Mit dem jährlichen Check-up und einem individuellen Behandlungsplan können die meisten Menschen ein fast normales Leben ohne schwere Anfälle führen. Bei Kindern bessert sich Asthma oft im Laufe der Zeit.
Unterstützung finden
Internationale Organisationen
- Global Initiative for Asthma (GINA)
Lokale Organisationen
- Deutsche Patientenleitlinie Asthma · Deutschland
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 25. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.