edema that worsens lying down
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Unter Ödemen versteht man Schwellungen, die durch überschüssige Flüssigkeit im Gewebe entstehen. Wenn diese Schwellungen schlimmer werden, sobald Sie sich hinlegen, kann das auf eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) hindeuten. Das Herz pumpt dann nicht mehr stark genug, sodass sich Flüssigkeit in den Beinen, Knöchelen oder der Lunge staut.
Wichtige Fakten
- Ödeme, die beim Liegen zunehmen, sind ein häufiges Zeichen einer Herzschwäche.
- Die Beschwerden bessern sich oft, wenn Sie die Beine hochlegen oder aufrecht sitzen.
- Eine frühzeitige Abklärung durch einen Arzt ist wichtig, um die Ursache zu behandeln und Komplikationen zu vermeiden.
Ja, vor allem bei älteren Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist dieses Symptom weit verbreitet. Etwa jeder zweite Patient mit Herzschwäche leidet unter Ödemen.
Betroffen sind besonders Menschen mit Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Nierenleiden oder Übergewicht. Auch nach langem Sitzen oder Stehen kann es vorübergehend zu Ödemen kommen.
Symptome
- Plötzlich auftretende, schwere Atemnot
- Brustschmerzen oder Engegefühl in der Brust
- Blutiger oder schaumiger Auswurf beim Husten
- Blaue Lippen oder Fingernägel
- ⚠Zunehmende Schwellungen, die trotz Hochlegen nicht besser werden
- ⚠Starke Gewichtszunahme (mehr als 2–3 Kilo in wenigen Tagen)
- ⚠Atemnot, die beim Hinlegen auftritt oder sich verschlimmert
Häufige Symptome
- Schwellungen an den Beinen, Knöcheln oder Füßen, die abends stärker werden
- Verschlechterung der Schwellung, wenn Sie flach liegen
- Kurzatmigkeit oder Atemnot, besonders beim Hinlegen oder in der Nacht
- Nächtliches Aufwachen mit Atemnot
- Gewichtszunahme innerhalb weniger Tage (durch Flüssigkeitseinlagerung)
Symptome bei Kindern
- Ödeme können bei Kindern seltener auftreten, zeigen sich dann aber oft als Schwellung um die Augen oder an den Beinen.
- Wenn ein Kind plötzlich Ödeme entwickelt, ist eine schnelle Abklärung nötig, da dies auf Herz- oder Nierenprobleme hinweisen kann.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ältere Menschen erleben oft verstärkte Schwellungen und Atemnot.
- Die Beschwerden können mit Verwirrtheit oder Müdigkeit einhergehen, weil der Körper durch die Flüssigkeitsansammlung belastet wird.
Ursachen
Hauptursachen
- Herzschwäche (Herzinsuffizienz): Das Herz pumpt zu schwach, sodass sich Flüssigkeit im Gewebe staut.
- Nierenerkrankungen: Die Nieren scheiden weniger Flüssigkeit aus, was zu Ödemen führt.
- Lebererkrankungen: Eine geschädigte Leber produziert zu wenig Eiweiß, wodurch Flüssigkeit aus den Gefäßen tritt.
- Venenleiden (chronisch venöse Insuffizienz): Die Venenklappen schließen nicht richtig, Blut und Flüssigkeit stauen sich in den Beinen.
Risikofaktoren
- Hoher Blutdruck
- Herzkranzgefäßerkrankung (Koronare Herzkrankheit)
- Diabetes mellitus
- Übergewicht
- Alter über 65 Jahre
- Langes Sitzen oder Stehen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei akuter Atemnot oder Brustschmerzen sofort den Notruf 112 wählen.
- Wenn Sie nachts wegen Atemnot aufwachen oder nur noch sitzend schlafen können, suchen Sie noch am gleichen Tag einen Arzt auf.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn die Schwellungen seit Tagen bestehen oder sich nicht bessern, vereinbaren Sie einen Termin beim Hausarzt oder Kardiologen.
- Auch wenn Sie an Herz- oder Nierenkrankheiten leiden und neue Ödeme bemerken, sollten Sie zeitnah Ihren Arzt kontaktieren.
Diagnose
Der Arzt wird zuerst ein ausführliches Gespräch mit Ihnen führen (Anamnese) und Sie körperlich untersuchen. Dabei tastet er die Schwellungen ab und horcht Herz und Lunge ab.
Mögliche Untersuchungen
- Blutuntersuchung: Zum Beispiel auf BNP (ein Marker für Herzbelastung) oder Nierenwerte.
- Echokardiographie (Herzultraschall): Damit wird die Pumpfunktion des Herzens beurteilt.
- EKG (Elektrokardiogramm): Zeigt Herzrhythmusstörungen oder Durchblutungsstörungen.
- Röntgen-Thorax: Kann Flüssigkeit in der Lunge sichtbar machen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind meist schmerzfrei und werden ambulant durchgeführt. Bei Bedarf kann eine Überweisung zum Kardiologen (Herzspezialisten) erfolgen. Der Arzt wird mit Ihnen die Ergebnisse besprechen und einen Behandlungsplan erstellen.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Ödeme. In den meisten Fällen geht es darum, die Herzschwäche oder die Grunderkrankung zu behandeln, damit der Körper die überschüssige Flüssigkeit loswerden kann.
Selbsthilfe zu Hause
- Lagern Sie Ihre Beine mehrmals täglich hoch – am besten über Herzhöhe.
- Reduzieren Sie den Salzkonsum (maximal 5–6 Gramm Salz pro Tag).
- Wiegen Sie sich täglich zur gleichen Zeit, am besten morgens nach dem Aufstehen. Ein rascher Gewichtsanstieg kann auf Flüssigkeitseinlagerung hinweisen.
- Vermeiden Sie langes Stehen oder Sitzen – bewegen Sie sich regelmäßig.
Medizinische Behandlungen
Ihr Arzt kann Ihnen entwässernde Medikamente (Diuretika) verschreiben, um die überschüssige Flüssigkeit auszuschwemmen. Zusätzlich werden oft Arzneimittel eingesetzt, die das Herz entlasten, wie ACE-Hemmer oder Betablocker (Wirkstoffklassen). Die genaue Einstellung erfolgt individuell durch den Arzt.
Wann kommt eine Operation infrage?
In seltenen Fällen kann eine Operation nötig sein, zum Beispiel bei schweren Herzklappenfehlern oder verengten Herzkranzgefäßen (Bypass-Operation). Diese Entscheidung trifft der Herzspezialist nach gründlicher Untersuchung.
Leben mit der Erkrankung
Leben Sie Ihren Alltag möglichst regelmäßig. Achten Sie auf Ihr Gewicht und nehmen Sie Ihre Medikamente genau nach Anweisung. Vermeiden Sie es, flach zu liegen, wenn die Atemnot zunimmt – schlafen Sie mit erhöhtem Oberkörper.
Tipps für den Alltag
- Salzarme Kost: Würzen Sie lieber mit Kräutern und Gewürzen.
- Trinken Sie nicht mehr als Ihr Arzt empfiehlt (manchmal ist eine Flüssigkeitsbegrenzung sinnvoll).
- Bewegung an der frischen Luft – aber hören Sie auf Ihren Körper und machen Sie Pausen.
Ernährung und Bewegung
Eine herzgesunde Ernährung (viel Gemüse, Vollkorn, wenig Fett) und leichte Bewegung wie Spazierengehen oder sanftes Radfahren helfen, den Kreislauf zu stabilisieren. Besprechen Sie Ihr Bewegungsprogramm vorher mit Ihrem Arzt.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine chronische Erkrankung kann belastend sein. Viele Menschen fühlen sich durch die Symptome eingeschränkt oder haben Angst vor Verschlechterung. Suchen Sie sich Unterstützung – ein Gespräch mit vertrauten Personen oder einem Psychologen kann entlasten.
Vorbeugung
Sie können das Risiko für Ödeme durch eine herzgesunde Lebensweise senken: Normalgewicht halten, Blutdruck kontrollieren, auf Rauchen verzichten und Diabetes gut einstellen. Wenn bereits eine Herzschwäche besteht, hilft die konsequente Behandlung, um Ödeme zu vermeiden.
Impfungen
Eine Grippe- und Pneumokokken-Impfung wird für Menschen mit Herzerkrankungen empfohlen, um zusätzliche Belastungen durch Infekte zu vermeiden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.
Früherkennungsprogramme
Regelmäßige Kontrolluntersuchungen (z. B. Blutdruckmessen, Bluttests) helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen. Wer zur Risikogruppe gehört, sollte einmal jährlich zum Kardiologen gehen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Verschlechterung der Herzschwäche mit zunehmender Atemnot und geringerer Belastbarkeit
- Akute Lungenstauung (Lungenödem), lebensbedrohlich
- Nierenschäden durch dauerhaft verminderte Durchblutung
- Thrombosen (Blutgerinnsel) in den Beinen durch Stauung
Langzeitprognose
Mit einer frühzeitigen Behandlung und der richtigen Selbstfürsorge können die meisten Menschen mit Ödemen durch Herzschwäche ein aktives Leben führen. Die Symptome lassen sich oft gut kontrollieren. Es ist wichtig, die ärztlichen Empfehlungen zu befolgen und regelmäßige Kontrollen wahrzunehmen. Die Forschung macht stetig Fortschritte – es gibt Grund zur Hoffnung.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Deutsche Herzstiftung ↗ · Deutschland
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 25. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.