artery on one side
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Bei einer Arterie auf einer Seite ist eine Arterie (ein Blutgefäß, das sauerstoffreiches Blut vom Herz weg transportiert) in einem Arm oder Bein verengt oder blockiert. Das Blut kann nicht mehr gut durchfließen. Meist ist ein Bein betroffen.
Wichtige Fakten
- Die Arterie ist auf einer Seite des Körpers verengt, zum Beispiel im linken oder rechten Bein.
- Durch die Verengung bekommt der betroffene Arm oder das Bein weniger Sauerstoff.
- Dies kann zu Schmerzen beim Gehen oder in Ruhe führen.
Ja, diese Erkrankung kommt recht häufig vor, besonders bei Menschen über 50 Jahren. In Deutschland sind etwa 3 bis 10 von 100 Erwachsenen betroffen.
Hauptsächlich Menschen mit Rauchergeschichte, Bluthochdruck, Diabetes oder hohen Blutfetten. Auch Männer sind häufiger betroffen als Frauen.
Symptome
- Plötzlicher, starker Schmerz im Bein, der nicht nachlässt.
- Das Bein wird weiß, kalt und fühlt sich taub an – das kann ein akuter Gefäßverschluss sein.
- Kein Puls mehr im Fuß oder Knöchel spürbar.
- ⚠Offene Wunden an Fuß oder Zehen, die nicht heilen.
- ⚠Starke Schmerzen auch in Ruhe, die nachts schlimmer werden.
Häufige Symptome
- Schmerzen im Bein beim Gehen, die nach kurzer Pause wieder verschwinden (Schaufensterkrankheit).
- Kältegefühl im betroffenen Fuß oder Bein.
- Taubheitsgefühl oder Kribbeln.
- Bei fortgeschrittener Erkrankung: Wunden an Zehen oder Fuß, die schlecht heilen.
Symptome bei Kindern
- Sehr selten. Wenn, dann oft durch angeborene Gefäßverengungen oder Entzündungen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Oft stärkere Schmerzen schon bei kurzen Strecken.
- Haut am betroffenen Bein kann blass oder bläulich sein.
- Kalte Füße auch bei warmem Wetter.
Ursachen
Hauptursachen
- Arteriosklerose: Fettablagerungen (Plaques) verengen die Arterie von innen.
- Blutgerinnsel, die die Arterie plötzlich verstopfen.
Risikofaktoren
- Rauchen (stärkster Risikofaktor)
- Hoher Blutdruck
- Diabetes (Zuckerkrankheit)
- Hohe Blutfette (Cholesterin)
- Bewegungsmangel
- Übergewicht
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlichen, starken Schmerzen in einem Bein oder Arm.
- Wenn das Bein blass, kalt und gefühllos wird.
- Wenn Sie keinen Puls mehr im Fuß spüren.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie beim Gehen Schmerzen im Bein haben, die nach einer Pause verschwinden.
- Wenn Wunden an den Füßen schlecht heilen.
- Wenn ein Bein dauerhaft kälter ist als das andere.
Diagnose
Der Arzt fragt nach Ihren Beschwerden und untersucht die Pulse in den Beinen. Er hört auch mit dem Stethoskop auf die Arterien, um Strömungsgeräusche zu erkennen.
Mögliche Untersuchungen
- Knöchel-Arm-Index: Blutdruckmessung am Knöchel und am Oberarm. Der Vergleich zeigt, ob die Durchblutung eingeschränkt ist.
- Doppler-Ultraschall: Schallkopf macht Blutfluss sichtbar.
- Angiographie: Röntgenaufnahme mit Kontrastmittel, um die Verengung genau zu sehen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind meist schmerzfrei und ambulant. Der Arzt bespricht die Ergebnisse und die nächsten Schritte mit Ihnen.
Behandlung
Die Behandlung zielt darauf ab, die Durchblutung zu verbessern und weitere Verengungen zu verhindern. Meist wird zunächst mit Lebensstiländerungen und Medikamenten begonnen. Nur wenn das nicht reicht, kommen Verfahren wie eine Aufdehnung der Arterie (Ballondilatation) oder eine Operation in Frage.
Selbsthilfe zu Hause
- Mit dem Rauchen aufhören – das ist der wichtigste Schritt.
- Regelmäßig gehen: Tägliches Gehtraining kann neue Umgehungsgefäße fördern.
- Füße gut pflegen: Täglich waschen, eincremen und auf Verletzungen achten.
Medizinische Behandlungen
Der Arzt kann Medikamente verschreiben, die die Blutgerinnung hemmen (Thrombozytenaggregationshemmer) oder den Blutdruck und die Blutfette senken. Wichtig: Nehmen Sie keine Mittel ohne ärztliche Verordnung ein.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn die Beschwerden trotz Behandlung stark bleiben oder eine plötzliche Verstopfung droht, kann ein Eingriff nötig sein. Dazu gehören die Ballonaufdehnung mit Stent (Gefäßstütze) oder eine Bypass-Operation, bei der das Blut über ein neues Gefäß um die Verengung herumgeleitet wird.
Leben mit der Erkrankung
Mit einer verengten Arterie auf einer Seite können Sie gut leben, wenn Sie die Behandlung konsequent umsetzen. Achten Sie auf Ihre Füße und bewegen Sie sich regelmäßig.
Tipps für den Alltag
- Nicht rauchen – suchen Sie Hilfe bei der Raucherentwöhnung.
- Ausreichend bewegen: Tägliche Spaziergänge von 30 Minuten.
- Gesund essen: Wenig Fett, viel Obst und Gemüse.
- Gewicht normalisieren.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit wenig gesättigten Fetten und viel Ballaststoffen hilft, die Arterien gesund zu halten. Bewegung, vor allem Gehen, ist das beste Training für die Durchblutung.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Diagnose kann beunruhigen. Manchmal führt die eingeschränkte Bewegungsfreiheit zu Frust oder Niedergeschlagenheit. Das ist normal. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder suchen Sie eine psychologische Beratung – auch akute Krisen können Sie unter der kostenlosen Telefonseelsorge (116 123) besprechen.
Vorbeugung
Ja, Sie können das Risiko einer Arterienverengung deutlich senken: Nicht rauchen, gesund essen, sich bewegen und Blutdruck, Blutfette und Blutzucker im Rahmen halten.
Früherkennungsprogramme
Ein regelmäßiger Check beim Hausarzt, besonders ab 50 Jahren mit Risikofaktoren, kann frühzeitig Hinweise geben. Der Arzt misst dann den Blutdruck und tastet die Pulse.
Komplikationen
Unbehandelt
- Die Schmerzen werden schlimmer, auch in Ruhe.
- Offene Wunden heilen nicht – es kann zu Geschwüren kommen.
- Im schlimmsten Fall stirbt Gewebe ab (Gangrän) und eine Amputation wird nötig.
Langzeitprognose
Mit der richtigen Behandlung und einem gesunden Lebensstil ist die Prognose gut. Viele Menschen können ihre Beschwerden deutlich lindern und bleiben mobil. Je früher Sie handeln, desto besser sind die Chancen.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 21. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.