blood pressure with fever
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Blutdruck und Fieber hängen zusammen. Bei Fieber steigt die Körpertemperatur an. Das kann den Blutdruck vorübergehend verändern – meist wird er etwas höher. Manchmal kann der Blutdruck aber auch sinken. Wichtig ist: In den meisten Fällen ist das harmlos und geht mit dem Fieber wieder vorbei.
Wichtige Fakten
- Fieber kann den Blutdruck vorübergehend erhöhen oder senken.
- Eine leichte Veränderung ist meist unbedenklich und klingt mit der Genesung ab.
- Bei sehr hohem oder sehr niedrigem Blutdruck in Kombination mit Fieber sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Ja, es ist häufig, dass der Blutdruck bei Fieber schwankt. Das betrifft viele Menschen, besonders bei Infekten wie Erkältungen oder Grippe.
Sie kann Menschen jeden Alters betreffen. Besonders anfällig sind Personen mit Vorerkrankungen des Herzens oder Kreislaufs, ältere Menschen und Kinder.
Symptome
- Sehr hoher Blutdruck (z. B. über 180/120 mmHg) mit starkem Kopfschmerz, Sehstörungen oder Atemnot
- Sehr niedriger Blutdruck mit Ohnmacht, blasser Haut und kaltem Schweiß
- Brustschmerzen oder Engegefühl in der Brust
- Starke Atemnot
- Plötzliche starke Bauchschmerzen
- ⚠Fieber über 39,5 °C, das nicht sinkt
- ⚠Blutdruckwerte, die ständig über 160/100 oder unter 90/60 mmHg liegen
- ⚠Anhaltende Verwirrtheit oder Schwindel
- ⚠Anzeichen einer Dehydration (z. B. trockene Haut, wenig Urin)
Häufige Symptome
- Fieber (Körpertemperatur über 38,5 °C)
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit und Abgeschlagenheit
- Schwindelgefühl
- Erhöhter oder erniedrigter Blutdruck
Symptome bei Kindern
- Fieber oft höher als bei Erwachsenen
- Weinerlichkeit oder vermehrtes Schlafen
- Trinkverweigerung
- Blutdruck kann sehr variabel sein
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Verwirrtheit oder Unruhe
- Schwächegefühl
- Neigung zu niedrigem Blutdruck (Kreislaufprobleme)
- Weniger offensichtliche Fiebersymptome
Ursachen
Hauptursachen
- Infektionen wie Grippe, COVID-19, Harnwegsinfekte
- Entzündungen im Körper
- Dehydration (Flüssigkeitsmangel) durch Fieber
- Stress und Anspannung durch die Erkrankung
Risikofaktoren
- Hohes Alter
- Bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Geschwächtes Immunsystem
- Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Blutdruckmittel)
- Starkes Übergewicht
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie oder Ihr Kind zusätzlich zum Fieber plötzliche Brustschmerzen, Atemnot oder Verwirrtheit haben.
- Wenn der Blutdruck sehr hoch oder sehr niedrig ist und Beschwerden macht.
- Wenn das Fieber länger als 3 Tage anhält oder sehr hoch ist.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie bereits wegen Bluthochdruck oder Herzkrankheiten in Behandlung sind und Fieber bekommen.
- Wenn Sie unsicher sind, wie Sie Ihre Medikamente bei Fieber einnehmen sollen.
Diagnose
Der Arzt oder die Ärztin wird zuerst Ihre Temperatur messen und Ihren Blutdruck in Ruhe bestimmen. Dazu wird nach Ihren Symptomen und Ihrer Krankengeschichte gefragt.
Mögliche Untersuchungen
- Blutdruckmessung (mehrmals)
- Temperaturmessung
- Blutuntersuchung (z. B. Entzündungswerte, Elektrolyte)
- Urinuntersuchung (bei Verdacht auf Harnwegsinfekt)
- Gegebenenfalls ein EKG (Herzstromkurve)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist einfach und dauert nicht lange. Sie müssen meist nüchtern sein? In der Regel nicht – fragen Sie aber vorab in der Praxis. Die Ergebnisse liegen oft am selben oder nächsten Tag vor.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Im Vordergrund steht die Bekämpfung der Infektion und die Linderung des Fiebers. Der Blutdruck stabilisiert sich meist von selbst.
Selbsthilfe zu Hause
- Viel trinken (Wasser, ungesüßte Tees, Brühe)
- Ausreichend schlafen und sich schonen
- Den Körper nicht überhitzen oder unterkühlen
- Blutdruck und Temperatur regelmäßig kontrollieren
Medizinische Behandlungen
Ärzte können Medikamente gegen Fieber (fiebersenkende Mittel) und gegen die Infektion (z. B. Antibiotika bei bakteriellen Infekten) verschreiben. Bei bedrohlich hohem oder niedrigem Blutdruck werden Medikamente zur Blutdruckkontrolle gegeben – immer nach ärztlicher Anordnung. Die genaue Therapie wird auf Sie persönlich abgestimmt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist in diesem Zusammenhang nicht notwendig.
Leben mit der Erkrankung
Wenn Sie Fieber mit Blutdruckschwankungen haben, ist das in der Regel nur vorübergehend. Es ist wichtig, auf Ihren Körper zu hören und sich auszuruhen. Messen Sie regelmäßig Temperatur und Blutdruck, um Veränderungen zu erkennen.
Tipps für den Alltag
- Viel trinken, um Austrocknung zu vermeiden
- Leichte Kost essen
- Auf Alkohol und starke körperliche Anstrengung verzichten
- Stress vermeiden
- Bei Bedarf den Blutdruck protokollieren
Ernährung und Bewegung
In der akuten Phase ist Schonung angesagt. Nach dem Abklingen des Fiebers können Sie langsam wieder leichte Aktivitäten aufnehmen – wie Spaziergänge. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine fiebrige Erkrankung kann belastend sein, besonders wenn der Blutdruck durcheinandergerät. Sorgen um die Gesundheit sind normal. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, wenn Sie sich ängstlich fühlen. Auch mit Angehörigen zu reden, kann helfen.
Vorbeugung
Nicht immer, aber Sie können das Risiko senken. Stärken Sie Ihr Immunsystem durch gesunde Ernährung, Bewegung und ausreichend Schlaf. Waschen Sie regelmäßig die Hände, um Infektionen zu vermeiden.
Impfungen
Impfungen – zum Beispiel gegen Grippe, COVID-19 oder Pneumokokken – können schwere Infektionen verhindern, die Fieber und Blutdruckschwankungen auslösen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.
Früherkennungsprogramme
Regelmäßige Blutdruckkontrollen, besonders wenn Sie Risikofaktoren haben, helfen, Auffälligkeiten früh zu erkennen. Lassen Sie Ihren Blutdruck mindestens einmal jährlich beim Hausarzt messen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Austrocknung (Dehydration) durch starkes Fieber
- Ausbreitung einer Infektion z. B. auf Blut oder Organe
- Bei sehr hohem Blutdruck: Schlaganfall oder Herzinfarkt
- Bei sehr niedrigem Blutdruck: Ohnmacht, Kreislaufversagen
Langzeitprognose
Mit der richtigen Behandlung heilen die meisten Infektionen ohne Folgeschäden aus. Der Blutdruck normalisiert sich wieder. Bei Menschen mit Vorerkrankungen ist eine engmaschige Betreuung wichtig, aber die Prognose ist meist gut. Bleiben Sie in Kontakt mit Ihrem Arzt, um sicherzugehen.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2026
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