artery that comes and goes
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Bei einer „Schlagader, die kommt und geht“ handelt es sich um eine zeitweise Verkrampfung (Spasmus) einer Herzkranzarterie. Diese Arterie versorgt den Herzmuskel mit Blut. Der Spasmus kann den Blutfluss vorübergehend stark einschränken, lässt aber wieder nach, sodass die Beschwerden kommen und gehen.
Wichtige Fakten
- Die Beschwerden treten oft in Ruhe auf, nicht nur bei Belastung.
- Die Verkrampfung ist nicht durch eine feste Verkalkung (Plaque) verursacht, sondern durch ein vorübergehendes Zusammenziehen der Gefäßmuskulatur.
- Medikamente zur Entspannung der Gefäße können die Anfälle verhindern.
Diese Form der Herzerkrankung ist seltener als die koronare Herzkrankheit durch Verkalkung. Sie betrifft eher jüngere Menschen und Frauen, kommt aber insgesamt nicht häufig vor.
Betroffen sind meist Menschen zwischen 30 und 50 Jahren, häufiger Frauen als Männer. Auch Raucher und Menschen mit Migräne oder Kälteempfindlichkeit haben ein erhöhtes Risiko.
Symptome
- Brustschmerzen, die länger als 5 Minuten anhalten oder nicht nachlassen.
- Schmerzen, die mit Atemnot, Schweißausbrüchen, Übelkeit oder Ohnmacht einhergehen.
- Plötzliche starke Schmerzen in der Brust, die wie ein „Zerreißen“ wirken.
- ⚠Wiederkehrende Brustschmerzen, die Sie bisher nicht kannten.
- ⚠Schmerzen, die auf ärztlich verordnete Medikamente nicht ansprechen.
- ⚠Neue oder sich verschlimmernde Beschwerden bei bekannter Herzerkrankung.
Häufige Symptome
- Plötzlich auftretende Schmerzen oder Druckgefühl hinter dem Brustbein, das in den linken Arm, den Kiefer oder den Rücken ausstrahlen kann.
- Die Schmerzen treten oft nachts oder in Ruhe auf, manchmal auch am frühen Morgen.
- Die Beschwerden halten meist nur wenige Minuten an und verschwinden von selbst oder nach Einnahme von vom Arzt verschriebenen Medikamenten.
Symptome bei Kindern
- Sehr selten. Bei Kindern können ähnliche Symptome auf eine andere zugrundeliegende Herzerkrankung hinweisen. Bei Brustschmerzen immer ärztlich abklären lassen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Menschen können die Symptome unspezifischer sein, wie allgemeine Schwäche, Atemnot oder Übelkeit, anstatt der typischen Brustschmerzen.
Ursachen
Hauptursachen
- Plötzliche Verkrampfung (Spasmus) der glatten Muskulatur in der Wand einer Herzkranzarterie.
- Die genaue Ursache für die Verkrampfungen ist nicht vollständig geklärt, aber eine Störung der Gefäßregulation spielt eine Rolle.
Risikofaktoren
- Rauchen
- Hoher Stress oder plötzliche emotionale Belastung
- Kälte
- Bestimmte Medikamente, wie manche Migränemittel (bitte mit Arzt besprechen)
- Schlafmangel
- Hoher Blutdruck
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei neu aufgetretenen Brustschmerzen sofort den Notruf 112 wählen oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktieren.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie gelegentlich, aber wiederholt Brustschmerzen oder Druckgefühl in der Brust haben, vereinbaren Sie zeitnah einen Termin beim Hausarzt oder Kardiologen.
Diagnose
Der Arzt stellt die Diagnose anhand Ihrer Beschreibung der Beschwerden, eines EKG und manchmal eines speziellen Herzkatheters, bei dem die Verkrampfung provoziert wird.
Mögliche Untersuchungen
- Ruhe-EKG (Aufzeichnung der Herzströme)
- Langzeit-EKG über 24 Stunden, um die Beschwerden aufzuzeichnen
- Belastungs-EKG (Ergometrie) auf dem Fahrrad oder Laufband
- Herzkatheter-Untersuchung mit Provokationstest (Acetylcholin-Test), um die Verkrampfung gezielt auszulösen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind ambulant oder mit einem kurzen Krankenhausaufenthalt möglich. Der Provokationstest wird unter strenger Überwachung durchgeführt und löst die Beschwerden kurzzeitig aus, die dann sofort behandelt werden. Danach können Sie meist noch am gleichen Tag nach Hause.
Behandlung
Die Behandlung zielt darauf ab, die Verkrampfungen zu verhindern und das Risiko von Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen zu senken.
Selbsthilfe zu Hause
- Vermeiden Sie Rauchen und Passivrauchen.
- Reduzieren Sie Stress – Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training können helfen.
- Schützen Sie sich vor Kälte, z. B. durch warme Kleidung im Winter.
Medizinische Behandlungen
Der Arzt kann Medikamente verschreiben, die die Blutgefäße erweitern und entspannen, zum Beispiel sogenannte Kalziumkanalblocker oder Nitrate. Die Einnahme erfolgt regelmäßig, auch wenn keine Beschwerden bestehen. Bitte nehmen Sie nie eigenmächtig Medikamente anderer Patienten.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist nur sehr selten nötig, etwa wenn gleichzeitig starke Verengungen durch Kalkablagerungen vorliegen. Dann kann ein Stent (Gefäßstütze) eingesetzt werden.
Leben mit der Erkrankung
Mit der richtigen Behandlung können die meisten Menschen ein normales Leben führen. Sie sollten die verordneten Medikamente zuverlässig einnehmen und auf Warnsignale achten.
Tipps für den Alltag
- Auf Rauchen verzichten
- Stressbewältigung üben
- Ausreichend schlafen
- Regelmäßige Bewegung, aber bei Kälte vorher aufwärmen
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten unterstützt die Herzgesundheit. Leichte Ausdauerbewegung wie Gehen, Radfahren oder Schwimmen ist empfehlenswert – sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie viel für Sie geeignet ist.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die unberechenbaren Beschwerden können Angst auslösen. Es hilft, die Erkrankung zu verstehen und zu wissen, dass sie gut behandelbar ist. Bei anhaltenden Ängsten suchen Sie psychologische Beratung.
Vorbeugung
Vermeidbare Risikofaktoren wie Rauchen lassen sich ausschalten. Stressabbau und ein gesunder Lebensstil können die Wahrscheinlichkeit von Verkrampfungen verringern. Eine vollständige Vorbeugung ist nicht immer möglich.
Impfungen
Gegen diese Erkrankung gibt es keine Impfung.
Früherkennungsprogramme
Es gibt kein routinemäßiges Screening. Bei Risikopatienten kann der Arzt eine Vorsorgeuntersuchung veranlassen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Herzinfarkt durch anhaltende Verkrampfung
- Herzrhythmusstörungen, die gefährlich werden können
- Herzschwäche (Herzinsuffizienz) bei wiederholten Anfällen
Langzeitprognose
Mit der richtigen Behandlung ist die Prognose meist gut. Die Medikamente können die Anfälle in den meisten Fällen zuverlässig verhindern. Wichtig ist, die Behandlung konsequent durchzuführen und regelmäßige Kontrolltermine beim Kardiologen wahrzunehmen. Ein erfülltes Leben mit der Erkrankung ist möglich.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Deutsche Herzstiftung ↗ · Deutschland
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 21. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.