circulation with nausea
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Bei Kreislaufproblemen mit Übelkeit ist das Herz-Kreislauf-System nicht in der Lage, das Gehirn ausreichend mit Blut zu versorgen. Dies kann zu Schwindel, Benommenheit und Übelkeit führen. Die Übelkeit entsteht oft, weil der Blutdruck abfällt oder der Herzschlag unregelmäßig wird.
Wichtige Fakten
- Übelkeit allein ist meist harmlos, aber zusammen mit anderen Symptomen wie Brustschmerz oder Atemnot kann sie auf einen Notfall hinweisen.
- Kreislaufprobleme mit Übelkeit können durch zu schnelles Aufstehen, zu wenig Trinken oder Herzrhythmusstörungen ausgelöst werden.
- Viele Menschen erleben gelegentlich solche Beschwerden ohne ernste Ursache.
Ja, Kreislaufbeschwerden mit Übelkeit sind recht häufig. Sie treten besonders bei jungen Erwachsenen, älteren Menschen und bei Personen auf, die zu niedrigem Blutdruck neigen.
Sie können Menschen jeden Alters betreffen, aber besonders häufig sind ältere Menschen, Schwangere und Personen mit Herzerkrankungen oder Diabetes.
Symptome
- Übelkeit zusammen mit starkem Brustschmerz oder Engegefühl in der Brust
- plötzliche Atemnot oder Kurzatmigkeit
- starke Kopfschmerzen, die plötzlich auftreten
- Sehverlust, Sprachstörungen oder Lähmungserscheinungen
- Bewusstlosigkeit oder Kreislaufstillstand
- ⚠Wiederholte Ohnmachtsanfälle oder Beinahe-Ohnmachten
- ⚠Übelkeit mit Herzrasen oder Herzstolpern
- ⚠Beschwerden, die länger als ein paar Minuten anhalten und nicht besser werden
- ⚠Wenn Sie bereits eine Herzerkrankung haben und neue Symptome auftreten
Häufige Symptome
- Übelkeit (mit oder ohne Erbrechen)
- Schwindel oder Benommenheit
- Schwächegefühl oder das Gefühl, gleich ohnmächtig zu werden
- Schweißausbrüche oder kalte, feuchte Haut
- Sehstörungen (z. B. Schwarzwerden vor den Augen)
Symptome bei Kindern
- Kind wirkt blass und klamm
- klagt über Bauchschmerzen oder Übelkeit
- fühlt sich schlapp und will sich hinlegen
- kann ohnmächtig werden, vor allem nach langem Stehen
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Übelkeit und Schwindel beim Aufstehen
- Verwirrtheit oder Unsicherheit beim Gehen
- Stürze oder Beinahe-Stürze
- oft begleitet von Brustschmerz oder Atemnot
Ursachen
Hauptursachen
- Orthostatische Hypotonie – der Blutdruck fällt beim Aufstehen ab
- Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern oder zu langsamer Herzschlag
- Herzinfarkt oder andere akute Herzerkrankungen
- Flüssigkeitsmangel (Dehydrierung) durch zu wenig Trinken, Erbrechen oder Durchfall
- Blutarmut (Anämie)
- Vasovagale Reaktion – eine Überreaktion des Nervensystems, z. B. bei Angst, Schmerz oder langem Stehen
Risikofaktoren
- höheres Alter
- Einnahme von Blutdrucksenkern, entwässernden Medikamenten oder anderen Herzmedikamenten
- bestehende Herzerkrankungen wie koronare Herzkrankheit oder Herzinsuffizienz
- Diabetes mellitus
- zu wenig Salz oder Flüssigkeit in der Nahrung
- langes Liegen oder Bettlägerigkeit
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie zusätzlich zur Übelkeit Brustschmerz, Atemnot oder starke Kopfschmerzen haben – rufen Sie sofort den Notruf 112.
- Wenn Sie ohnmächtig werden oder das Gefühl haben, gleich ohnmächtig zu werden.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn die Beschwerden wiederholt auftreten oder länger als ein paar Minuten anhalten.
- Wenn Sie bereits an einer Herzerkrankung leiden und neue Symptome bemerken.
- Wenn die Übelkeit mit Kreislaufproblemen Sie im Alltag einschränkt.
Diagnose
Die Ärztin oder der Arzt wird zuerst ein ausführliches Gespräch mit Ihnen führen, um Ihre Symptome, Vorerkrankungen und Medikamente zu besprechen. Danach folgen meist einfache Tests.
Mögliche Untersuchungen
- Blutdruckmessung im Liegen und Stehen
- Elektrokardiogramm (EKG) – zeichnet die Herzströme auf
- Langzeit-EKG über 24 Stunden
- Blutuntersuchung auf Blutarmut, Elektrolyte oder Herzschäden
- Kipptisch-Untersuchung – dabei wird auf einer Liege die Reaktion des Kreislaufs beim Aufrichten gemessen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind schmerzfrei und dauern je nach Test zwischen einigen Minuten und einem Tag. Sie geben Aufschluss darüber, ob Ihr Herz und Kreislauf richtig arbeiten.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Oft helfen schon einfache Maßnahmen wie mehr trinken oder langsam aufstehen. Liegt eine Herzerkrankung oder ein anderes medizinisches Problem zugrunde, wird Ihr Arzt eine passende Therapie vorschlagen.
Selbsthilfe zu Hause
- Trinken Sie ausreichend – mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser oder ungesüßter Tee pro Tag
- Vermeiden Sie längeres Stehen, besonders in heißen Räumen oder bei Hitze
- Stehen Sie morgens und nach dem Sitzen langsam auf – halten Sie sich notfalls fest
- Essen Sie regelmäßig und vermeiden Sie große, schwere Mahlzeiten
- Bei Bedarf: Kompressionsstrümpfe können den Blutrückfluss aus den Beinen fördern
Medizinische Behandlungen
Ihr Arzt kann je nach Ursache empfehlen, blutdrucksenkende Medikamente anzupassen oder bestimmte Arzneimittel gegen niedrigen Blutdruck zu verschreiben. Bei Herzrhythmusstörungen kommen Medikamente oder eine Schrittmacher-Therapie infrage. Bei Blutarmut kann eine Eisentablette helfen. Lassen Sie sich immer von Ihrem Arzt beraten – nehmen Sie keine Medikamente auf eigene Faust.
Wann kommt eine Operation infrage?
Ein operativer Eingriff kommt nur selten in Frage, etwa wenn die Ursache eine schwere Herzklappenerkrankung oder bestimmte Herzrhythmusstörungen sind, die sich nicht anders behandeln lassen.
Leben mit der Erkrankung
Achten Sie auf Ihren Körper: Stehen Sie langsam auf, trinken Sie regelmäßig und meiden Sie Situationen, die Schwindel auslösen. Führen Sie ein Symptomtagebuch, um Auslöser zu erkennen.
Tipps für den Alltag
- Ausreichend schlafen
- Stress vermeiden oder Entspannungstechniken wie Yoga oder Atemübungen nutzen
- Regelmäßige Bewegung wie Spaziergänge oder leichtes Ausdauertraining
- Kein Alkohol oder Nikotin – beides kann den Kreislauf belasten
Ernährung und Bewegung
Essen Sie ausgewogen mit genug Flüssigkeit und Salz (aber ohne Übertreibung). Bewegung hilft, den Kreislauf zu trainieren: Schon 20 Minuten Gehen pro Tag können helfen. Vermeiden Sie anstrengende Übungen direkt nach dem Essen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Wiederholte Kreislaufprobleme können Ängste auslösen und das Vertrauen in den eigenen Körper stören. Das ist verständlich. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber – manchmal kann eine psychologische Begleitung helfen.
Vorbeugung
In vielen Fällen lässt sich Kreislauf-Übelkeit vorbeugen: durch ausreichendes Trinken, regelmäßige Bewegung, langsames Aufstehen und Vermeidung von Hitze. Bei bekannten Risikofaktoren kann der Arzt frühzeitig Maßnahmen empfehlen.
Früherkennungsprogramme
Regelmäßige Blutdruckkontrollen, besonders ab dem 40. Lebensjahr oder bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen, helfen, Probleme früh zu erkennen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Stürze und Verletzungen durch Ohnmachtsanfälle
- Verschlechterung einer zugrunde liegenden Herzerkrankung
- Eingeschränkte Lebensqualität durch ständige Angst vor neuen Anfällen
Langzeitprognose
Die Prognose ist meist sehr gut. Viele Menschen können durch einfache Lebensstiländerungen beschwerdefrei werden. Liegt eine ernstere Ursache vor, verbessert eine gezielte Behandlung die Symptome deutlich. Bei akuten Notfällen wie einem Herzinfarkt ist schnelles Handeln entscheidend, aber mit moderner Medizin sind die Heilungschancen hoch.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 21. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.