Cervical cancer screening
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Vorsorgeuntersuchung für Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom-Screening) ist eine regelmäßige Untersuchung, die dazu dient, Veränderungen am Gebärmutterhals frühzeitig zu erkennen, bevor sich Krebs entwickelt. Der Gebärmutterhals ist der untere Teil der Gebärmutter, der in die Scheide hineinragt.
Wichtige Fakten
- Die häufigste Ursache ist eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV).
- Die Früherkennung kann die Heilungschancen deutlich verbessern.
- In Deutschland wird das Screening ab einem bestimmten Alter von den Krankenkassen bezahlt.
Gebärmutterhalskrebs ist in Deutschland seltener geworden, da immer mehr Frauen am Screening teilnehmen. Jährlich erkranken etwa 4.400 Frauen neu.
Vor allem Frauen ab etwa 30 Jahren sind betroffen. Auch jüngere Frauen können betroffen sein, aber seltener.
Symptome
- Sehr starke Blutungen, die nicht aufhören
- Starke Schmerzen im Beckenbereich
- ⚠Neue, ungewöhnliche Blutungen nach den Wechseljahren
- ⚠Blutungen, die länger als normal anhalten
Häufige Symptome
- Ungewöhnliche Blutungen aus der Scheide (z.B. nach dem Geschlechtsverkehr, zwischen den Perioden oder nach den Wechseljahren)
- Veränderter Ausfluss (Farbe oder Geruch)
- Schmerzen im Unterleib oder beim Geschlechtsverkehr
Symptome bei Kindern
- Gebärmutterhalskrebs kommt bei Kindern extrem selten vor. Die HPV-Impfung in der Kindheit kann späterem Krebs vorbeugen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Blutungen nach den Wechseljahren sind ein typisches Alarmsymptom.
- Auch ältere Frauen sollten regelmäßig am Screening teilnehmen, solange es empfohlen wird.
Ursachen
Hauptursachen
- Eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) – bestimmte Typen können Zellveränderungen verursachen, die zu Krebs führen.
Risikofaktoren
- Rauchen
- Ein geschwächtes Immunsystem
- Langjährige Einnahme der Antibabypille
- Mehrere Sexualpartner oder früher erster Geschlechtsverkehr
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie ungewöhnliche Blutungen oder Schmerzen bemerken
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Zur regelmäßigen Vorsorge (Pap-Abstrich und HPV-Test) – normalerweise alle 3 bis 5 Jahre
Diagnose
Die Diagnose wird in der Regel durch einen Abstrich vom Gebärmutterhals (Pap-Test) und einen HPV-Test gestellt. Bei Auffälligkeiten folgt eine genauere Untersuchung mit einem speziellen Mikroskop (Kolposkopie).
Mögliche Untersuchungen
- Pap-Abstrich (Zellabstrich)
- HPV-Test (Nachweis von humanen Papillomviren)
- Kolposkopie (Betrachtung des Gebärmutterhalses mit einem Vergrößerungsglas)
- Gewebeprobe (Biopsie) bei Auffälligkeiten
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung wird bei der Frauenärztin oder beim Frauenarzt durchgeführt. Sie liegen auf einer Liege, die Beine angewinkelt. Mit einem kleinen Instrument (Spekulum) wird die Scheide leicht geöffnet. Mit einem Bürstchen wird eine Zellprobe vom Gebärmutterhals entnommen. Das kann sich etwas unangenehm anfühlen, tut aber meist nicht weh.
Behandlung
Wenn eine Krebsvorstufe oder Krebs festgestellt wird, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Welche Behandlung infrage kommt, hängt vom Stadium der Erkrankung und Ihrem Gesundheitszustand ab.
Selbsthilfe zu Hause
- Nach einer Behandlung ist ausreichend Ruhe wichtig
- Auf Rauchen verzichten, da es die Heilung beeinträchtigt
- Ansteckung mit HPV durch Kondome verringern (schützt aber nicht vollständig)
Medizinische Behandlungen
Zu den Behandlungen gehören die operative Entfernung von verändertem Gewebe, Strahlentherapie, Chemotherapie oder eine Kombination. Auch zielgerichtete Therapien oder Immuntherapien können eingesetzt werden. Ihr Behandlungsteam wird die für Sie passende Therapie besprechen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Bei frühen Krebsstadien wird oft das veränderte Gewebe schonend entfernt. In fortgeschritteneren Stadien kann eine Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) notwendig sein.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer Behandlung wegen Gebärmutterhalskrebs kann der Alltag anders aussehen. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen sind sehr wichtig, um Rückfälle frühzeitig zu erkennen.
Tipps für den Alltag
- Auf gesunde Ernährung achten
- Regelmäßige Bewegung, die nicht überlastet
- Stress vermeiden oder bewältigen lernen
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten unterstützt Ihr Immunsystem. Leichte Bewegung wie Spazierengehen oder Yoga kann helfen, sich wohler zu fühlen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Diagnose Krebs kann Ängste und Sorgen auslösen. Es ist normal, sich belastet zu fühlen. Professionelle psychologische Unterstützung kann helfen.
Vorbeugung
Ein großer Teil der Fälle kann durch die HPV-Impfung und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen verhindert werden.
Impfungen
Die HPV-Impfung wird für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen. Sie schützt vor den häufigsten krebserregenden HPV-Typen.
Früherkennungsprogramme
Die regelmäßige Vorsorge (Pap-Abstrich und HPV-Test) ist nach den AWMF-Leitlinien empfohlen. Sie können damit Zellveränderungen erkennen, bevor Krebs entsteht.
Komplikationen
Unbehandelt
- Wenn Krebsvorstufen oder früher Krebs nicht behandelt werden, können sie zu einem invasiven Gebärmutterhalskrebs werden, der auf umliegendes Gewebe und andere Organe übergreift.
Langzeitprognose
Wird Gebärmutterhalskrebs früh erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut – bei sehr frühen Stadien nahezu 100%. Auch bei fortgeschritteneren Stadien stehen wirksame Behandlungen zur Verfügung. Regelmäßige Nachsorge und ein gesunder Lebensstil verbessern die Prognose zusätzlich. Lassen Sie sich von Ihrem Behandlungsteam beraten.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2026
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