edema with nausea
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Wenn sich Wasser im Körper ansammelt (Ödem) und gleichzeitig Übelkeit auftritt, kann das auf eine Herz-Kreislauf-Erkrankung hinweisen. Das Ödem entsteht, weil das Herz nicht stark genug pumpt, um Flüssigkeit aus den Beinen zurück zum Herzen zu transportieren. Die Übelkeit kann durch eine gestaute Leber oder einen zu hohen Druck im Bauchraum ausgelöst werden.
Wichtige Fakten
- Ödeme sind Schwellungen, meist in den Beinen, Knöcheln oder Füßen.
- Übelkeit bei Ödemen kann ein Zeichen für eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) sein.
- Eine frühzeitige Behandlung verbessert die Lebensqualität und verhindert Komplikationen.
Ja, vor allem bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzschwäche tritt diese Kombination häufig auf.
Betroffen sind meist ältere Menschen, aber auch jüngere mit angeborenen Herzfehlern oder nach Herzinfarkt.
Symptome
- Plötzlich auftretende Atemnot, auch in Ruhe
- Brustschmerzen oder Engegefühl
- Bewusstlosigkeit oder Ohnmacht
- Husten mit schaumigem, rosafarbenem Auswurf
- ⚠Zunehmende Schwellung und Übelkeit über mehrere Tage
- ⚠Gewichtszunahme von 2–3 kg innerhalb weniger Tage
- ⚠Verschlechterung der Atemnot bei leichter Belastung
Häufige Symptome
- Geschwollene Beine, Knöchel oder Füße (Ödeme)
- Übelkeit, manchmal mit Erbrechen
- Kurzatmigkeit, besonders bei Belastung oder im Liegen
- Müdigkeit und allgemeine Schwäche
- Schnelle Gewichtszunahme (durch Wassereinlagerungen)
Symptome bei Kindern
- Schwellungen im Gesicht oder an den Händen
- Ungewöhnliche Müdigkeit und Appetitlosigkeit
- Übelkeit nach dem Trinken von Flüssigkeit
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Verstärkte Beinschwellung und Übelkeit nach dem Essen
- Verwirrtheit oder Benommenheit durch Kreislaufprobleme
- Vermehrter nächtlicher Harndrang (durch Rückfluss der Flüssigkeit)
Ursachen
Hauptursachen
- Herzschwäche (Herzinsuffizienz) – das Herz pumpt nicht kräftig genug
- Nierenerkrankungen – die Nieren scheiden zu wenig Flüssigkeit aus
- Lebererkrankungen – z. B. eine gestaute Leber durch Rückstau von Blut
- Nebenwirkungen von Medikamenten, z. B. bestimmte Blutdrucksenker oder entzündungshemmende Mittel
- Zu hohe Salzzufuhr – Salz bindet Wasser im Körper
Risikofaktoren
- Hoher Blutdruck (Hypertonie)
- Verkalkte Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit)
- Diabetes mellitus
- Übergewicht (Adipositas)
- Alter über 65 Jahre
- Herzinfarkt oder Herzklappenerkrankung in der Vorgeschichte
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei den oben genannten Notfallsymptomen sofort den Notruf 112 wählen.
- Wenn die Beinschwellung und Übelkeit plötzlich stark zunehmen und Sie nicht mehr flach liegen können.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei leichten, aber anhaltenden Schwellungen und gelegentlicher Übelkeit – da kann eine Anpassung der Behandlung nötig sein.
- Wenn Sie trotz Behandlung eine deutliche Verschlechterung bemerken, z. B. mehr Gewichtszunahme als 2 kg in 3 Tagen.
Diagnose
Der Arzt oder die Ärztin befragt Sie zu Ihren Beschwerden, untersucht Sie körperlich (z. B. nach Ödemen, Auffälligkeiten an Herz und Lunge) und ordnet Tests an.
Mögliche Untersuchungen
- Blutuntersuchung: Elektrolyte, Nierenwerte, Leberwerte, ein Marker für Herzbelastung (NT-proBNP oder BNP)
- Echokardiographie (Herzultraschall): um die Pumpkraft des Herzens zu beurteilen
- EKG (Elektrokardiogramm): zur Überprüfung des Herzrhythmus
- Röntgen oder CT des Brustkorbs: um Flüssigkeit in der Lunge zu erkennen
- Herzkatheteruntersuchung: nur bei bestimmten Fragestellungen, z. B. verengte Herzkranzgefäße
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind meist schmerzfrei und ambulant durchführbar. Möglicherweise werden Sie an einen Kardiologen (Herzspezialisten) überwiesen. Die Befunde helfen, die genaue Ursache zu finden und eine passende Behandlung einzuleiten.
Behandlung
Die Behandlung zielt darauf ab, die Flüssigkeit aus dem Körper zu entfernen, das Herz zu entlasten und die Übelkeit zu lindern. Die genaue Therapie richtet sich nach der Ursache und den aktuellen medizinischen Leitlinien, z. B. von der AWMF.
Selbsthilfe zu Hause
- Salzarm essen – nicht mehr als 5–6 g Salz pro Tag (ein Teelöffel).
- Beine hochlegen, besonders nach dem Sitzen oder Stehen.
- Tägliches Wiegen – bei einer Zunahme von mehr als 2 kg in 3 Tagen den Arzt informieren.
- Bequeme, nicht einengende Kleidung und Schuhe tragen.
- Alkohol meiden, da er die Herzfunktion belasten kann.
Medizinische Behandlungen
Ärztliche Behandlungen können wasserausschwemmende Medikamente (sogenannte Diuretika) umfassen, die die Nieren anregen, mehr Urin zu produzieren. Zudem werden oft Mittel eingesetzt, die das Herz entlasten, wie ACE-Hemmer oder Betablocker. Bei Herzrhythmusstörungen können spezielle Medikamente zum Einsatz kommen. Die genauen Wirkstoffe und Dosierungen werden individuell von Ihrem Arzt festgelegt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist selten direkt wegen der Ödeme notwendig. Bei zugrunde liegenden Herzklappenfehlern oder verengten Herzkranzgefäßen (z. B. Bypass-Operation) kann ein Eingriff die Pumpfunktion verbessern und die Symptome lindern.
Leben mit der Erkrankung
Leben mit Ödemen und Übelkeit erfordert Achtsamkeit. Führen Sie ein Gewichtstagebuch und achten Sie auf Veränderungen. Nehmen Sie Ihre Medikamente regelmäßig ein, wie verordnet. Meiden Sie Situationen, die die Beschwerden verschlimmern, z. B. langes Stehen oder zu salzige Mahlzeiten.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige, aber schonende Bewegung, z. B. Spazierengehen oder Radfahren.
- Ausreichend Schlaf und Entspannung.
- Rauchen aufgeben – das verbessert die Durchblutung.
- Auf das Körpergewicht achten: Übergewicht belastet das Herz zusätzlich.
Ernährung und Bewegung
Essen Sie viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und magere Eiweißquellen. Reduzieren Sie stark verarbeitete Lebensmittel. Trinken Sie nur so viel, wie Ihr Arzt erlaubt – bei Herzschwäche ist oft eine Flüssigkeitsbegrenzung von 1,5 Litern pro Tag sinnvoll. Bewegen Sie sich nach Ihren Kräften, aber vermeiden Sie starke Anstrengung.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Chronische Beschwerden wie Ödeme und Übelkeit können ängstlich oder niedergeschlagen machen. Es ist wichtig, darüber zu sprechen. Bei anhaltenden seelischen Belastungen suchen Sie ärztliche oder psychologische Hilfe. In einer akuten Krise wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge oder rufen Sie den Notruf 112.
Vorbeugung
Nicht immer, aber Sie können das Risiko senken: Kontrollieren Sie Bluthochdruck, Diabetes und Cholesterin. Ernähren Sie sich herzgesund, bewegen Sie sich regelmäßig und vermeiden Sie Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum.
Impfungen
Es gibt keine Impfung gegen Ödeme oder deren Ursachen. Eine Grippe- und Pneumokokken-Impfung wird jedoch für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfohlen – sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Früherkennungsprogramme
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt (Check-up alle 3 Jahre) helfen, Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen. Bei bekannter Herzschwäche sind regelmäßige Kontrollen beim Kardiologen wichtig.
Komplikationen
Unbehandelt
- Verschlechterung der Herzschwäche bis hin zur Dekompensation (akutes Herzversagen)
- Lungenödem: Flüssigkeit in der Lunge, lebensbedrohlich
- Nierenschädigung durch chronische Minderdurchblutung
- Thrombose: Blutgerinnsel in den Beinen durch Stauung
- Mangelernährung und Gewichtsverlust durch anhaltende Übelkeit
Langzeitprognose
Mit einer konsequenten Behandlung und Anpassung der Lebensgewohnheiten lassen sich Ödeme und Übelkeit meist gut kontrollieren. Viele Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen ein aktives und erfülltes Leben. Die Prognose ist umso besser, je früher die Ursachen erkannt und behandelt werden. Bleiben Sie in engem Kontakt mit Ihrem Ärzteteam und zögern Sie nicht, bei Veränderungen Hilfe zu suchen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 25. Juli 2026
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