Period pain in older adults
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Unter Regelschmerzen bei älteren Erwachsenen versteht man Schmerzen im Unterleib, die an Menstruationsbeschwerden erinnern, aber nach den Wechseljahren auftreten. Nach der Menopause kommt die Regelblutung normalerweise nicht mehr vor, aber manche Frauen haben trotzdem krampfartige oder drückende Schmerzen im Beckenbereich. Diese können verschiedene Ursachen haben, wie zum Beispiel gutartige Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut (Endometriose), Verwachsungen oder Probleme mit der Beckenbodenmuskulatur.
Wichtige Fakten
- Nach den Wechseljahren treten keine normalen Regelblutungen mehr auf, aber ähnliche Schmerzen können andere Ursachen haben.
- Starke oder anhaltende Unterleibsschmerzen bei älteren Frauen sollten immer ärztlich abgeklärt werden.
- Die Beschwerden sind oft gut behandelbar, wenn die Ursache gefunden wird.
Regelschmerzen bei älteren Erwachsenen sind nicht sehr häufig, kommen aber vor. Viele Frauen mit Endometriose oder anderen Erkrankungen haben auch nach der Menopause noch Beschwerden.
Betroffen sind vor allem Frauen nach den Wechseljahren, die früher unter starken Regelschmerzen gelitten haben oder bestimmte gynäkologische Erkrankungen haben.
Symptome
- Plötzliche, sehr starke Schmerzen im Unterleib
- Blutungen aus der Scheide nach den Wechseljahren (besonders wenn sie stark sind)
- Fieber in Verbindung mit den Schmerzen
- Übelkeit oder Erbrechen, das nicht aufhört
- Schwindel oder das Gefühl, in Ohnmacht zu fallen
- ⚠Schmerzen, die den Alltag stark einschränken und nicht nachlassen
- ⚠Schmerzen, die mit Fieber, Schüttelfrost oder übelriechendem Ausfluss einhergehen
- ⚠Blutungen, auch wenn sie nur leicht sind, nach der Menopause
Häufige Symptome
- Krampfartige Schmerzen im Unterbauch
- Druckgefühl oder Schweregefühl im Becken
- Schmerzen beim Wasserlassen oder Stuhlgang
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Unregelmäßige oder leichte Blutungen (sehr selten nach der Menopause)
Symptome bei Kindern
- Dieses Thema betrifft nicht Kinder, da es um ältere Erwachsene geht.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Schmerzen, die auch in Ruhe bestehen oder sich beim Gehen verschlimmern
- Dauerhafte Unterleibsschmerzen ohne klaren Zusammenhang mit dem Zyklus
- Schmerzen, die von der Hüfte oder dem unteren Rücken ausgehen
- Verstopfung oder Durchfall im Wechsel mit den Schmerzen
Ursachen
Hauptursachen
- Endometriose – Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter, die auch nach der Menopause noch vorhanden sein können
- Adenomyose – Wucherungen in der Gebärmuttermuskulatur
- Myome – gutartige Muskelknoten in der Gebärmutter
- Verwachsungen oder Narbengewebe nach Operationen
- Beckenbodenverspannungen oder muskuläre Probleme
- Zysten an den Eierstöcken (seltener bei älteren Frauen)
Risikofaktoren
- Frühere starke Regelschmerzen oder Endometriose
- Mehrere Kaiserschnitte oder Unterleibsoperationen
- Übergewicht (erhöht das Risiko für Myome und Entzündungen)
- Familienvorgeschichte von Endometriose oder Myomen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlichen, heftigen Schmerzen, die in den Beinen oder im Rücken ausstrahlen
- Wenn die Schmerzen von Fieber oder ungewöhnlichen Blutungen begleitet werden
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn die Schmerzen länger als ein paar Tage anhalten oder immer wiederkehren
- Bei Beschwerden, die den Alltag beeinträchtigen
- Vor einem Arztbesuch können Sie ein Schmerztagebuch führen, um die Symptome besser zu beschreiben
Diagnose
Der Arzt oder die Ärztin wird zuerst ein ausführliches Gespräch über die Symptome und Ihre Krankengeschichte führen. Danach folgt eine körperliche Untersuchung, oft mit einem Ultraschall. Bei Bedarf können weitere Untersuchungen wie eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) helfen, die Ursache zu finden.
Mögliche Untersuchungen
- Ultraschalluntersuchung des Beckens (vaginal oder über den Bauch)
- Bluttests (z. B. um Entzündungen oder Tumormarker zu prüfen)
- Bauchspiegelung (Laparoskopie) – ein kleiner Eingriff, bei dem eine Kamera in den Bauch eingeführt wird
- Magnetresonanztomographie (MRT) für detaillierte Bilder
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt oder die Ärztin wird Sie bitten, Ihre Schmerzen genau zu beschreiben: wann sie auftreten, wie stark sie sind und ob sie mit anderen Beschwerden zusammenhängen. Die Untersuchungen sind meist schmerzfrei oder nur kurz unangenehm. Nach der Diagnose besprechen Sie gemeinsam die nächsten Schritte.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Schmerzen. Oft können einfache Maßnahmen wie Wärme, Bewegung oder physiotherapeutische Übungen helfen. Bei manchen Erkrankungen wie Endometriose oder Myomen gibt es medikamentöse oder operative Behandlungsmöglichkeiten.
Selbsthilfe zu Hause
- Wärmflasche oder warme Bäder auf den Unterbauch legen
- Sanfte Bewegung wie Spazierengehen oder Dehnübungen
- Entspannungstechniken wie tiefe Bauchatmung oder Yoga
- Leichte Massagen des Unterbauchs (wenn es nicht weh tut)
- Ausreichend trinken und auf eine ballaststoffreiche Ernährung achten, um Verstopfung zu vermeiden
Medizinische Behandlungen
Je nach Ursache können schmerzlindernde oder entzündungshemmende Medikamente zum Einsatz kommen. Bei Endometriose kommen häufig Hormonbehandlungen infrage, die das Wachstum von Gebärmutterschleimhaut hemmen. Auch physiotherapeutische Behandlungen zur Lockerung des Beckenbodens können helfen. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird mit Ihnen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen besprechen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn Medikamente und Selbsthilfemaßnahmen nicht ausreichen und die Ursache operativ behoben werden kann – zum Beispiel bei großen Myomen oder einer Endometriose – kann ein chirurgischer Eingriff sinnvoll sein. Auch Verwachsungen lassen sich bei einer Bauchspiegelung lösen. Die Entscheidung wird immer individuell getroffen.
Leben mit der Erkrankung
Viele Frauen kommen mit den Schmerzen gut zurecht, wenn sie die Ursache kennen und eine Behandlung haben. Ein aktiver Tagesablauf mit regelmäßigen Pausen zur Entspannung kann helfen. Vermeiden Sie starke Belastungen, die die Schmerzen verschlimmern.
Tipps für den Alltag
- Sanfte Bewegung wie Schwimmen oder Radfahren fördert die Durchblutung und lockert die Muskulatur
- Vermeiden Sie langes Sitzen – stehen Sie regelmäßig auf und gehen Sie ein paar Schritte
- Stress reduzieren durch Meditation, Hobbys oder Gespräche
- Rauchen aufgeben – Rauchen kann Schmerzen verstärken
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten kann Entzündungen im Körper verringern. Vermeiden Sie stark verarbeitete Lebensmittel und zu viel Zucker. Regelmäßige Bewegung – zum Beispiel 30 Minuten Spazierengehen täglich – hilft, den Körper geschmeidig zu halten.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Anhaltende Schmerzen können belastend sein und zu Niedergeschlagenheit oder Angst führen. Es ist wichtig, sich Hilfe zu holen, wenn die Stimmung leidet. Ein offenes Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin oder psychologische Unterstützung können sehr hilfreich sein.
Vorbeugung
Nicht alle Ursachen lassen sich verhindern. Aber ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung und Stressabbau kann das Risiko für manche Erkrankungen wie Myome oder Endometriose verringern. Auch nach der Menopause ist es wichtig, die gynäkologischen Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.
Impfungen
Es gibt keine Impfung gegen Schmerzen im Unterleib. Eine Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) kann jedoch Gebärmutterhalskrebs vorbeugen, der ebenfalls Schmerzen verursachen kann. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, ob eine Auffrischungsimpfung für Sie sinnvoll ist.
Früherkennungsprogramme
Nehmen Sie regelmäßig an der Krebsvorsorge für Gebärmutterhals und Eierstöcke teil. Die Früherkennung kann helfen, Ursachen wie Tumore rechtzeitig zu behandeln.
Komplikationen
Unbehandelt
- Chronische Schmerzen, die den Alltag stark einschränken
- Zunahme von Endometriose oder Myomen
- Unfruchtbarkeit (bei Frauen vor der Menopause – bei älteren Frauen nicht relevant)
- Einschränkungen der Beweglichkeit und Lebensqualität
Langzeitprognose
Die meisten Ursachen für Unterleibsschmerzen in höherem Alter lassen sich gut behandeln. Mit der richtigen Diagnose und Therapie können die Beschwerden oft deutlich gelindert oder sogar ganz beseitigt werden. Lassen Sie sich nicht entmutigen – viele Frauen finden nach einer Behandlung wieder ein schmerzfreies Leben.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026
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