circulation that worsens lying down
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Wenn Ihre Durchblutung im Liegen schlechter wird, kann das bedeuten, dass Ihr Herz oder Ihre Blutgefäße nicht mehr richtig arbeiten. Gemeint ist, dass Sie zum Beispiel beim Hinlegen Schmerzen, Schweregefühl oder Taubheit in den Beinen spüren. Manchmal wird auch die Atmung schwerer. Dieses Symptom kann auf verschiedene Erkrankungen hinweisen, zum Beispiel auf eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) oder auf Durchblutungsstörungen in den Beinen (periphere arterielle Verschlusskrankheit, pAVK).
Wichtige Fakten
- Eine Verschlechterung der Durchblutung im Liegen kann ein Zeichen für eine Herzerkrankung oder Gefäßerkrankung sein.
- Herzschwäche führt oft zu Atemnot im Liegen, weil sich Flüssigkeit in der Lunge staut.
- Bei Durchblutungsstörungen der Beine können Schmerzen beim Liegen auftreten, wenn das Bein erhöht ist.
- Eine frühzeitige ärztliche Abklärung ist wichtig, um die Ursache zu behandeln.
Ja, vor allem bei älteren Menschen und Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen tritt dieses Symptom häufiger auf.
Es betrifft vor allem Menschen mit Herzschwäche, Bluthochdruck, Diabetes, Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) oder Krampfadern. Auch Raucher und Personen mit Bewegungsmangel sind häufiger betroffen.
Symptome
- Plötzlich auftretende, starke Atemnot, die auch im Sitzen nicht besser wird
- Brustschmerzen, die in Arme, Schulter oder Kiefer ausstrahlen
- Bewusstlosigkeit oder Ohnmacht
- Plötzliche Lähmungserscheinungen oder Sprachstörungen
- ⚠Neu auftretende oder sich verschlimmernde Beinschmerzen im Liegen
- ⚠Schwellungen, die innerhalb kurzer Zeit stark zunehmen
- ⚠Bläulich-rote Verfärbung der Haut an den Beinen oder Füßen
Häufige Symptome
- Schweregefühl oder Schmerzen in den Beinen, die sich im Liegen verstärken
- Taubheitsgefühl oder Kälte in den Füßen oder Zehen beim Hinlegen
- Atemnot oder Engegefühl in der Brust, die im Liegen zunimmt
- Schwellungen an den Knöcheln oder Füßen (Ödeme)
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern ist eine Durchblutungsstörung im Liegen sehr selten. Mögliche Anzeichen sind Weinen beim Hinlegen, bläuliche Verfärbung der Haut oder Atemnot.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ältere Menschen berichten häufiger über nächtliche Wadenschmerzen oder Krämpfe, die durch Hinlegen ausgelöst werden.
- Auch eine zunehmende Atemnot beim Flachliegen kann auftreten, was auf eine Herzschwäche hindeuten kann.
Ursachen
Hauptursachen
- Herzschwäche (Herzinsuffizienz): Das Herz kann nicht mehr genug Blut durch den Körper pumpen, und Flüssigkeit staut sich – vor allem im Liegen.
- Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK): Verengte oder verstopfte Beinarterien führen zu Schmerzen, besonders wenn das Bein erhöht ist.
- Venenerkrankungen (z. B. Krampfadern, Thrombose): Gestörte Venenfunktion kann zu Blutstau und Schwellungen im Liegen führen.
- Nervenprobleme (z. B. bei Diabetes) können ein Taubheitsgefühl verursachen, das sich durch die Lage ändert.
Risikofaktoren
- Rauchen
- Hoher Blutdruck
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Hohe Blutfettwerte (Cholesterin)
- Bewegungsmangel
- Übergewicht
- Fortgeschrittenes Alter
- Familienvorerkrankungen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn die Beschwerden plötzlich auftreten oder sich innerhalb weniger Stunden stark verschlimmern.
- Wenn zusätzlich Brustschmerzen, Atemnot oder Ohnmacht auftreten.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn die Symptome schon länger bestehen (z. B. Wochen oder Monate) und Sie sich unsicher sind.
- Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen und eine Veränderung bemerken.
Diagnose
Der Arzt wird zuerst ein ausführliches Gespräch mit Ihnen führen (Anamnese) und dann eine körperliche Untersuchung durchführen.
Mögliche Untersuchungen
- Blutdruckmessung im Liegen und im Stehen
- Abhören von Herz und Lunge
- Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie)
- Ultraschall der Beingefäße (Doppler-Ultraschall)
- Belastungs-EKG (Elektrokardiogramm auf dem Fahrrad)
- Blutuntersuchung (z. B. auf Herzschwäche-Marker oder Blutzucker)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind meist schmerzfrei und dauern je nach Umfang eine halbe bis ganze Stunde. Ihr Arzt wird Ihnen die Ergebnisse erklären und gemeinsam mit Ihnen die nächsten Schritte besprechen.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich immer nach der genauen Ursache. Ziel ist es, die Durchblutung zu verbessern, Beschwerden zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.
Selbsthilfe zu Hause
- Lagern Sie Ihre Beine leicht erhöht, wenn Sie liegen – aber nicht zu hoch, um Schmerzen zu vermeiden.
- Bewegen Sie sich regelmäßig, z. B. mit Spaziergängen oder sanftem Krafttraining.
- Vermeiden Sie langes Sitzen oder Stehen – wechseln Sie häufiger die Position.
- Hören Sie mit dem Rauchen auf – das ist eine der besten Maßnahmen für Ihre Durchblutung.
Medizinische Behandlungen
Ihr Arzt kann Ihnen Medikamente verschreiben, die die Durchblutung fördern, den Blutdruck senken oder die Herzleistung unterstützen. Auch eine Kompressionstherapie (z. B. mit Stützstrümpfen) kann helfen, vor allem bei Venenproblemen. Eine genaue Behandlung hängt von der Diagnose ab – sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.
Wann kommt eine Operation infrage?
In manchen Fällen, z. B. bei stark verengten oder verkalkten Beinarterien, kann ein Eingriff notwendig sein – zum Beispiel eine Ballonaufdehnung (Angioplastie) oder eine Bypass-Operation. Dies wird nur nach gründlicher Abklärung und in schweren Fällen empfohlen.
Leben mit der Erkrankung
Mit der richtigen Behandlung und Anpassungen im Alltag können die meisten Menschen gut mit dieser Erkrankung leben. Achten Sie auf Ihren Körper und machen Sie regelmäßig Pausen.
Tipps für den Alltag
- Bewegung einbauen, z. B. täglich 30 Minuten Gehen oder Radfahren
- Rauchen aufgeben
- Gesundes Körpergewicht halten
- Stress vermeiden oder besser bewältigen (z. B. durch Entspannungsübungen)
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und wenig Salz unterstützt die Herzgesundheit. Vermeiden Sie stark fettige und zuckerhaltige Speisen. Regelmäßige Bewegung trainiert die Blutgefäße und verbessert die Durchblutung.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Chronische Durchblutungsstörungen können belastend sein und zu Ängsten oder depressiven Verstimmungen führen. Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt oder suchen Sie sich psychologische Unterstützung – das ist kein Zeichen von Schwäche.
Vorbeugung
Ja, Sie können Ihr Risiko senken, indem Sie auf eine herzgesunde Lebensweise achten: nicht rauchen, sich regelmäßig bewegen, auf Ihr Gewicht achten und Bluthochdruck oder Diabetes frühzeitig behandeln lassen.
Früherkennungsprogramme
Regelmäßige ärztliche Vorsorgeuntersuchungen, z. B. der Gesundheits-Check-up ab dem 35. Lebensjahr, helfen, Risikofaktoren früh zu erkennen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Verschlimmerung der Herzschwäche bis hin zur akuten Herzinsuffizienz
- Geschwüre oder offene Wunden an den Beinen, die schlecht heilen
- Erhöhtes Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall
- Thrombose (Blutgerinnsel in den Beinvenen)
Langzeitprognose
Die gute Nachricht: Wenn die Ursache frühzeitig erkannt und behandelt wird, lassen sich die Beschwerden meist gut lindern und die Lebensqualität verbessern. Viele Menschen können mit einer angepassten Behandlung viele Jahre aktiv und beschwerdearm leben.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 21. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.