circulation with fever
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Fieber ist eine erhöhte Körpertemperatur, oft als Reaktion des Körpers auf eine Infektion. Bei Fieber arbeitet das Herz schneller und die Blutgefäße weiten sich, um Wärme abzugeben. Das stellt eine zusätzliche Belastung für den Kreislauf dar. Dieser Zustand wird als Kreislauf mit Fieber bezeichnet.
Wichtige Fakten
- Fieber erhöht die Herzfrequenz: Pro 1 Grad Celsius Temperaturanstieg schlägt das Herz etwa 10 Mal pro Minute schneller.
- Durch das Schwitzen bei Fieber verliert der Körper Flüssigkeit – das kann den Kreislauf belasten.
- Bei Menschen mit bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann Fieber zu Komplikationen führen.
Ja, Fieber ist ein sehr häufiges Symptom – fast jeder Mensch hat es mindestens einmal im Jahr. Auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen tritt Fieber häufig auf.
Fieber kann jeden betreffen, besonders häufig sind Säuglinge, Kinder und ältere Menschen. Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder chronischen Herzproblemen sind anfälliger für einen belasteten Kreislauf bei Fieber.
Symptome
- Schmerzen oder Engegefühl in der Brust
- Plötzliche Atemnot oder Kurzatmigkeit in Ruhe
- Bewusstlosigkeit oder Ohnmacht
- Haut, die sich kalt, blass oder bläulich anfühlt (Zeichen eines Kreislaufschocks)
- Verwirrtheit oder Desorientierung
- Fieber über 40 °C, das auf fiebersenkende Maßnahmen kaum reagiert
- ⚠Fieber, das länger als 3 Tage anhält
- ⚠Anhaltende Atembeschwerden, z. B. schnelle Atmung
- ⚠Herzrasen oder anhaltendes Herzklopfen in Ruhe
- ⚠Starke Kopfschmerzen oder Nackensteifigkeit
- ⚠Bei Kindern: Weinen beim Berühren oder ungewöhnliche Teilnahmslosigkeit
Häufige Symptome
- Erhöhte Körpertemperatur (meist über 38 °C)
- Schneller Puls oder Herzklopfen
- Wärmegefühl und Rötung der Haut
- Schweißausbrüche, besonders nach dem Fieberabfall
- Frösteln oder Schüttelfrost
- Müdigkeit und Schwächegefühl
Symptome bei Kindern
- Gereiztheit und Weinen
- Appetitlosigkeit oder Trinkverweigerung
- Teilnahmslosigkeit oder ungewöhnliche Schläfrigkeit
- Hohes Fieber (über 39 °C) kann zu Fieberkrämpfen führen
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Der Körper reagiert oft mit weniger starkem Fieber als bei Jüngeren
- Verwirrtheit oder verschlechtertes Allgemeinbefinden
- Sturzgefahr durch Kreislaufschwäche
- Trockene Haut durch Flüssigkeitsmangel
Ursachen
Hauptursachen
- Infektionen (z. B. Grippe, Erkältung, Harnwegsinfektion, Lungenentzündung)
- Entzündliche Erkrankungen (z. B. rheumatisches Fieber, Herzmuskelentzündung)
- Hitzschlag oder Überhitzung durch körperliche Anstrengung bei hohen Temperaturen
Risikofaktoren
- Bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, koronare Herzkrankheit oder Herzklappenfehler
- Hohes Alter (> 65 Jahre) oder Säuglingsalter
- Geschwächtes Immunsystem (z. B. durch Chemotherapie oder chronische Krankheiten)
- Diabetes mellitus
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei den oben genannten Notfallsymptomen sofort die 112 anrufen.
- Fieber über 40 °C, das mit Hausmitteln nicht sinkt.
- Wenn Sie oder Ihr Kind schwer krank wirken (Verwirrtheit, Atemnot, Krämpfe).
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Fieber, das nach 2–3 Tagen nicht besser wird.
- Wenn Sie bereits wegen einer Herzerkrankung in Behandlung sind.
- Bei wiederholtem Fieber unbekannter Ursache.
Diagnose
Die Diagnose wird in der Regel von einer Ärztin oder einem Arzt gestellt. Zuerst wird die Temperatur gemessen und die Krankengeschichte erhoben. Danach folgen oft eine körperliche Untersuchung und Blutuntersuchungen, um die Ursache des Fiebers zu finden.
Mögliche Untersuchungen
- Körpertemperatur messen (oral, rektal, im Ohr oder unter der Achsel)
- Blutuntersuchung (z. B. Blutbild, Entzündungsmarker wie CRP)
- Urinuntersuchung (bei Verdacht auf Harnwegsinfektion)
- Röntgen-Thorax oder Ultraschall des Herzens (Echokardiographie) bei Herzbeteiligung
- EKG (Elektrokardiogramm) zur Überprüfung des Herzrhythmus
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind meist schmerzfrei und schnell durchgeführt. Der Arzt wird Sie über die nächsten Schritte informieren. Bei Verdacht auf eine ernste Ursache kann eine Überweisung ins Krankenhaus erfolgen.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache des Fiebers und danach, wie sehr Ihr Kreislauf belastet ist. In den meisten Fällen reicht es, die Symptome zu lindern und den Körper zu unterstützen.
Selbsthilfe zu Hause
- Ausreichend trinken (Wasser, ungesüßte Tees) – mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag, bei Fieber mehr.
- Bettruhe und Schonen, um den Kreislauf zu entlasten.
- Kühle Wadenwickel oder lauwarme Bäder zur Fiebersenkung (nicht bei Schüttelfrost).
- Leichte Kleidung und angenehme Raumtemperatur (ca. 20 °C).
Medizinische Behandlungen
Ärzte und Ärztinnen können fiebersenkende Medikamente (Antipyretika) verschreiben oder freiverkäufliche Mittel empfehlen. Diese werden in der Regel als Tabletten, Zäpfchen oder Saft verabreicht. Bei bakteriellen Infektionen können Antibiotika zum Einsatz kommen. Bei Herzerkrankungen ist die Dosis und Auswahl der Medikamente besonders wichtig – daher keine Selbstmedikation ohne Rücksprache.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist bei Fieber an sich nicht erforderlich. Nur wenn eine schwere Grunderkrankung wie eine Herzmuskelentzündung oder eine Herzklappeninfektion vorliegt, kann ein Eingriff nötig sein. Dies ist jedoch selten.
Leben mit der Erkrankung
Während einer Fieberepisode ist vor allem Ruhe wichtig. Messen Sie regelmäßig Ihre Temperatur und achten Sie auf Veränderungen Ihres Allgemeinzustands. Nehmen Sie Ihre Herzmedikamente wie gewohnt ein, es sei denn, Ihr Arzt rät anders.
Tipps für den Alltag
- Trinken Sie viel – am besten Wasser, Kräutertee oder klare Brühe.
- Vermeiden Sie körperliche Anstrengung, bis das Fieber vollständig abgeklungen ist.
- Lüften Sie regelmäßig, aber vermeiden Sie Zugluft.
Ernährung und Bewegung
Essen Sie leichte Kost, zum Beispiel Zwieback, Haferbrei oder Bananen. Verzichten Sie auf schwere, fettige Speisen. Bewegung ist während der akuten Phase nicht empfohlen. Nach dem Abklingen des Fiebers können Sie langsam wieder aktiv werden.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Fieber kann ängstlich machen, vor allem wenn es das Herz betrifft. Es ist normal, sich Sorgen zu machen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über Ihre Ängste. Bei anhaltendem Stress oder Schlafstörungen suchen Sie bitte professionelle Hilfe.
Vorbeugung
Nicht jedes Fieber ist vermeidbar. Sie können aber das Risiko senken, indem Sie auf Hygiene achten, sich ausgewogen ernähren und Stress vermeiden.
Impfungen
Impfungen schützen vor bestimmten Infektionen, die Fieber verursachen können – zum Beispiel die Grippeimpfung, die Pneumokokkenimpfung oder die Covid-19-Impfung. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, welche Impfungen für Sie sinnvoll sind.
Früherkennungsprogramme
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt oder Kardiologen helfen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und damit besser mit Fieber umzugehen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Austrocknung (Dehydratation) durch Flüssigkeitsverlust
- Herzrhythmusstörungen (z. B. Vorhofflimmern)
- Verschlechterung einer bestehenden Herzinsuffizienz
- Kreislaufschock (lebensbedrohlicher Blutdruckabfall)
Langzeitprognose
Mit der richtigen Behandlung und ausreichender Ruhe erholen sich die meisten Menschen vollständig. Wenn Sie an einer Herzerkrankung leiden, ist es wichtig, bei Fieber frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen. In der Regel verläuft Fieber harmlos und der Kreislauf normalisiert sich von selbst.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Deutsche Herzstiftung e.V. ↗ · Deutschland
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 21. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.