Diabetic annual review checklist
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die diabetische Jahreskontrolle ist eine umfassende ärztliche Untersuchung, die einmal im Jahr für Menschen mit Diabetes durchgeführt wird. Dabei werden verschiedene Werte gemessen und Organe überprüft, um Komplikationen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Wichtige Fakten
- Die Kontrolle hilft, Folgeerkrankungen wie Nierenschäden oder Augenprobleme zu vermeiden.
- Ein wichtiger Bestandteil ist die Messung des Blutzuckerlangzeitwertes (HbA1c).
- Die Untersuchung umfasst auch eine Kontrolle der Füße, Augen, Nieren und des Herz-Kreislauf-Systems.
Ja, die diabetische Jahreskontrolle ist Standard für alle Menschen mit Diabetes in Deutschland und wird in den Behandlungsleitlinien empfohlen.
Sie betrifft alle Menschen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2, unabhängig vom Alter.
Symptome
- Starke Unterzuckerung mit Verwirrtheit oder Bewusstlosigkeit – sofort Notruf 112 wählen!
- Sehr hoher Blutzucker mit Übelkeit, Erbrechen und starker Müdigkeit – Notfall!
- ⚠Neu auftretende Sehstörungen
- ⚠Fußwunde, die nicht abheilt
- ⚠Wiederholte schwere Unterzuckerungen
Häufige Symptome
- Blutabnahme zur Bestimmung des HbA1c-Werts
- Kontrolle des Blutdrucks
- Untersuchung der Füße auf Wunden oder Veränderungen
- Augenuntersuchung beim Augenarzt
- Urintest auf Eiweiß zur Nierenfunktionsprüfung
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern wird besonders auf das Wachstum und die Entwicklung geachtet.
- Die Blutzuckertagebücher werden genau besprochen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Menschen wird das Sturzrisiko und die allgemeine Gebrechlichkeit beurteilt.
- Die Medikamenteneinnahme wird auf Wechselwirkungen überprüft.
Ursachen
Hauptursachen
- Ein schlecht eingestellter Blutzucker über lange Zeit kann zu Schäden an Blutgefäßen, Nerven und Organen führen.
- Hoher Blutdruck und erhöhte Blutfette verstärken das Risiko.
Risikofaktoren
- Rauchen
- Übergewicht
- Bewegungsmangel
- Familiäre Vorbelastung
- Lange Diabetesdauer
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Anzeichen einer Unterzuckerung (Zittern, Schwitzen, Verwirrtheit) und wenn der Blutzucker nicht ansteigt.
- Bei neu aufgetretenem Schmerz oder Schwellung am Fuß.
- Bei plötzlicher Sehverschlechterung.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Einmal jährlich zur diabetischen Jahreskontrolle.
- Bei guter Einstellung alle drei bis sechs Monate zur Routine-Betreuung beim Hausarzt oder Diabetologen.
Diagnose
Die diabetische Jahreskontrolle ist keine Diagnose, sondern eine regelmäßige Überprüfung Ihres Gesundheitszustands. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin bespricht mit Ihnen die Ergebnisse und leitet bei Bedarf weitere Maßnahmen ein.
Mögliche Untersuchungen
- HbA1c-Bestimmung (Blutzuckerlangzeitwert)
- Blutdruckmessung
- Fußbefund (Puls, Sensibilität, Wunden)
- Augenhintergrunduntersuchung
- Urinuntersuchung auf Albumin
- Blutfette (Cholesterin)
- Nierenfunktion (Kreatinin)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie werden gebeten, Blut und Urin abzugeben. Die Füße werden untersucht, eventuell auch die Augen beim Augenarzt. Der Arzt oder die Ärztin bespricht mit Ihnen Ihre aktuelle Therapie und gibt Empfehlungen. Die ganze Untersuchung dauert etwa 30 bis 60 Minuten.
Behandlung
Die Behandlung von Diabetes besteht aus einer guten Blutzuckereinstellung, Lebensstiländerungen und bei Bedarf Medikamenten. Die Jahreskontrolle zeigt, ob Ihre Behandlung angepasst werden muss.
Selbsthilfe zu Hause
- Tägliches Blutzuckermessen
- Gesunde Ernährung mit wenig Zucker und viel Ballaststoffen
- Regelmäßige Bewegung (mindestens 30 Minuten pro Tag)
- Gute Fußpflege: täglich ansehen und eincremen
- Nicht rauchen
Medizinische Behandlungen
Ihr Arzt kann Ihnen bei Bedarf blutzuckersenkende Medikamente verordnen. Auch Blutdruck- und Cholesterinsenker können nötig sein. Die Medikation wird individuell angepasst.
Wann kommt eine Operation infrage?
Nur selten nötig, z.B. bei schweren Fußkomplikationen.
Leben mit der Erkrankung
Diabetes begleitet Sie täglich. Mit einer guten Routine und regelmäßigen Kontrollen können Sie die meisten Aktivitäten wie gewohnt ausüben.
Tipps für den Alltag
- Essen Sie ausgewogen und achten Sie auf Kohlenhydrate.
- Bewegen Sie sich regelmäßig – am besten eine Kombination aus Ausdauer und Krafttraining.
- Vermeiden Sie Stress und suchen Sie Entspannung.
Ernährung und Bewegung
Eine diabetesgerechte Ernährung umfasst viel Gemüse, Vollkornprodukte und magere Eiweißquellen. Verzichten Sie auf zuckerhaltige Getränke. Kombinieren Sie Ausdauersport mit Krafttraining.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die ständige Beschäftigung mit der Krankheit kann belastend sein. Suchen Sie sich bei Bedarf psychologische Unterstützung. Bei akuten Krisen wenden Sie sich an die Telefonseelsorge (0800 111 0 111) oder Ihren Arzt.
Vorbeugung
Diabetes selbst lässt sich nicht immer verhindern. Aber mit einer gesunden Lebensweise und der Jahreskontrolle können Sie Folgeerkrankungen vermeiden oder hinauszögern.
Impfungen
Lassen Sie sich gegen Grippe impfen. Eine Pneumokokken-Impfung wird ebenfalls empfohlen. Fragen Sie Ihren Hausarzt.
Früherkennungsprogramme
Die diabetische Jahreskontrolle ist das wichtigste Screening. Zusätzlich sollten Sie regelmäßig Ihre Füße selbst kontrollieren und auf Veränderungen achten.
Komplikationen
Unbehandelt
- Nierenversagen (dialysepflichtig)
- Erblindung durch diabetische Retinopathie
- Fußgeschwüre, die zu Amputationen führen können
- Herzinfarkt und Schlaganfall
Langzeitprognose
Wenn Sie Ihre Werte im Auge behalten und die Jahreskontrolle wahrnehmen, können Sie schwerwiegende Komplikationen oft verhindern. Die meisten Menschen mit Diabetes leben lange und aktiv.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Diabetesberatung in Ihrer Nähe · Deutschland
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 25. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.